Benjamin-Franklin-Effekt: Wie aus Feinden Freunde werden

Benjamin-Franklin-Effekt: Wie aus Feinden Freunde werden

Uns allen ist es im Grunde schon wichtig, dass andere uns gern haben. Mit Sympathie gewinnst du nicht nur Freundschaften, sondern auch neue Geschäftsbeziehungen, die dich zu größeren Erfolg führen. Aber wie kannst du aktiv dazu beitragen, sympathisch zu wirken und dein Gegenüber für dich zu gewinnen? Dabei kann dir der Benjamin-Franklin-Effekt helfen.

Die Überlieferung besagt, dass Benjamin Franklin, einer der Gründervater der Vereinigten Staaten, einen seiner Meinung nach einflussreichen Feind hatte, den er für sich gewinnen wollte. Da dieser Feind ein belesener Mann war, der bekanntermaßen viele schlaue Bücher besaß, fragte Benjamin Franklin ihn, ob er ihm ein Buch ausleihen würde. Der gute Mann stimmte diesem Gefallen zu und wurde vom Feind zum langjährigen Freund. Doch wie ist das möglich?

Der Benjamin-Franklin-Effekt: Zwei Erklärungsansätze bringen Licht in die Angelegenheit

Dadurch, dass Franklin seinen Feind um einen Gefallen bat, schmeichelte er ihm. Benjamin Franklin brachte mit seiner Bitte zum Ausdruck, dass er sich für die Bücher des Mannes interessierte, ihn also somit für schlau hielt. Außerdem machte er deutlich, dass er eines der Bücher selbst gerne gelesen hätte. Das schmeichelt!

Der ehemalige Feind wird nun ein unbewusstes Gefühlschaos erlebt haben. Er wird sich gedacht haben, dass Franklin gar nicht so unsympathisch sein kann. Schließlich weiß er seine Bücher und somit auch seinen Intellekt und ihn als Person zu schätzen. Scheinbar hielt Franklin ja sehr viel von ihm und brachte ihm eine gewisse Sympathie und vielleicht sogar Zuneigung entgegen. Sonst hätte er ihn ja nicht um ein Buch gebeten. Dieses Gefühlschaos wird auch kognitive Dissonanz genannt.

Der Benjamin-Franklin-Effekt und das Prinzip der kognitiven Dissonanz

Kognitive Dissonanz bedeutet, dass unser Gehirn einen Widerspruch wahrnimmt. Stell dir einmal vor, ein Kollege, der dir recht unsympathisch war, bittet dich um etwas. Er lobt dich beispielsweise, dass du den leckersten Kuchen mit ins Büro bringst und fragt dich, ob du ihm das Rezept aufschreiben kannst.

Wie fühlst du dich nun? Wahrscheinlich wirst du dich geschmeichelt fühlen. Du bemerkst eine Gemeinsamkeit mit diesem Kollegen – ihr habt den gleichen Geschmack. Du wirst dich auch ein ganz kleines bisschen wichtig fühlen, weil deine Backkünste gelobt werden.

Dein Gehirn wird nun mit einem Widerspruch konfrontiert: So unsympathisch kann der Arbeitskollege doch gar nicht sein, wenn ihr den gleichen Geschmack habt! Wenn er dich für so kompetent in Kuchenfragen hält, muss er eine gewisse Sympathie für dich empfinden, oder? Ist der Arbeitskollege also nicht eigentlich doch recht sympathisch?

Nach und nach wirst du nun immer mehr sympathische Seiten an diesem Kollegen entdecken. Dein Gehirn hat die kognitive Dissonanz aufgelöst: Du hast einem freundlichen Menschen, der den gleichen Geschmack wie du hat, geholfen. Somit ist alles wieder im Lot.

Doch wie wir gleich sehen werden, ist hier noch ein weiteres Phänomen am Werk – die reziproke Zuneigung.

Reziproke Zuneigung und Ähnlichkeit

Wahrscheinlich hast du das Gefühl, dass dieser Kollege dich sympathisch findet, wenn er dich um das Rezept für deinen Kuchen bittet. Wer würde schon einen ihm völlig unsympathischen Menschen um einen Gefallen bitten? Und wer möchte schon die gleichen Gerichte kochen, wie sein Erzfeind? Du kannst also davon ausgehen, dass dich dieser Arbeitskollege mag. Durch diese Annahme entsteht wiederum die reziproke Zuneigung. Das bedeutet: Meistens finden wir Menschen, die uns nett finden, ebenfalls sympathisch. Schließlich muss es sich um einen netten Menschen handeln, wenn er unsere Qualitäten erkennt! Außerdem hat dieser Mensch einen ähnlichen Geschmack wie wir, also ähnelt er uns und somit muss er uns ja sympathisch sein.

Freunde gewinnen mit dem Benjamin-Franklin-Effekt

Der Benjamin-Franklin-Effekt funktioniert nicht nur, wenn du dir Feinde zu Freunden machen möchtest. Auch wenn du geschäftlich oder privat die Sympathie deiner Mitmenschen gewinnen möchtest, kann der Benjamin-Franklin-Effekt helfen. Scheue dich also nicht, andere um einen kleinen Gefallen oder um Rat zu bitten.

Kollegen helfen sich

Vorsicht vor Übertreibung mit dem Benjamin-Franklin-Effekt

Übertreiben solltest du es aber auf keinen Fall. Achte also darauf, dass du nicht zu oft um etwas bittest. Hier macht – wie so oft – die Dosis das Gift!

Außerdem sollte es sich wirklich eher um einen kleinen Gefallen handeln, der deinem Gegenüber nicht zu viel abverlangt. Achte also darauf, dass deine Bitte nicht großes Vertrauen voraussetzt oder den anderen viel Geld, Zeit oder Mühe kostet. Gerade im geschäftlichen Kontext solltest du auch darauf achten, die nötige Distanz zu wahren und nicht zu sehr in den privaten Bereich einzudringen. Dein Gegenüber darf sich nicht in die Ecke gedrängt fühlen. Er soll sich geschmeichelt und wichtig fühlen!

Auch die passende Situation erfordert etwas Feingefühl. Oft ist es besser, unter vier Augen um einen Gefallen zu bitten. Denke bitte noch einmal an das Beispiel mit dem Kuchen. Hier könnten sich ansonsten einige andere Kollegen, die auch schon Kuchen mitgebracht haben, herabgewürdigt fühlen. Dann hättest du zwar die Zuneigung und Sympathie des Gelobten gewonnen, aber dir eventuell gleichzeitig andere Arbeitskollegen zum Feind gemacht.

Empathie – die Wunderwaffe

Auch die Empathie, also sich in eine andere Person hineinversetzten zu können, spielt bei dem Benjamin-Franklin-Effekt eine Rolle. Denn sowohl derjenige, der um etwas bittet, als auch derjenige, der dieser Bitte nachkommt, braucht Empathie. Der Bittende muss Empathie für denjenigen entwickeln, den er um einen Rat oder einen Gefallen bittet. Wie wird mein Gegenüber sich fühlen, wenn ich diese Bitte äußere? Wird es große Umstände machen?

Aber auch die Person, die du um etwas bittest, muss sich in dich hineinversetzen. Vielleicht hat sie vorher nie weiter über dich nachgedacht, geschweige denn Verständnis für dich gehabt? Das wird sich nun höchstwahrscheinlich ändern.

Ist dir eigentlich bewusst, dass man niemanden aus tiefstem Herzen unsympathisch finden kann, wenn man sich in ihn hineinversetzt? Kennt man erst einmal alle Herausforderungen, Belastungen, Ängste und Unsicherheiten seines Gegenübers, entwickelt man fast automatisch Verständnis für diese Person. Sobald man in die familiären, beruflichen, gesundheitlichen und finanziellen Probleme eingeweiht ist, entsteht eine gewisse Sympathie.

Fazit zu dem Benjamin-Franklin-Effekt

Natürlich kannst du den Benjamin-Franklin-Effekt ganz gezielt und geplant einsetzen, was im geschäftlichen Umfeld und bei Verkaufsgesprächen auch gemacht wird. Die wichtigere Erkenntnis im Zusammenhang mit dem Benjamin-Franklin-Effekt ist aber, dass du keine Scheu haben musst, andere um Rat oder um kleine Gefallen zu bitten. Denn nun weißt du ja, dass das als Ausdruck von Sympathie und Anerkennung verstanden wird.

Also nur zu:
Bitte um all die leckeren Rezepte, Tipps und Tricks und leihe dir all die spannenden Bücher aus – und gewinne ganz nebenbei neue Freunde.

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21/90 Regel – Gewohnheiten  nachhaltig ändern

21/90 Regel – Gewohnheiten nachhaltig ändern

Bist du in deinem Leben an dem Punkt angelangt, wo du einfach festsitzt und merkst, dass du nicht weiterkommst? Dir dessen bewusst zu sein, dass du in deinem beruflichen oder privaten Leben am Wendepunkt angekommen bist, ist eine der Voraussetzung, um diesem Problem Abhilfe zu schaffen.

Die 21/90 Regel hilft, Gewohnheiten zu ändern und somit die notwendigen Veränderungen mithilfe konkreter Vorsätze vorzunehmen.

Warum solltest du darauf achten, gewisse Gewohnheiten zu ändern?

Der Mensch ist ein Tier der Gewohnheiten. Jedoch schleichen sich mit der Zeit schlechte Verhaltensmuster ein, die dich davon abhalten, deine Ziele zu erreichen oder effektiver zu arbeiten.

Kommt es häufig vor, dass du Überstunden machen musst, weil du die dir zur Verfügung stehende Zeit als unzureichend empfindest? Verbringst du zu viel Zeit mit stillen Zeiträubern? Dann fehlt es dir möglicherweise am richtigen Zeitmanagement.

Voraussetzungen für eine Selbstoptimierung

Um Gewohnheiten optimal zu ändern, benötigst du gewisse Voraussetzungen. Diese setzen sich wie folgt zusammen:

  • Selbstmanagement
  • Selbstoptimierung
  • Zeitmanagement
  • richtige Vorsätze

Selbstoptimierung heißt, mit deiner Zeit richtig umzugehen und entsprechende Gewohnheiten zu schaffen, welche dir helfen, die wichtigen Sachen zu erkennen und sie zuerst durchzuführen.

Veränderungen durchführen mit Selbstmanagement

Um Veränderungen im Leben durchführen zu können, sei es für die berufliche Entwicklung oder dein persönliches Wachstum, solltest du das Selbstmanagement anwenden.

Dieser Begriff bezieht sich auf die Fähigkeit und Kompetenz, dein Leben selbstständig und unabhängig von äußeren Einflüssen zu gestalten. Kurz gesagt: Nimm dein Leben selbst in die Hand! Lerne, die Aufgaben besser zu erledigen. Verwende dafür Methoden, die dir helfen, deine Probleme zu lösen und neue Herausforderungen zu meistern. Denn die Änderungen sind nur dann effektiv, wenn sie aus deinem Inneren heraus durchgeführt werden.

Veränderungen durchführen mit der 21/90 Regel

Die Zeit spielt eine wichtige Rolle sowohl in der Arbeit als auch im privaten Bereich. Du kannst sie weder kaufen, noch besitzen oder gewinnen. Aber, du kannst lernen, sie richtig einzuteilen.

Zeitmanagement bezieht sich darauf, die dir zur Verfügung stehende Zeit richtig zu verwalten, um den größten Nutzen daraus zu ziehen. Lerne, Prioritäten zu setzen und deine Arbeit entsprechend einzuteilen. Arbeite dafür an deinen Gewohnheiten und ändere sie z.B. mit der 21/90 Regel.

21 Tage: Wie funktioniert die 21/90 Regel?

Gewohnheiten setzen oft tief im Inneren verankert und werden unbewusst durchgeführt. Daher ist es nicht einfach, sie zu ändern. Es gehört mehr dazu, als es nur zu wollen. Zum einen benötigst du Motivation.

Was motiviert dich, gewisse Verhaltensmuster zu ändern oder neue zu gewinnen? Das heißt, du solltest dir vor Augen führen, welche Gewohnheiten du ändern möchtest und vor allem warum. An diesem Punkt angelangt, solltest du dir realistische Ziele setzen. Das bedeutet, zum Beispiel, nicht mehrere Angewohnheiten gleichzeitig ändern zu wollen, sondern eine nach der anderen.

Unordnung am Arbeitsplatz

Stell dir vor, dein Schreibtisch an deinem Arbeitsplatz ist ständig voll von Dokumenten und es kommt häufiger vor, dass du nach einer Rechnung suchst und sie nicht findest. Daher möchtest du dir angewöhnen, deinen Arbeitsplatz stets aufgeräumt und organisiert zu halten.

Du hast schon mehrmals aufgeräumt, alle Dokumente archiviert, und landest aber immer wieder an einem unordentlichen Schreibtisch? Dieses Problem fällt in ein fehlendes Zeitmanagement. Hier tritt die 21-Tage-Regel in Kraft, um Beihilfe zu schaffen.

Während den nächsten 21 Tagen, nutze mindestens 10 Minuten am Tag, deinen Schreibtisch aufzuräumen und wichtige Dokumente abzuheften. Organisiere sie je nach Aufgaben und Bedeutung. Trenne Kostenvoranschläge von Rechnungen, kommerzielle Briefe von unbeantworteten Dokumenten, etc. Kommen neue Dokumente rein, teile sie direkt der zugehörigen Gruppe zu, um eine zukünftige Unordnung zu vermeiden. Oder nutze ein XRM-System.

Führe diese Tätigkeit in den nächsten 21 Tagen durch. In den ersten Tagen wird es dir schwerfallen. Aber nach einem Zeitraum von 3 Wochen wirst du erkennen, dass es dir leichter fällt. Hast du diese Phase überwunden, geht es weiter mit der 90-Tage-Regel!

90 Tage: Wie funktioniert die 21/90 Regel?

Der Mensch braucht mindestens 21 Tage, um sich an eine neue Tätigkeit erst einmal zu gewöhnen. Danach ist es besonders wichtig, diese in den nächsten 90 Tagen weiterzuführen. In dieser Zeit verankert sich die neue Vorgehensweise im Unterbewusstsein und wird somit automatisch zu einer Routine.

Dieser Zeitraum einer ständig wiederholenden Übung verändert automatisch das Denkmuster. Nach 90 Tagen wirst du nicht mehr darüber nachdenken, sondern deinen Schreibtisch automatisch organisieren und aufräumen. Es wird zu einer neuen Gewohnheit!

Das menschliche Gehirn übernimmt Änderungen nicht auf einen Schlag. Diese müssen staffelförmig vorgenommen werden. Somit wird der Wandel erst einmal bewusst aufgenommen. Die 90 Tage sind somit die Lehrzeit, wobei die ständige Wiederholung derselben Aufgabe diese in eine Gewohnheit umwandelt.

Richtlinien, um mit neuen Gewohnheiten zu starten

Selbstmanagement

Klare Ziele setzen

Deine persönliche Motivation beachten, welche dich dazu führt, deine Ziele zu erreichen

 

Selbstoptimierung

Realistische Ziele entwerfen 

Leg die Hilfsmittel oder Ressourcen fest, welche dir helfen werden, deine Ziele zu erreichen

Zeitmanagement

Planen, wann und wo du die neue Gewohnheit einsetzen wirst

Wie kannst du neue Gewohnheiten erfolgreich schaffen?

Konzentriere dich auf deine vorab definierten Ziele und bemühe dich darum, diese zu erreichen.

Behalte die Kontrolle über deine Änderungen. Wiederhole deine neuen Aufgaben so oft, wie nötig. Denn nur mit Ausdauer und Beharrlichkeit erreichst du die ersehnten Ergebnisse.

Bewerte deine Ergebnisse. Dein Gehirn benötigt mindestens 21 Tage, um sich auf die neue Gewohnheit einzuspielen.

Mit den entsprechenden Vorsätzen und effektivem Zeitmanagement erreichst du deine ersehnten Ziele.

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5-Why-Methode: Warum du 5x Fragen solltest

5-Why-Methode: Warum du 5x Fragen solltest

Probleme im Unternehmen brauchen eine schnelle Lösung. Doch dafür muss erst einmal die Ursache bekannt sein, um die richtigen Maßnahmen einleiten zu können. Hier hat sich die 5 Why-Methode (5W-Methode) als hilfreich erwiesen. Es ist eine bewährte Fragetechnik aus dem Qualitätsmanagement, um an den Kern einer Ursache zu gelangen. Nur, wenn wir Ursache und Wirkung verstehen, lässt sich ein Problem dauerhaft lösen. Wir fragen so lange nach dem Warum, bis die Ursache ermittelt ist. Die Zahl 5 hat dabei eher eine symbolische Bedeutung, denn es ist durchaus erlaubt, mehr als fünf Fragen zu stellen. Durch den hohen Konkurrenzdruck, muss die Kundenzufriedenheit sehr hoch sein, damit die Kunden nicht zur Konkurrenz abwandern. Produkte sind austauschbar und da dürfen sich Unternehmen keine wiederholten Fehler leisten.

Kinder fragen oft nach dem Warum und Wofür und geben sich erst zufrieden, wenn alle Fragen beantwortet sind, denn sie möchten auf diese Weise an die Wahrheit herankommen. Auch wenn es uns Erwachsene nervt, ist dies eine geniale Methode für die Kleinen, um an neues Wissen zu gelangen. Das können sich Unternehmen zunutze machen, in dem sie diese Fragetechnik in ihr Qualitätsmanagement einbauen. Sobald ein Fehler zutage tritt, wird die Ursache durch die fünf Warum-Fragen identifiziert. Der Ursprung dieser Idee stammt aus Japan, von Toyoda Sakichi, dem Gründer der Toyota Industries Corporation. Er wollte bei defekten, automatisierten Webstühlen den eigentlichen Fehler möglichst schnell herausfinden.

Wofür wird die 5-Why Analyse einsetzt?

Die Menschen sollen sich wieder die Zeit nehmen, etwas genau zu beobachten und daraus Schlussfolgerungen ziehen. Deshalb ist es wichtig, das aufgetretene Problem erst einmal zu beschreiben, bevor die passende Lösung gefunden ist.

 

  • Was genau ist passiert?
  • Wann trat der Fall auf?
  • Trat es nur bei einem Kunden auf oder kommt es öfter vor?
  • Wofür und warum ist der reibungslose Ablauf wichtig?
  • Wie ist das Problem zutage getreten und wer hat sich beschwert?
  • Wer hat es entdeckt?
  • Welche Auswirkungen hatte das Problem? Haben wir dadurch einen Kunden verloren?

Auf jede Antwort erfolgen weitere Warum-Fragen

Mit der W-Fragetechnik wird dann jede Ebene hinterfragt. Auf eine Antwort erfolgt eine neue Warum-Frage. So gelangst Du zum Kern des eigentlichen Problems. Es ist eine Technik, um sich an den Wirkungszusammenhang heranzutasten. Überträgt man dies beispielsweise in eine Autowerkstatt, so könnte dies so aussehen:

Im Inspektionsservice ist eine Fahrzeugreinigung inbegriffen. Bei Abholung war das Kundenfahrzeug nicht gereinigt und der Kunde hat sich darüber beschwert.

Warum wurde das Fahrzeug nicht gereinigt? – Der Meister hat vergessen, die Fertigstellung der Reparatur zu melden.
Warum hat der Meister dies vergessen? – Weil er zurzeit allein in der Werkstatt arbeitet und damit für alle Autos zuständig ist.
Warum ist er allein in der Werkstatt? – Weil zwei Meister in der Werkstatt fehlen.
Warum fehlen 2 Meister in der Werkstatt? – Weil nicht alle Stellen besetzt sind.
Warum sind nicht alle Stellen besetzt? – Weil noch eine Stellenanzeige aufgegeben werden muss, der zuständige Mitarbeiter aber seit Wochen krank ist.

Hier liegt es an der Verzögerung einer Stellenanzeige. Der Meister ist überlastet und vergisst, die Servicemitarbeiter zu informieren. Dies ist ein sehr einfaches Beispiel, spiegelt aber den Kern diese Methode wider.

Oft gehen die Fragen-Antwort-Reihen in eine andere Richtung, als zunächst vermutet. Wir müssen darauf achten, dass wir das Problem einkreisen, um nicht den Fokus darauf zu verlieren. Daher sind mehr als 5 Fragen zwar in Ordnung, sollten aber auch nicht endlos weiter geführt werden, denn dann entfernen wir uns von der wirklichen Ursache. Wichtig ist, dass so lange nachgehakt wird, bis der fehlerhafte Prozess eindeutig identifiziert ist und sich nicht weiter aufteilen lässt.

Die eigentliche Ursache wird aufgedeckt

Wenn wir genau hinschauen, können wir die eigentliche Ursache identifizieren und daraufhin geeignete Maßnahmen ergreifen. Unser Team kann nun gemeinsam an einer Lösung arbeiten. Es ist dabei entscheidend, dass wir uns vor Ort ein genaues Bild machen, denn vom Schreibtisch aus können wir die Situation nicht vollständig erfassen. Es ist wichtig, dass wir uns mit den zuständigen Personen austauschen und den Sachverhalt sorgfältig erörtern. Dabei sollten wir die Bedeutung eines reibungslosen Ablaufs verstehen und wie dieser die Zufriedenheit unserer Kunden beeinflusst. Wir sollten jedoch vorsichtig sein, keine falschen Schlüsse zu ziehen, da es zunächst nur um eine Bestandsaufnahme geht. Sobald die Ursache festgestellt wurde, müssen wir sie beheben. Dies erreichen wir beispielsweise durch einen Maßnahmenplan, der auch zeitliche Vorgaben enthält. Eine kontinuierliche Kontrolle und Überprüfung sind dabei von großer Bedeutung, um den Erfolg unserer Maßnahmen sicherzustellen. Es kann auch notwendig sein, die Überprüfung regelmäßig durchzuführen, zum Beispiel bei Wartungsarbeiten.

Nicht die Geduld verlieren

Hier ist Geduld erforderlich, gerade dann, wenn die Ursache tief im System verborgen liegt und sich seit Jahren eine fehlerhafte Routine eingeschlichen hat, kann es mit der passenden Lösung etwas dauern. Oft wird zu früh abgebrochen, dann tritt das Problem wieder neu auf.

Diese Technik eignet sich sowohl für kleine, als auch für große Firmen, da es überall Abläufe gibt, die hinterfragt werden müssen. Große Unternehmen legen oft  wissensbasierte Fehler- und Maßnahmen-Kataloge an, um einen Leitfaden zu bieten. Damit lassen sich alle Fragen besser steuern. Durch zahlreiche Erweiterungen der 5-Why-Technik lassen sich selbst große Herausforderungen lösen.

Technik defekt

Wo liegen die Grenzen der 5-Why-Methode?

Wofür ist diese Methode weniger geeignet? Bei der 5 Why-Technik wird immer nur ein Einzelfall behandelt, daher lassen sich Probleme, die mehrere Ursachen haben, schwerer lösen. Um hier die richtigen Fragen zu stellen, ist viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl notwendig, denn es kann zu Schuldzuweisungen und Streit kommen. Hier müssen weitere Analysemethoden zurate gezogen werden.

Dennoch hat sie 5-Why-Methode viele Vorteile, da sie die Kommunikation und Zusammenarbeit im Betrieb fördert.  Eine oberflächliche Lösung wird dadurch vermieden und ein Nacharbeiten ist überflüssig. Überall, wo es auf Effektivität ankommt, müssen wir genau nach dem Warum und Wofür fragen, um Fehler zukünftig zu vermeiden. Erst dann können wir die richtigen Entscheidungen treffen.

Auch im privaten lässt sich die Technik auf viele Fälle anwenden, um vieles besser zu verstehen.

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Interne Kommunikation – So geht’s besser

Interne Kommunikation – So geht’s besser

Vorteile einer optimierten Mitarbeiterkommunikation

Die interne Kommunikation hat einen erheblichen Einfluss auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter und folglich auch auf den Erfolg eines Unternehmens. Leider fehlt vielen Unternehmen bisher noch das Bewusstsein dafür.

Zur internen Vermittlung von Informationen zählen alle Vorgänge, welche innerhalb des Unternehmens zu der geschlossenen Kommunikation gehören. Klar verständliche und nachvollziehbare Informationen tragen zur Identifikation und Motivation bei Führungskräften und Mitarbeitern gleichermaßen bei.

Die reibungslose interne Kommunikation ist ein wichtiger Bestandteil bei der Motivation und Zufriedenheit deines Teams. Die Loyalität gegenüber dem Unternehmen wird gestärkt. In der Folge wirkt sich dies positiv auf die Mitarbeiterbindung sowie das Erreichen der Unternehmensziele aus. Überlege dir bei jeder Information, wie du dich dabei als Mitarbeiter fühlen würdest. Reflektiere dich selbst und versetze dich in die Rolle deiner Mitarbeiter.

Die häufigsten Kommunikationsfehler, die du vermeiden solltest

Wenn du potenzielle Fehler erkennst und bereit bist zu beseitigen, kann der interne Informationsfluss optimiert werden und Missverständnisse vermieden werden. Unbewusste Fehler bei der Weitergabe von Informationen können Unsicherheit bei den Angestellten aufkommen lassen.

Kommunikation mit zu wenig oder keiner Wertschätzung

Die Arbeitnehmer erwarten von dir als Vorgesetzten nicht nur Informationen, sondern auch die Wertschätzung und Anerkennung. Das gleiche würdest du schließlich auch von deinen Vorgesetzten erwarten. Diese sollten in eine interne Kommunikation einfließen, digital oder persönlich. Ein kleiner Aufwand mit großer Wirkung bei der Motivation und Zufriedenheit deiner Mitarbeiter.

Herablassende Kommunikation

Nicht nur was, sondern auch wie du kommunizierst, ist maßgebend.

Wie du Informationen übermittelst, spielt eine wesentliche Rolle. Vermeide eine herablassende Art, welche dir vielleicht gar nicht bewusst ist. Als Vorgesetzter solltest du in den Mitarbeitern zuerst den Menschen sehen und auf eine respektvolle sowie wertschätzende Kommunikation achten. Das gilt auch für den Dialog, unabhängig ob persönlich oder digital.

Information erfolgt nicht ehrlich und transparent

Informationen gar nicht weiterzuleiten ist fast genauso falsch, wie unwahre oder unzureichende Informationen weiterzugeben. Die Zurückhaltung von Informationen kann zu Gerüchten, Vermutungen und dem Verlust von Vertrauen führen. Die Mitarbeiter machen sich eigene Gedanken und malen sich untereinander Szenarien auf, welche auch mal stark von der Realität abweichen können.

Unwahrheiten kommen irgendwann immer ans Tageslicht und führen seitens der Mitarbeiter zu hohen Vertrauenseinbußen. Beuge Missmut und Gerüchten vor, indem du den Kollegen gegenüber immer aufrichtig bist.

Fehlender Dialog

Die reine Weitergabe von Informationen ist nicht ausreichend. Du solltest den Dialog mit deinen Mitarbeitern suchen und ihnen die Möglichkeit zur Stellungnahme oder einem Feedback geben. Dies kannst du in persönlichen Gesprächen, Teambesprechungen und Meetings tun. Vielleicht hast du auch die Möglichkeit, eine interne Anlaufstelle zu bilden, wie beispielsweise einen zuständigen Mitarbeiter aus jeder Abteilung als Ansprechperson.

Fehlende Aufbereitung der Informationen

Informationen und Daten müssen verständlich und zielgruppenorientiert aufbereitet sein. Nicht alle Mitarbeiter können mit einer Mitteilung, die für dich klar erscheint, etwas anfangen. Achte auf Formulierungen, die kein spezielles Insiderwissen verlangen, wenn du eigentlich die gesamte Belegschaft informieren willst.

Kommunikation ohne Zielrichtung

Mitteilungen kannst du erst dann gezielt übermitteln, wenn klar ist, welche Informationen für die Arbeitnehmer erforderlich und von Interesse sind. Abteilungsrelevante Informationen solltest du auch nur in den relevanten Abteilungen kommunizieren. Damit verhinderst du, dass wichtige Informationen irgendwann durch die hohe Informationsflut keine Beachtung mehr finden.

Meetings können auch mal unproduktiv sein

Maßnahmen zur verbesserten internen Kommunikation

Du solltest direkt prüfen, welche Kommunikationswege es derzeit im Unternehmen gibt.

Wird die interne von der externen Kommunikation getrennt?

Wie erfolgt der Informationsfluss innerhalb des Unternehmens?

Werden immer noch E-Mails von einem Kollegen zum anderen weitergeleitet?

Wie werden Telefonate dokumentiert oder Rückrufbitten ausgerichtet?

Sind deine Mitarbeiter stets informiert und gibt es für sie eine einfache Möglichkeit der Informationsbeschaffung?

Werkzeug um die Kommunikation zu verbessern

Wenn du bei einigen dieser Punkte Verbesserungspotential siehst, könnte das zentrale XRM-System infra-struktur dir dabei helfen, sowohl die interne als auch externe Kommunikation auf ein neues Level zu bringen. Alle Informationen zentral verwalten, Informationen teilen und stets auf dem Stand der Dinge bleiben.

infra-struktur bietet dir als XRM-Bürosoftware einen digitalen Arbeitsplatz mit Lösungen für einfache Zusammenarbeit und mehr Durchblick im gesamten Unternehmen. Schluss mit Informationslücken oder Missverständnissen!

Das Ziel? Endlich alles Wichtige an nur einem Ort!

infra-struktur: Das Upgrate für eure Kommunikation

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Mitarbeiterzufriedenheit & Mitarbeitermotivation

Mitarbeiterzufriedenheit & Mitarbeitermotivation

Die Mitarbeiter sind das Kapital eines Unternehmens. Doch nicht nur die Optimierung von Prozessen ist von Relevanz, wenn es darum geht, eben jene Mitarbeiter am Arbeitsplatz einzubinden und auch die Leistung zu fördern. Es ist auch die Zufriedenheit, welche eine Rolle spielt und dazu führt, dass produktiv und mit hoher Motivation gearbeitet wird. Die Mitarbeiterzufriedenheit ist mit der Mitarbeitermotivation eng verbunden.

Zufriedene Mitarbeiter werden seltener krank, sind nachweislich produktiver und engagieren sich auch mehr bei der Arbeit. Deshalb sollte es für jedes Unternehmen erstrebenswert sein, motivierte Mitarbeiter zu haben und ihnen  stets das Gefühl zu geben, ein wichtiger Bestandteil des Erfolgs zu sein.

Wie können Zufriedenheit und Motivation gefördert werden?

Damit der Arbeitsplatz produktiv und mit Motivation genutzt werden kann, ist es wichtig, einen besonderen Umgang im Unternehmen zu pflegen. Wir alle fühlen uns besser, wenn man uns wertschätzend und auch entgegenkommend begegnet. Als Führungskraft ist es somit von besonderer Bedeutung auch im Umgang ein Vorbild zu sein und die Mitarbeiter darin zu bestärken, ebenso miteinander umzugehen. Zufriedenheit und Motivation am Arbeitsplatz hängen schließlich sehr eng mit dem Wohlfühlfaktor zusammen.

zuständigkeit

Produktiv arbeiten Mitarbeiter am Arbeitsplatz in der Regel auch dann, wenn sie eine fordernde Aufgabe erhalten und somit in die Lage versetzt werden, das Unternehmen nachhaltig voranbringen zu können. Vertrauen in die Mitarbeiter haben und auch größere Prozesse in ihre Hände zu legen bedeutet, Leistung zu fordern und gleichzeitig die Mitarbeiterzufriedenheit zu fördern. Schließlich fühlen wir uns alle besser, wenn wir genau spüren, dass jemand auf uns vertraut.

Leider kann der Grad hin zur Überforderung manchmal schmal sein.  Deshalb gilt es immer wieder im gemeinsamen Gespräch herauszufinden, welche Aufgabenbereiche bereits eigenständig erledigt werden können.

Eine große Mitarbeitermotivation kann auch dann erreicht werden, wenn die eigenen Talente und Stärken der Mitarbeiter in optimaler Art und Weise eingesetzt werden. Bei allem „Feinschliff“ an vermeintlichen Schwächen sind es doch Stärken und Fähigkeiten, die uns ausmachen und auf die wir uns im Arbeitsprozess immer wieder fokussieren müssen. Es trägt außerdem zur Zufriedenheit bei, wenn bei auftretenden Problemen und Schwierigkeiten nicht die Schuldfrage gestellt wird. Stattdessen sollte das Gespräch im Vordergrund stehen, in welchem Unterstützung zugesichert wird. Hier kann Vertrauen entstehen und die Mitarbeiterzufriedenheit mit einer solchen Vorgehensweise wird sich sicherlich auch in der Leistung widerspiegeln.

Motivation durch Identifikation

Selbstverständlich ist auch das Gehalt für Mitarbeiter von elementarer Bedeutung, wenn es um die Themen Mitarbeiterzufriedenheit und Mitarbeitermotivation geht. Ein angemessenes Gehalt zeigt, dass man wertgeschätzt wird und führt am Arbeitsplatz dazu, dass Zufriedenheit entsteht, weil man den Lohn seiner Arbeit auch auf finanzieller Ebene sehen kann.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Einbindung der Mitarbeitenden in verschiedenste Entscheidungsprozesse. Die Zufriedenheit wird gesteigert, wenn klar ist, dass man in eine Richtung steuert, die sowohl von den letztlich Entscheidungsträgern, als auch von den anderen Mitarbeitenden vollkommen getragen wird. So kann die Motivation und auch die Leistung auf ein neues Level gehoben werden, denn wer sich vollends mit einer Sache oder einer Entwicklung identifiziert, der wird mehr dafür tun, diese voranzubringen. Auch sehr konkrete Zielvorgaben können in einem gemeinsamen Gespräch und unter Einbeziehung der Mitarbeitenden erarbeitet werden.

Motivation am Ort der Arbeit richtet sich in vielen Fällen auch an Zielen,  die von elementarer Bedeutung sind und eine Richtung bei der Arbeit vorgeben. Es besteht die Möglichkeit, Ziele zu entwickeln, die fordern und so eine hohe Motivation mit sich bringen und die gleichzeitig sehr produktiv für die Entwicklung des Unternehmens sind.

Frollege - wenn aus Kollegen Freunde werden

Steigende Motivation durch Verbesserung der Arbeitsatmosphäre

Bereits angeklungen ist, dass wer sich am Arbeitsplatz wohlfühlen, am Ende in der Regel auch eine größere Motivation spüren wird. Hierbei kommt es nicht nur auf das Verhältnis zu den Entscheidungsträgern an, sondern auch auf das Innenverhältnis der Mitarbeitenden. Dieses kann beispielsweise durch verschiedene gemeinsame Events gestärkt und noch weiter gefördert werden. Weiterhin kann ein hohes Maß an Transparenz dazu führen, dass man sich stets bestens informiert fühlt und weiß, wer an welchen Stellen welche Entscheidungen trifft. Eine große Transparenz ist nicht nur für das Fortkommen im Unternehmen und die Klarheit von Entscheidungsprozessen wichtig, sondern auch für die Zufriedenheit und die Klarheit der Mitarbeiter. Wir Menschen haben den Anspruch und das Bedürfnis, dass wir uns stetig weiterentwickeln. Nun gilt es, von unternehmerischer Seite her tätig zu werden und den Raum zu schaffen, welcher hierfür notwendig ist. Gelingt es, Potenziale zu entfalten und die Chance zu geben, sich auch intern fortentwickeln zu können, ist es ein Segen für jedes Unternehmen. Die Mitarbeitenden werden so auch langfristig eine Perspektive sehen, was die Arbeit am Tagesgeschäft deutlich erleichtert und verbessert.

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