Das Büro ausmisten mit der KonMari Methode

Das Büro ausmisten mit der KonMari Methode

Bild: © 2020 Kostikova Natalia/Shutterstock.

Im Büro sammelt sich manchmal schnell Chaos an. Mal ist es die Schreibtischschublade, die vor lauter Papieren überläuft und mal ist es der Schrank, der zum Aufbewahrungsort für alle Dinge wird, die man „später bestimmt noch mal braucht“. Wenn du gezielt das Chaos in deinem Büro angehen möchtest, könnte dir die KonMari Methode helfen.

Wer ist Marie Kondo?

Marie Kondo ist in den letzten Jahren durch ihren Bestseller „Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert“ bekannt geworden. Darin beschreibt sie, wie mithilfe des Prinzips der KonMari Methode der Haushalt perfekt organisiert werden kann. Sie geht dabei auf die unterschiedlichen Gegenstände ein und wie durch gezieltes Ausmisten und Sortieren Schritt-für-Schritt Ordnung einkehren kann. Dabei werden sowohl Methoden zum Aussortieren als auch zum Ordnen und Organisieren in Schränken und Schubladen behandelt. Außerdem geht Marie Kondo darauf ein, wie Gewohnheiten zur Ordnung beibehalten werden und damit der Zustand des Hauses erhalten bleibt. Marie Kondo ist schon in jungen Jahren als Beraterin zum Aufräumen und Ordnung halten tätig gewesen und hat in diesem Rahmen ihre Methode erprobt. Die Japanerin ist weltweit für ihre einzigartige Aufräumtechnik bekannt und hilft durch einfache Mittel auch den unordentlichsten Menschen ihre Gewohnheiten abzulegen.

Was ist die KonMari Methode?

Die KonMari Methode ist keinesfalls ein Prinzip, um in einem minimalistischen Haushalt zu leben. Im Vordergrund steht vor allem, dass die Dinge, die man besitzt, zu einem erfüllten Leben beitragen und ein Haushalt frei von Ballast wird. Dabei wird für die Dinge, die man gern hat, ein Platz geschaffen, an dem sie hingehören. Es geht darum, einen Raum zu schaffen, in dem ausschließlich Dinge sind, die einen Mehrwert liefern.

Mit den folgenden Schritten kann die KonMari Methode angewandt werden:

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Der richtige Zeitpunkt

Wer mit der KonMari Methode aufräumen möchte, benötigt zunächst einmal Zeit. Das Aussortieren von Schränken und Schubladen darf nicht halbherzig passieren und sollte mit einer klaren Vision einhergehen. Die Zeit und Mühe, die in das Sortieren und Aufräumen investiert werden, lohnen sich am Ende auf jeden Fall!

Die Vision vom Ergebnis

Bevor es mit dem Aussortieren losgeht, sollte sich eine Vision vom Ergebnis gemacht werden. Bei dem Prinzip der KonMari Methode geht es nämlich nicht darum, für einen bestimmten Anlass aufzuräumen, sondern um eine langfristige Veränderung des Lebensstils. Es können beispielsweise online verschiedene Inspirationen für Ordnung gesammelt werden, die dann als Vision dienen.

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Erst Aussortieren, dann Aufräumen

Der Fokus liegt immer darauf, die Dinge zu behalten, die man liebt und den restlichen Ballast auszusortieren. Marie Kondo empfiehlt, Schränke komplett auszuleeren, die Gegenstände auf dem Boden in Kategorien zu sortieren (z. B. Ordner, Locher) und dann für jedes einzelne Teil zu entscheiden, ob es Freude auslöst. Wenn dies nicht der Fall ist, wird dies mit Dankbarkeit aussortiert. Anschließend wird für alle Gegenstände, die bleiben, ein fester Platz gefunden oder geschaffen.

Die wichtigste Regel der KonMari Methode

Wenn es um das Prinzip der KonMari Methode geht, steht das Aussortieren zunächst im Vordergrund. Dabei ist die Frage „Löst es Freude aus?“ besonders wichtig um zu entscheiden, welche Gegenstände bleiben dürfen und welche aussortiert werden. Das einzelne Betrachten und Bewerten ermöglicht es, dass sowohl sentimentale Dinge als auch praktische Gegenstände erhalten bleiben.

Aufräumen in Kategorien

Viele Menschen tendieren dazu zunächst in ganzen Räumen Ordnung zu schaffen, weil dies schnell einen oberflächlich aufgeräumten Eindruck vermittelt. Mit dem Prinzip der KonMari Methode funktioniert das Aufräumen allerdings nach Kategorien. Hier werden Schränke der gleichen Kategorie gemeinsam aufgeräumt. So kann man sich leichter einen Überblick verschaffen.

Der feste Platz

Der feste Platz ist wohl eins der wichtigsten Prinzipien, um dauerhaft einen ordentlichen Zustand beizubehalten. Nach dem Aussortieren erhält jedes Teil einen festen Platz, an den es nach dem Benutzen wieder zurückkehrt. Das ermöglicht ein Zeitersparnis, da Dinge nie gesucht werden müssen und behält die Ordnung bei.

Wie lässt sich die KonMari Methode im Büro anwenden?

Nicht nur zu Hause sammelt sich schnell Chaos an, sondern auch im Büro. Aber auch hier kann mit der KonMari Methode das Chaos erfolgreich und dauerhaft zur Geschichte werden. Die Prinzipien der KonMari Methode können im Büro genauso wie zu Hause Anwendung finden. Dabei sollten Schränke und Schubladen ebenfalls in Kategorien aussortiert und aufgeräumt werden. Die Frage „Löst es Freude aus?“ mag bei manchen Bürogegenständen zunächst etwas abstrakt erscheinen, kann aber trotzdem dabei helfen Ordnung zu schaffen. So ist die Frage nach Freude im Kontext von Büroräumen vielleicht eher als eine Frage des Mehrwerts zu verstehen. Dabei können beispielsweise doppelte oder alte Büroutensilien, die man nicht mehr benötigt, aussortiert werden.

Im Büro können außerdem die folgenden Tipps zu Ordnung im Alltag beitragen:

Papiere sortieren
Papiere sollten immer direkt in Kategorien einsortiert werden. Alles, was nicht mehr benötigt wird, sollte sofort weggeworfen werden.

Digitalisieren
Wichtige Unterlagen sollten immer in digitaler Form vorliegen. Die Ordnung in digitalen Ablagesystemen ist mindestens genauso wichtig, wie im analogen Bereich. Ein automatisches Backup bietet doppelte Sicherheit.

Kleinkram sortieren
Beschriftete Aufbewahrungsbehälter vereinfachen das Sortieren von Kleinkram wie Büromaterialien, Elektrozubehör und Lebensmitteln.

Schreibtisch nicht als Ablage nutzen
Alles sollte einen Platz haben und das ist in der Regel nicht der Schreibtisch.

Ordentlicher Arbeitsplatz

Was sind die Vor- und Nachteile der KonMari Methode im Büro?

Die KonMari Methode vereinfacht das Ordnung halten, indem sie klare Regeln aufstellt, nach denen aussortiert und aufgeräumt wird. Ein großer Vorteil der Methode zum Aufräumen nach Marie Kondo ist, dass sie auf langfristigen Erfolg ausgelegt ist und sich damit die investierte Zeit nachhaltig lohnen kann. Auch die Tatsache, dass Achtsamkeit gegenüber den aussortierten Dingen praktiziert werden soll, kann langfristig dazu führen, dass bei der Anschaffung neuer Gegenstände bewusster eine Kaufentscheidung getroffen wird. Ein klarer Nachteil der KonMari Methode ist der zeitliche Aufwand, der zwar langfristig ein Zeitersparnis bringen soll, allerdings trotzdem zunächst viel Mühe und Arbeit abverlangt.

Hausverwaltung sorgt für bessere Kommunikation

Hausverwaltung sorgt für bessere Kommunikation

Die Lippstädter Hausverwaltung blickt auf mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Verwaltung von Wohnungseigentümergemeinschaften, Gewerbe- und Wohnungsmietobjekten zurück. Die Wünsche ihrer Kunden sind so individuell, wie die Immobilien, die sie verwalten.

Die Anforderungen eines stetig wachsenden Unternehmens sorgen mit der Zeit für ein hohes Kommunikationsaufkommen – sowohl intern als auch extern. „Je größer wir wurden, desto schwieriger war es, die Kommunikation aller Beteiligten unter einen Hut zu bekommen. Nicht jeder der acht Mitarbeiter bekam alles mit. Unzählige Klebe- und Notizzettel machten im Krankheitsfall eine Vertretung nicht einfach“, schildert Marlies Jungemann die Situation. „Hier brachte die Software infra-struktur die Lösung.“

Schneller reagieren + gut Bescheid wissen = zufriedenere Kunden!

Bei der Verwaltung von mehr als 1.800 Einheiten und einem Aufkommen von rund 17.000 Anrufen pro Jahr, die bearbeitet werden müssen, kamen die Mitarbeiter organisatorisch an ihre Grenzen. infra-struktur löste das Monopolwissen auf und sorgte für eine neue, transparente Unternehmenskommunikation. Jeder Mitarbeiter kann jetzt zu jeder Zeit auf alle Informationen zugreifen. Dadurch kann gezielt Auskunft gegeben werden. Rückrufe erfolgen deutlich schneller. „Wir haben die Reaktionszeiten unserer Mitarbeiter stark verkürzt. Dies alles hat maßgeblich zu einer erhöhten Zufriedenheit unserer Kunden beigetragen“, freut sich Frau Jungemann.

Ampelsystem rot-gelb-grün informiert über Bearbeitungsstatus – auch von Kollegen

Bearbeitungsstatus

Besonders überzeugend war für das Team der Lippstädter Hausverwaltung das Ampelsystem in der infra-struktur. „Jetzt können wir anhand der Farben rot-gelb-grün immer sehen, in welchem Status sich z.B. eigene Aufgaben und die von Kollegen befinden. So können wir nun jederzeit ohne große Recherche und Rückfragen kompetent auf alle Fragen unserer Kunden antworten.

Durch die Cloud-Software können wir jetzt auch von zu Hause aus schnell reagieren

Besonders flexibel sind wir nun auch in Notfällen, z.B. bei einem Rohrbruch am Wochenende. Dank der Cloud-Software können wir einfach von zu Hause mit infra-struktur arbeiten. Anhand der digitalen Objektakten können wir schnell ermitteln, welcher Handwerker für welches Objekt zuständig ist. Schnelle Hilfe kommt bei unseren Kunden in solchen Fällen natürlich besonders gut an“, resümiert Jungemann.

Transparenz wird bei uns gelebt. Mit infra-struktur kann nun jeder Mitarbeiter immer eine Auskunft geben. Unsere Kunden sind begeistert von unseren schnellen Reaktionszeiten!“

Marlies Jungemann

Lippstädter Hausverwaltung

Projektsteckbrief

Unternehmen
Lippstädter Hausverwaltung Brüssau & Klocke OHG
Rixbecker Straße 24
59555 Lippstadt
www.lippstaedter-hausverwaltung.de

Ansprechpartner Frau Jungemann

Branche: Hausverwaltung
Anzahl Mitarbeiter: 8
infra-struktur Anwender: 8

Projektziele
Auflösung des Monopolwissens einzelner Mitarbeiter und Einführung einer transparenten Unternehmenskommunikation, bei der alle Mitarbeiter stets optimal informiert sind.

Lösung
Einführung der Software „infra-struktur“ in 2009, um die Reaktionszeiten der Mitarbeiter gegenüber den Kunden zu verkürzen.

10 10 10 Methode – Bessere Entscheidungen treffen

10 10 10 Methode – Bessere Entscheidungen treffen

Kurzfristige & langfristige Entscheidungen

Nicht immer fällt es leicht, eine Entscheidung zu treffen. Je nachdem wie umfangreich die Sachlage ist oder wie bedeutend die Entscheidung ist, will ein Entschluss wohl überlegt sein. Wenn du für eine Entscheidung stehst, dann wünscht du dir eine möglichst leichte und schnelle Lösung. Aber nicht immer erkennst du auf Anhieb, welche Entscheidung die richtige ist. Entscheidungen sind auch immer damit verbunden, ein bestimmtes Risiko einzugehen. Auch beruhen viele Entscheidungen auf unsicheren Faktoren. Wer weiß schon immer genau, welchen Einfluss die Entscheidung langfristig haben wird? Dabei kann man grundsätzlich beobachten, dass Menschen entweder nur sehr kurzfristig über die Konsequenzen nachdenken oder auf der anderen Seite jede Entscheidung als einschneidend empfinden und hierdurch mit langfristigen Veränderungen in ihrem Leben rechnen.
Es gibt aber Möglichkeiten, wie es dir leichter fällt, eine Entscheidung zu treffen und Klarheit zu finden. Mit der sogenannten 10 10 10 Methode kannst du strukturiert an die Aufgabenstellung herangehen und abwägen, welche Entscheidung die beste Wahl ist.

Die Ursprünge Der 10 10 10 Methode

Die 10 10 10 Methode wurde ursprünglich von Suzy Welch entwickelt. Die Basis der 10 10 10 Methode liegt darin, dass du deine Entscheidungsfindung in drei verschiedene Fragestellungen überträgst, wobei du hier jeweils die Vor- und Nachteile benennen musst. Hierbei betrachtest du die Auswirkungen deiner Entscheidungen bezogen auf unterschiedliche Zeitspannen.

Dabei stellst du dir zunächst einmal die Frage, was du über deine Entscheidung in 10 Minuten denken würdest.
Danach fragst du dich, wie deine Blickweise in zehn Monaten wäre und anschließend, wie es sich in zehn Jahren verhält. So kannst du dir genau die Folgen und Konsequenzen deiner Entscheidungen vor Augen führen.

Bevor du die Methode anwenden kannst, ist es wichtig, alle nötigen Informationen zu sammeln und diese aufzulisten. Im nächsten Schritt schaust du über diese Liste und fängst an, sie zu priorisieren. Hier geht es auch darum, dass du dir darüber klar wirst, welche Ziele und Wünsche du hast. Du solltest darüber nachdenken, welche Zielsetzungen du verfolgst und welche Resultate am Ende auf gar keinen Fall entstehen sollen. Mit der Erkenntnis über den eigenen Standpunkt fällt es dir leichter, die Pro-und Contra- Positionen gegeneinander aufzuwiegen. Du wirst zudem davor bewahrt, eine Entscheidung aus einer aktuellen Emotion heraus zu treffen. Dies verschafft dir mehr Objektivität und einen klareren Blick auf die Dinge.

Die Besonderheiten der einzelnen Zeitvorgaben


10 Minuten

Im ersten Schritt geht es um die Betrachtung der Folgen in den nächsten 10 Minuten. Hierbei handelt es sich um eine Zeitspanne, die sehr greifbar und nah liegt. Dies bedeutet, dass du erkennen kannst, welche direkten Folgen deine Entscheidung haben wird. An diesem Punkt ist es sinnvoll, wenn du deine Gefühle mit einfließen lässt, um abschätzen zu können, was die genauen Beweggründe für deine Entscheidung sind.

10 Monate

Die nächste Betrachtungsspanne sind die nächsten zehn Monate. Hierbei handelt es sich um die mittelfristigen Auswirkungen deiner Entscheidung. Es ist möglich, innerhalb dieser Zeitspanne gewisse Prozesse zum Laufen zu bringen und die Basis für die Zukunft zu begründen.

10 Jahre

Im letzten Schritt beurteilst du, welche Konsequenzen deine Entscheidung in zehn Jahren nach sich zieht. Hierbei handelt es sich um die langfristige Betrachtungsweise. Es geht auch darum, die konkreten Lebensziele infrage zu stellen und sich zu überlegen, wo man in zehn Jahren stehen möchte. Die folgenden Entscheidungen haben in diesem Fall Auswirkungen auf die langfristige Zukunft. Wenn du alle Zeitparameter mit Antworten gefüllt hast, sind die Ergebnisse vergleichbar. Du musst dir nun ausreichend Zeit nehmen, um die Antworten zu reflektieren und genauer zu vergleichen. Es geht darum, verschiedene Lösungsansätze und mögliche Varianten zu finden. Dabei ist es sehr wichtig, dass du auf deine ehrlichen Gedanken und Gefühle zurück greifst.

Entscheidungen treffen

Vorteile der 10 10 10 Methode – leicht & Verständlich

Wenn du die 10 10 10 Methode anwendest, kannst du von einigen besonderen Vorteilen profitieren. Der erste Pluspunkt ist, dass die Umsetzbarkeit sehr leicht und verständlich ist. Es ist nicht nötig, dass du dich erst in umfangreiche Methoden einliest oder dir ein größeres Equipment anschaffst. Die Einfachheit der 10 10 10 Methode erlaubt es dir, sie allerorts durchzuführen. So kannst du die 10 10 10 Methode für jede anstehende, wichtige Entscheidung zu jedem Zeitpunkt nutzen. Ein weiterer Vorteil ist, dass eine ganz klare Abwägung möglich ist. Durch die gezielte Niederschrift der einzelnen Pro- und Contrapunkte entsteht eine besondere Vergleichbarkeit. Risiken lassen sich mit diesem System ebenso wie Chancen konkreter einschätzen und auf einen gezielten Zeitraum eingrenzen. Die Angst vor den Konsequenzen einer Entscheidung führt bei vielen Menschen dazu, dass sie sich vor Entscheidungen scheuen und versuchen, um diese herum zu kommen. Die 10 10 10 Methode erlaubt es dir aber, aktiv zu werden und deine Entscheidungen bewusst zu fällen. Du musst dir immer ehrlich die Frage stellen, welche möglichen Folgen deine Entscheidung gehabt hätte, wenn du sie getroffen hättest. In diesem Falle hast du deine Entscheidung ja getroffen und kannst somit die Konsequenzen unmittelbar und auch langfristig absehen. Die Vorgabe der Zeiträume ist darüber hinaus nur eine grobe Empfehlung. Du hast natürlich auch die Möglichkeit, dir andere Zeitparameter zu überlegen. Du solltest nur sicherstellen, dass deine Zeiträume immer kurz-, mittel- und langfristig sind.

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Hawthorne Effekt: Produktivität steigern durch Aufmerksamkeit

Hawthorne Effekt: Produktivität steigern durch Aufmerksamkeit

Wie der Hawthorne Effekt hilft die Produktivität zu steigern

Maximale Produktivität aus den Mitarbeitern herauszuholen, kann entscheidend für den Erfolg und die Rentabilität deines Unternehmens sein. Nutzt du dabei den Hawthorne Effekt, hilft dir das, einen Management-Stil zu entwickeln, der auf Steigerung der Produktivität ausgelegt ist.

Was ist der Hawthorne Effekt?

Der Hawthorne Effekt geht auf ein Experiment zurück, das zwischen 1924 und 1932 in der Elektrofabrik Hawthorne Works in Illinois, USA, durchgeführt wurde. In der Studie veränderten die Forscher die Lichtverhältnisse in der Fabrik, um zu sehen, welchen Effekt dies auf die Leistung der Mitarbeiter hatte. Das überraschende Ergebnis: Es war egal, ob das Licht heller oder dunkler war. Praktisch jede Änderung der Bedingungen am Arbeitsplatz führte zu gesteigerter Produktivität, weil die Änderungen den Mitarbeitern das Gefühl gaben, dass das Management ihnen und ihren Arbeitsbedingungen Aufmerksamkeit schenkte. Weiter unterstützt wurde dieses Ergebnis durch Experimente in anderen Firmen, bei denen man nicht nur die Lichtverhältnisse, sondern auch die Anordnung der Schreibtische, die Zusammenstellung von Teams und zahlreiche andere Dinge veränderte. Nicht das Licht oder der neue Schreibtisch lösten ein anderes Verhalten aus, es war einfach das Gefühl, mehr Aufmerksamkeit zu bekommen.

Den Hawthorne Effekt im eigenen Unternehmen integrieren

Jetzt weisst du, dass es beim Hawthorne Effekt vor allem um Aufmerksamkeit geht. Du musst deinen Mitarbeitern das Gefühl geben, ein wichtiger Bestandteil deines Unternehmens zu sein. Wenn du sie dazu ermutigst, sich in Entscheidungen am Arbeitsplatz und im Betrieb einzubringen, fühlen sie sich als Teil eines Teams, welches das gemeinsame Ziel verfolgt, das Unternehmen profitabler zu machen.

Dazu musst du dich zuerst in die Lage deiner Mitarbeiter versetzen. Versuche, den Geschäftsbetrieb aus ihrer Sicht zu sehen. Von diesem Punkt aus überlegst du dir, was du tun kannst, um ein Gefühl der Teamarbeit und eine größere Beteiligung am Gesamterfolg des Unternehmens zu fördern. Organisiere Gruppensitzungen mit den Mitarbeitern und erörtere mit ihnen gemeinsam, welche Änderungen an den Betriebsabläufen ihre Arbeitsbedingungen verbessern könnten. Dadurch fühlen sie sich wertgeschätzt, bekommen das Gefühl, mitbestimmen zu können und werden sich letztendlich deutlich produktiver in deinem Unternehmen einbringen.

Auch außerhalb von Meetings solltest du stets ein offenes Ohr für Wünsche deiner Mitarbeiter haben und leicht erreichbar sein, wenn sie Fragen haben. Schenke ihnen deine wertvolle Aufmerksamkeit. Weil die Hawthorne-Studien zu dem Schluss kamen, dass im Allgemeinen jede Veränderung am Arbeitsplatz dazu neigt, den Hawthorne Effekt auszulösen, solltest du in regelmäßigen Abständen Änderungen vornehmen. Die effektivsten Veränderungen sind natürlich die, die aus dem Input der Mitarbeiter resultieren. Ihnen solltest du immer den Vorzug geben.

Wertschätzung der Mitarbeiter: Würdige besonders gute Ideen

Menschen werden nicht ausschließlich durch wirtschaftliche Faktoren motiviert, sondern vielmehr durch emotionale Faktoren, wie das Gefühl einbezogen zu werden und Aufmerksamkeit zu erhalten. Es ist wichtig, gute Ideen zu würdigen. Viele Unternehmen haben davon profitiert, wenn jüngere Mitarbeiter gehört wurden und ihre Ideen geschätzt wurden. Es ist wichtig, dass die Mitarbeiter das Gefühl haben, dass ihre Ideen und Anliegen gehört werden und dass sie zu einem gemeinsamen Ziel beitragen.

Mitarbeiter arbeiten motivierter, wenn ihre Leistungen gewürdigt werden

Den Hawthorne Effekt zur besseren Führung nutzen: Beobachten ja, überwachen nein

Der Hawthorne Effekt besagt auch, dass Mitarbeiter dazu neigen, bessere Leistungen zu erbringen, wenn sie stärker beobachtet werden. Diese Aussage solltest du mit Vorsicht genießen. Es geht nicht um totale Überwachung auf Schritt und Tritt. Das würde den Hawthorne Effekt ins Gegenteil umkehren und die Produktivität massiv senken. Es geht vielmehr darum, dass du als Führungskraft die gute Arbeit deiner Mitarbeiter zur Kenntnis nimmst und sie würdigst. Aufmerksamkeit für das, was deine Mitarbeiter tun, bringt wunderbare Ergebnisse.

Die richtigen Leute in der richtigen Gruppe steigert Produktivität

Mitarbeiter, die normalerweise produktiv sind, können unproduktiv werden, wenn sie in der falschen Gruppe sind. Gleichzeitig kann sich eine aufmerksame und kommunizierte Achtsamkeit gegenüber der Arbeit anderer positiv auf deren Engagement auswirken und die Produktivität steigern.  Im Hawthorne-Experiment wurden zwei aufmüpfige und mittelmäßige Arbeiter durch zwei produktive Arbeiter ersetzt, von denen einer die Rolle des Strohmannes übernahm. Sie fanden heraus, dass die Produktion durch den Austausch der beiden Arbeiter aufgrund ihrer höheren Produktivität und der Wirkung der disziplinarischen Maßnahme auf die anderen Arbeiter stieg.

Geschlechtervielfalt unterstützen

Beschäftigst du hauptsächlich Männer, die “männertypische Arbeiten” ausführen, beispielsweise in einer Kfz-Werkstatt, haben es Frauen naturgemäß schwer. Die männlichen Kollegen vermitteln ihnen das Gefühl, minderwertig oder gar unerwünscht zu sein, was zu einer geringen Produktivität führt. Als Arbeitgeber musst du auf solche Dinge achten und kleine Veränderungen einführen, um das Umfeld förderlicher zu gestalten. Dabei darfst du aber nicht übertreiben. Individuelle Aufmerksamkeit und der normale menschliche Instinkt, sich „auserwählt“ zu fühlen, würden die Ergebnisse verzerren.

Auch kleine Dinge bewirken Großes

Manchmal bewirken schon kleine Veränderungen echte Wunder bei der Verbesserung der Produktivität. Wenn du Änderungen im Betriebsablauf vornimmst, muss es nicht immer gleich die nächste große Revolution oder der maximale Rundumschlag sein. Der Hawthorne Effekt zeigt, dass schon das einfache Auswechseln einer Glühbirne zur Steigerung der Produktion führt.

Es ist wirklich so einfach, wie die richtige Frage zu stellen

Schon allein die Frage an deine Mitarbeiter, wie sie sich bei ihrer Arbeit fühlen, kann sie dazu ermutigen, produktiver zu arbeiten.  Produktivität am Arbeitsplatz baut auf einem Fundament des Vertrauens auf. Indem du deine Mitarbeiter ermutigst und auf ihre Bedürfnisse eingehst, versicherst du ihnen, dass sie eine wichtige Rolle bei der Arbeit spielen, die sie tun. Der Sozialwissenschaftler und Management-Theoretiker Fritz Roethlisberger formulierte es so: „Jedem Einzelnen das Gefühl zu geben, ein integraler Bestandteil der Gruppe zu sein, war entscheidend für die Ergebnisse der Hawthorne-Studie.” Wenn du zeigst, dass du dich um deine Mitarbeiter kümmerst und Verbindungen zwischen ihnen herstellst, geht es darum, dass sich jeder Einzelne wertvoll fühlt. Fühlen sich die Mitarbeiter wertvoll, wollen sie härter für dich arbeiten. Der Hawthorne Effekt ist letztendlich ein einfacher, wissenschaftlich belegter Produktivitäts-Hack, von dem du sofort profitieren kannst.

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Die Fish! Philosophie – Motivation aktivieren

Die Fish! Philosophie – Motivation aktivieren

Die Fish Philosophie als Methode

Bei dem Wort „Fish“ denken aber wohl die wenigsten von uns an Methoden, um sich selbst oder auch ein Team zu motivieren. Bei der gleichnamigen Fish Philosophie geht es aber genau darum.

Der Job eines Fischverkäufers auf einem Markt ist körperlich und mental hart. Es ist kalt, feucht, lange Arbeitsstunden, immer auf den Beinen und wer schon mal einen großen Fisch zerlegt hat, weiß, dass es Kraft und Präzision gleichermaßen benötigt. Dennoch scheinen die Marktschreier immer ein Lächeln und einen Witz auf den Lippen zu haben. Genau das konnte John Christensen 1997 bei einem zufälligen Besuch auf dem Fish Market in Seattle beobachten.

Mehr Motivation ins Arbeits(Leben) bringen

Mit großer Bewunderung beobachtete er, wie die Fischverkäufer auf dem Markt ganze Scharen von Leuten anlockten und sie spielerisch in ihren Bann zogen. Die Fische flogen regelrecht aus den Truhen in die Taschen der Kunden. Er fragte sich, wie die Verkäufer bei einem so anstrengenden Job fröhlich, unterhaltend und geschäftstüchtig sein können.

1998 tat er sich mit Stephen C. Lundin und Harry Paul zusammen und sie veröffentlichten das Buch: Fish! Ein ungewöhnliches Motivationsbuch. Heute gibt es vier Bücher, die über 50 Millionen Mal und in 50 Ländern verkauft wurden. Die Fish Philosophie stützt sich auf vier Pfeiler. Mit diesen vier Bausteinen soll es auch in anderen Bereichen wie Bildung, Industrie, Handwerk, Verkauf oder der Selbstständigkeit möglich sein, mehr Freude, Spaß und eine positive Einstellung zu seiner Tätigkeit zu bekommen.

Die Fish Methode Macht Sinn

Grundsätzlich scheint es einleuchtend: Wenn es gelingt, den schweren Job eines Fischverkäufers attraktiv und erfüllend zu gestalten, dann sollte es für jeden anderen ebenfalls umsetzbar sein. Der Schlüssel zum Erfolg liegt weder in der Aufgabe selbst oder dem Umfeld, sondern einzig und allein an einer positiven Lebenseinstellung. Das hört sich so einfach an, dass die Fish Philosophie für viele Menschen erst einmal merkwürdig klingt. Dabei reicht ein Blick zurück in die Geschichte der Menschheit, um zu verstehen, dass oft die naheliegendste, simpelste Lösung zu lange übersehen worden ist. Der Weg zum Erfolg liegt in vielen Fällen nur die Straße runter.

Die vier Pfeiler der Fish Philosophie

Spiel und Spaß

Bei der Fish Methode geht es darum, Spaß an seiner Arbeit zu haben. Natürlich gibt es Jobs, die eine gewisse Ernsthaftigkeit erfordern, beispielsweise im Rettungsdienst oder beim Militär. In diesen Berufen gestaltet es sich deutlich schwerer, sie mit dem Spaßfaktor zu verbinden. Dabei haben es gerade die Menschen, die in diesen spannungsgeladenen Jobs arbeiten, bitter nötig, ein Ventil als Ausgleich zu haben.

Kollegen verstehen sich gut bei der Arbeit

Humor kann eine ansonsten stressige Situation entschärfen. Lachen steckt an und hilft, die angespannten Gemüter zu entspannen. Selbst in Großraumbüros, im Kundenservice, in Schulen, bei all diesen Arbeitsfeldern kann ein kleiner Scherz zu einem harmonischen, motivierten Arbeitsumfeld führen.

Verschönere den Tag deiner Kunden

Das zweite Prinzip der Fish Methode zielt darauf mit kleinen Gesten den Tag für Kunden oder auch Arbeitskollegen ein wenig schöner zu gestalten. Ein freundliches Wort, ein Lächeln, die simple Frage: “Wie geht es Ihnen heute?”, wenn sie nicht nur eine Floskel ist, sondern von Herzen kommt, kann für das Gegenüber den Unterschied zwischen einem anstrengenden Arbeitstag und einem fröhlichen Erlebnis machen. Viele Unternehmen unterschätzen die Macht eines höflichen, kompetenten Umgangs unter den Angestellten sowie mit Kunden. Dabei können diese kleinen Zeichen von Menschlichkeit und Freundlichkeit oft den entscheidenden Ausschlag bei einer Kaufentscheidung geben.

Leider wird gerade in Deutschland Freundlichkeit und Humor mit Inkompetenz verwechselt. Das liegt an unserer gesellschaftlichen Konditionierung. Wer sich aber mit dem Thema beschäftigt, wird herausfinden, dass Menschen, die ihr Metier wirklich beherrschen, mit einer gewissen Leichtigkeit und Selbstvertrauen auftreten. Eine positive Auffassung gegenüber seinem Job, seinen Kollegen und seinen Kunden machen es nicht nur dem Verkäufer leichter, sein Produkt zu verkaufen. Sie macht die Arbeit auch für die Arbeitnehmer wesentlich harmonischer und attraktiver.

Besserer Kundenservice mit infra-struktur

Die Historie deiner infra-struktur unterstützt dich und dein Team beim Kundenservice. Jeder sieht direkt was wann mit welchem Kunden vereinbart oder abgewickelt wurde, so dass sich der Kunde immer gut beraten und aufgehoben fühlt.

Sei da - im Hier und Jetzt

Der dritte Ansatz der Fish Methode stützt sich auf die immer populärer werdende Annahme, dass wir in unserer schnelllebigen Zeit immer versuchen gleichzeitig viele Dinge anzugehen, Stichwort Multitasking. Dabei werden wir keiner Aufgabe wirklich gerecht und am wenigsten uns selbst. E-Mails lesen, dabei ein Telefongespräch führen und der Kollegin nebenan zu verstehen geben, dass der Brief heute noch raus muss. Alles läuft zur selben Zeit. Dieses Szenario gehört für viele von uns zum Arbeitsalltag. Wir nehmen zwar an, dass wir effektiver arbeiten, aber wenn wir genauer hinsehen, fällt auf, dass Fehler passieren. Eine wichtige E-Mail wird überlesen, der Mensch am Telefon nimmt durchaus wahr, dass ihm nicht die volle Aufmerksamkeit geschenkt wird und die Kollegen fühlen sich zu Recht schlecht behandelt, weil in dieser Kommunikation zwischen Tür und Angel die Höflichkeit auf der Strecke blieb. Nicht nur für Ärzte und Leute, die in extremen Situationen arbeiten, ist es lebenswichtig, achtsam zu sein und ihrer jeweiligen Aufgabe oder dem Gegenüber ihre volle Aufmerksamkeit zu schenken. Wer sich wirklich an dieses Prinzip hält, wird feststellen, dass Probleme verschwinden oder zumindest geringer werden und Fehler vermieden werden. Als Umkehrschluss sind wir glücklicher über das Geleistete. Auch das wird langfristig zu einer erfüllenden Einstellung gegenüber seiner eigenen Arbeit führen.

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Wähle deine Einstellung

Jeden Morgen, wenn du aufwachst, entscheide dich bewusst dafür, dass heute ein schöner Tag wird und du ihn mit guter Laune absolvieren wirst. Das hört sich für viele von uns unmöglich an. Manchmal haben wir eben schlechte Laune, lassen uns leicht aus der Ruhe bringen, mieses Wetter kann auch aufs Gemüt schlagen. Der vierte Pfeiler setzt genau da an. Er sagt: Gute Laune ist eben nicht von äußeren Umständen abhängig, sondern eine Entscheidung, die jeder von uns immer wieder neu trifft. Um andere Leute wirklich zu motivieren und ein positives Gefühl von seiner Umwelt zu bekommen, müssen wir bei uns selbst anfangen. Das alte Sprichwort: “ Wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es auch zurück” zielt genau darauf ab. Gerade wenn wir Menschen begegnen, die offensichtlich nicht glücklich mit ihrem Job sind, können wir mit unserer eigenen positiven Ausstrahlung auch hier das Erlebnis zum Besseren verändern. Außerdem handelt es sich bei einer optimistischen Einstellung nicht um eine Einbahnstraße, sondern positive Energie fließt wie Wechselstrom in beide Richtungen. Wer fröhlich und gut gelaunt durchs Leben läuft, wird auch immer häufiger dieselbe positive Resonanz zurückerhalten. Die vier Grundregeln der Fish Methode sollen genau dabei helfen.

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