Du erzählst deinem Arbeitskollegen begeistert von einem Projekt, welches du unbedingt umsetzen möchtest. Die Ideen sprudeln geradezu aus dir heraus und deine Leidenschaft für deine Idee ist deutlich spürbar. Und dann?
Nichts. Deine Passion, die dich ergriffen hat, hat dich scheinbar genauso schnell wieder verlassen, denn du setzt deine Idee nicht um, sodass der kreative Prozess zur Realisierung deiner Idee gar nicht erst ins Rollen kommt.
Falls dir das bekannt vorkommt, lass dir sagen, dass du damit nicht alleine bist. Garantiert ging es jedem Menschen (mindestens) einmal so. Dabei muss das gar nicht sein. Damit aus deiner Idee auch ein tatsächliches Projekt wird, bedarf es unbedingt der Umsetzung. Und um diese zu beginnen, hilft dir die 72 Stunden Regel.

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Die 72 Stunden Regel – was steckt dahinter?

Die 72 Stunden Regel setzt bei einem Problem an, welches verhindert, dass du Vorsätze in die Tat umsetzt. Hast du heute Morgen noch begeistert von deinem Vorhaben gesprochen, scheint sie beim Abendessen schon wieder verworfen zu sein.
Um zu verstehen, wie die 72 Stunden Regel funktioniert, ist es wichtig zu wissen, dass Menschen häufig dazu neigen, Dinge nicht direkt anzupacken. Veränderungen sind häufig mit Aufwand und Anstrengung verbunden, daher ist es verständlich, dass du den Beginn eines neuen Projektes gerne vor dir herschiebst oder fleißig Pläne schmiedest, diese jedoch nicht realisierst.
Hier setzt die 72 Stunden Regel an: Die Regel besagt, dass wir Vorhaben, die wir nicht in unmittelbarer Zeit umsetzen, mit hoher Wahrscheinlichkeit überhaupt nicht mehr in Angriff nehmen. Das wirkt erstmal sehr ernüchternd. Die Vorstellung ist auch nicht gerade erheiternd: Wie viele tolle Projekte entstehen nicht, weil die Ideen dazu einfach nicht umgesetzt werden?
Untersuchungen haben ergeben, dass wir Dinge, die wir uns vornehmen und nicht innerhalb der nächsten drei Tage auch umsetzen, höchstwahrscheinlich überhaupt nicht mehr beginnen. Die Chance, dass du ein Projekt irgendwann später beginnst, sinkt auf etwa einen Prozent ab. Daher besagt die 72 Stunden Regel, dass du mit der Umsetzung deiner Pläne so schnell wie möglich beginnst.
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Das kannst du mit der 72 Stunden Regel erreichen

Wenn du die 72 Stunden Regel einhältst, kannst du verhindern, dass du zwar tolle Vorsätze entwickelst, diesen jedoch nicht weiter nachgehst. Durch die Anforderungen des Alltags kommt es häufig dazu, dass du von der konkreten Umsetzung deiner Ideen abgehalten wirst – das ist völlig normal. Dennoch ist es wichtig, dass du die Umsetzung zeitnah beginnst. Wenn du die 72 Stunden Regel berücksichtigst, setzt du deine Ideen auch in die Tat um. Und das ist sehr wertvoll – schließlich kommt es letztendlich auf die Umsetzung an, damit eine Veränderung oder ein Projekt ins Leben gerufen wird.

So setzt du deine Vorsätze in die Tat um

Um die 72 Stunden Regel erfolgreich zu befolgen, gehst du am besten systematisch vor:

1. Erstelle einen Plan

Wie möchtest du dein Vorhaben umsetzen? Gibt es Teilschritte, in die du deinen Vorsatz zerlegen kannst? Erstelle dir eine To-Do Liste, um den Überblick zu behalten. Du kannst die einzelnen Punkte auf deiner Liste natürlich jederzeit anpassen. Es geht nicht darum, dass du direkt einen detaillierten Plan aus dem Ärmel schüttelst. Viel eher ist das Ziel, dass du dein neues Projekt überhaupt beginnst.

2. Wage dich an die ersten Schritte

Gibt es Dinge für dein Vorhaben, die du bereits jetzt erledigen kannst? Vorbereitung kann dir bei der Umsetzung sehr helfen und deinen folgenden Schritten weiteren Input bieten. Sammle Informationen, die hilfreich für dein Projekt sind und verschaffe dir einen Überblick.

3. Erzähle anderen Menschen von deinem Vorsatz

Für viele Menschen ist es hilfreich, anderen Leuten von ihren Plänen zu berichten. Durch den Dialog mit anderen kann ein gewisser sozialer Druck entstehen, der sich positiv auf deine Umsetzung auswirkt. Des Weiteren erhältst du möglicherweise neuen Input durch Gespräche mit Kollegen oder Bekannten, der sich für dein Projekt als sehr wertvoll herausstellen kann.

4. Halte deine Ziele schriftlich fest

Um dein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren – insbesondere, wenn es sich um ein Ziel handelt, welches in ferner Zukunft liegt – ist es sinnvoll, dieses Ziel schriftlich festzuhalten. Wo möchtest du in einer Woche, in einem Monat oder einem Jahr stehen? Entwirf eine Version – diese motiviert dich und sorgt dafür, dass du am Ball bleibst!

5. Sei regelmäßig aktiv

Tage, an denen dauernd was dazwischenkommt und nichts so läuft, wie du es dir vorgestellt hast, kennst du mit Sicherheit auch. Bei der Arbeit ist ein großer Auftrag hereingekommen, der Einkauf muss auch noch erledigt werden und die Bügelwäsche scheint dich schon vorwurfsvoll anzustarren … All diese Anforderungen können dich daran hindern, an deinem Projekt weiterzuarbeiten. Und irgendwann ist es dann so weit weg, dass es nicht mehr greifbar für dich ist und dir die Motivation fehlt, es nochmal anzugehen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass du regelmäßig Zeit in dein Vorhaben investierst. Selbst wenn es nur wenige Minuten am Tag sind – diese Minuten tragen dazu bei, dass dein Projekt nicht in Vergessenheit gerät.

6. Unterteile dein Vorhaben in kleine Teilschritte

Möglicherweise fühlst du dich wie gelähmt, wenn du ein großes Projekt angehen möchtest. Vielleicht plagen dich auch Zweifel, ob du dieses große Ziel überhaupt erreichen kannst. Um dies vorzubeugen, hilft es dir, wenn du kleine Zwischenetappen einplanst, die gut zu bewältigen sind. Diese Vorgehensweise führt automatisch dazu, dass du regelmäßig kleine Erfolge erlebst, die dich weiter motivieren und dich bestärken, dein Ziel weiterhin zu verfolgen.

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Fazit

Mit der 72 Stunden Regel zu deinem Ziel

Die 72 Stunden Regel ruft dir in Erinnerung, wie wichtig es ist, Vorsätze direkt in die Tat umzusetzen. Teile deine Ziele in einzelne Schritte ein und arbeite aktiv an der Umsetzung. Auf diese Art und Weise verhinderst du, dass dein Plan nur theoretisch bleibt. Welches Projekt startest du als nächstes?

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