Mit der 6-3-5-Methode in kurzer Zeit zu vielen neuen Ideen

Mit der 6-3-5-Methode in kurzer Zeit zu vielen neuen Ideen

Sicher kennst du das auch: Neue Ideen sind gefragt, du sitzt vor einem weißen Blatt Papier, aber es will sich einfach kein Geistesblitz einstellen. Jeder, der kreativ arbeitet, weiß, dass neue Ideen nicht auf Knopfdruck kommen. Es gibt aber bestimmte Techniken, die dabei helfen, neue Ideen zu finden: die so genannten Kreativtechniken. Eine davon ist die 6-3-5-Methode. Was hinter dem Prinzip steckt und wie eine Handvoll Teilnehmer aus dem Nichts in einer halben Stunde zu vielen neuen Ideen kommen kann, beschreibt dieser Beitrag.

Die 6-3-5-Methode im Detail

Die 6-3-5-Methode oder das 6-3-5-Prinzip wurde im Jahr 1968 vom Marketing-Berater Bernd Rohrbach im Zuge der Innovationsforschung entwickelt. Sie gehört zur Technik des Brainwriting. Der Name ist bei der Technik gleichzeitig Programm, denn du brauchst:

– 6 Personen

– 3 Ideen

– 5 Durchgänge

Die Zahlen können auch etwas großzügiger ausgelegt werden. Geeignet ist die Methode für Gruppen von drei bis sechs Personen. Die Dauer der Übung kann je nach Anzahl der Teilnehmer und Komplexität des Problems zwischen 20 und 60 Minuten betragen.

Der Ablauf der 6-3-5-Methode

Für die Methode brauchst du Papier, Stifte, eine Stoppuhr und ein Whiteboard oder eine Pinnwand. Dann geht es darum, sich einem Problem zu widmen. Die leeren Blätter werden in drei Spalten und sechs Zeilen unterteilt

Schritt 1:
Wenn die Problemstellung klar ist, schreibt jeder Teilnehmer drei Ideen zur Lösungsfindung in die erste Zeile seines Blattes. Diese drei Ideen sollen möglichst unterschiedlich sein und auf verschiedene Aspekte des Problems abzielen. Stichpunkte reichen, es sind keine ausformulierten Sätze nötig. Wichtig ist, dass kein Teilnehmer seinen Namen auf das Blatt schreibt. Anonym funktioniert die Methode besser, da nicht voreilig geurteilt wird.

Schritt 2:
Nun werden die Blätter an den nächsten Teilnehmer weitergereicht. Dieser ergänzt in der zweiten Spalte die Lösung seines Vorgängers durch seine eigenen Ideen oder erweitert die Idee.

Schritt 3:
Anschließend wird das Blatt an den nächsten Teilnehmer weitergereicht, der seine Ideen in der dritten Spalte ergänzt.

Wenn das Blatt wieder beim Urheber der ersten drei Ideen angekommen ist, ist die Methode beendet. Die Blätter werden nun an das Whiteboard gepinnt und von den Beteiligten durchgesehen. Je nach Art des Problems gibt es einen Folge-Workshop, in dem die Ideen weiter ausgearbeitet werden. Oder sie werden einem Gremium zur Entscheidung über das weitere Vorgehen vorgelegt.

Pro Runde empfiehlt Rohrbach 5 Minuten. In der Regel reicht diese Zeit aus, um seine Idee grob zu skizzieren bzw. die Ideen der anderen zu ergänzen.

Im Optimalfall entstehen durch dieses Vorgehen in einer halben Stunde bis zu 108 Ideen, und am Ende hält man sechs Blätter mit 18 verschiedenen Vorschlägen in der Hand. Natürlich werden sich einzelne Ideen ähneln. Doch durch die unterschiedlichen Perspektiven gibt es viele verschiedene Ansätze, um das Problem nun anzugehen.

Brainwriting - Kreavitätstechnik

Anwendungsfälle für die 6-3-5-Methode

Die 6-3-5-Methode wird gerne für Problemstellungen angewandt, die erstmalig in einem Unternehmen auftreten. Das kann etwa in der Beratung das Problem eines Kunden aus einer neuen Branche oder die Reaktion auf sich verändernde Marktbedingungen sein. Es kann auch um das betriebliche Sommerfest gehen oder die Antwort auf eine kreative Ausschreibung sein.

Wichtig ist, dass alle Teilnehmer das Problem verstanden haben, damit die Lösungen von Beginn an das richtige Problem bearbeiten und in die richtige Richtung gehen.

Einige wichtige Hinweise, damit das Prinzip optimal funktioniert

Das Prinzip ist eine Brainstorming-Methode. Dabei geht es nicht in erster Linie um die Qualität der Ideen, sondern um die Quantität. Die Teilnehmer sollen ermutigt werden, das aufzuschreiben, was ihnen gerade in den Sinn kommt. Das dürfen auch gerne unrealistische oder absurde Ideen sein. Während des Schreibvorgangs sollen die Ideen nicht bewertet werden. Schließlich kann es passieren bzw. ist es sogar das Ziel dieser Methode, dass sich aus einer vielleicht anfangs absurd wirkenden Idee später genau die richtige Lösung entwickelt. Das ist die Stärke dieser Methode.

Wichtig ist es, dass sich die Teilnehmer an die Vorgaben halten: eine Idee pro Spalte, nicht mehr und nicht weniger. Hat ein Teilnehmer noch eine zusätzliche Idee, dann kann er sie in der nächsten Runde oder im abschließenden Gespräch einbringen.

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Die Vorteile der Methode

Die 6-3-5-Methode ist einfach und günstig in der Anwendung. Sie benötigt kaum Vorbereitung und nur Material, das in jedem Büro vorhanden ist. Die Teilnehmer können parallel an der Ideenfindung arbeiten, und es gibt keinen Leerlauf. Vielmehr entstehen wenige Ideen innerhalb von kurzer Zeit. Während der 30 Minuten werden die Ideen nicht zerredet. Das ist ein großer Vorteil für Menschen, die vielleicht Angst vor dem Feedback der anderen haben oder generell introvertiert sind und nicht gerne vor Gruppen sprechen. Wenn es gilt, die Ideen auf Papier zu bringen, kann sich keiner in den Vordergrund drängen und das Meeting dominieren. Bei der späteren Auswertung kann ein Moderator hilfreich sein, damit jeder Teilnehmer Gehör findet.

Die Nachteile der 6-3-5-Methode

Ein gutes Ergebnis ist bei dieser Methode nicht garantiert. Sie kann zwar helfen, kreativ zu denken, aber Kreativität gibt es eben nicht auf Knopfdruck. Für manche Teilnehmer mag das starre Setting die Kreativität hemmen. Die vorgegebene Zeit ist möglicherweise nicht für alle Teilnehmer optimal. Für schnelle Denker sind 5 Minuten viel zu lang, und sie werden unruhig. Andere Teilnehmer benötigen von Haus aus mehr Zeit, um etwas zu Papier zu bringen. Es kann bei dieser Methode zu Redundanzen kommen, da alle Teilnehmer die gleichen Ideen haben. Eine Garantie für viele verschiedenen Ideen gibt es nicht.

Alles, was du über die Generation Y wissen musst

Alles, was du über die Generation Y wissen musst

In den Medien wird viel über die Merkmale, Anforderungen und Wünsche der Generation Y gesprochen. Auch für Unternehmen ist es wichtig zu wissen, wie die Angehörigen dieser Generation ticken und wie sie sich in der Arbeitswelt verhalten. Was für die sogenannten Millennials wichtig ist und was sie wirklich von Arbeitnehmern anderer Altersstufen unterscheidet, erläutert dieser Beitrag.

Wer gehört zur Generation Y?

Die Generation Y umfasst Personen, die zwischen 1981 und 1995 geboren wurden. Man nennt die Mitglieder der Generation Y daher Millennials. Das ist darauf zurückzuführen, dass sie um die Jahrtausendwende ihre prägenden Jahre von Kindheit und Jugend verlebten. Eines der Merkmale, das die Generation Y geprägt hat, ist die steigende Komplexität der Welt, in die ihre Mitglieder hineingeboren wurden.

Das spiegelt sich in einer ständigen Sinnsuche wider, die sich auf die Arbeitswelt auswirkt. Diese Sinnsuche, also das Fragen nach dem Warum (englisch: Why), hat der Generation ihren Namen gegeben. Am Arbeitsmarkt ist die Generation Y mit etwa 31 Prozent vertreten und macht damit hinter der Generation X (Jahrgänge 1965 bis 1980) die zweitgrößte Gruppe der Arbeitnehmer aus. Dies ist Grund genug, dass sich Personalabteilungen eingehend mit dieser Gruppe auseinandersetzen und ihre Merkmale studieren.

Übersicht der Generationen

Die wichtigsten Merkmale der Generation Y

Natürlich kann man nicht alle Menschen, die in einem Zeitraum von 15 Jahren geboren wurden, als homogene Gruppe mit gleichen Wünschen und Bedürfnissen betrachten. Dennoch zeichnen sich die Mitglieder der Generation Y durch gemeinsame Merkmale aus.

Der Wunsch nach Flexibilität

Mitglieder der Generation Y mögen Unabhängigkeit und streben nach Flexibilität. Ein Arbeitsplatz ohne die Möglichkeit von Homeoffice? Ein strikter 9-to-5-Job mit Anwesenheitspflicht über 40 Stunden pro Woche? Für die meisten Mitglieder dieser Generation ist dies undenkbar. Ein ganzes Leben lang den gleichen Job machen? Langweilig! Für Millennials muss Abwechslung her – und zwar im Privatleben wie in der Arbeitswelt.

Flexibilität ist sicherlich eines der wichtigsten Merkmale für die Generation Y. Darauf können Arbeitgeber inzwischen gut reagieren. Millennials trennen die Arbeitswelt nicht mehr strikt vom Privatleben. Früher Feierabend machen, um das schöne Wetter zu genießen und dafür am Abend nochmal die E-Mails checken? Für die Generation Y ist das kein Problem.

Die Flexibilität der Generation bezieht sich nicht nur auf den ausgeübten Job, sondern auch auf die Wechselmotivation. Jobwechsel sind weitaus häufiger und inzwischen in der Arbeitswelt anerkannt – genauso wie die flexiblen Lebensläufe, die heute viele verschiedene Merkmale aufweisen und meistens nicht mehr den klassischen Karriereweg der Generation X verfolgen.

Wer diese Mitarbeiter im Unternehmen halten will, der muss also Abwechslung bieten. Das kann in Form wechselnder Projekte sein. Ebenso kann die Möglichkeit eines Sabbaticals die Arbeitnehmer der Generation zum dauerhaften Verbleib im Unternehmen bewegen.

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Selbstverwirklichung im Fokus

Millennials sagt man nach, dass sie sich selbst verwirklichen möchten und nach Individualität streben. Sie sind immer auf der Suche nach dem Sinn ihrer Arbeit und möchten einen positiven Beitrag für die Gesellschaft leisten.

Manche Unternehmen reagieren auf den Wunsch nach mehr Sinn, indem sie ihren Mitarbeitern zum Beispiel erlauben, während 5 % ihrer Arbeitszeit an einem eigenen Projekt zu arbeiten. Darin kann sich der Mitarbeiter mit all seinen Talenten einbringen und einer sinnstiftenden Tätigkeit nachgehen.

Auch eine klare Kommunikation der Unternehmensziele ist für Millennials in der Arbeitswelt von entscheidender Bedeutung. So erkennen sie, welchen Beitrag sie und das Unternehmen zum großen Ganzen leisten.

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Hoher Bildungsstand und exzellente Ausbildung

Der Bildungsstand der Generation Y übertrifft den Bildungsstand früherer Generationen. Noch nie hat es so viele Menschen mit Abitur bzw. einem Hochschulabschluss gegeben. Dementsprechend selbstbewusst ist diese Generation. Wer verschiedene Sprachen spricht oder Auslandsaufenthalte und Praktika bei namhaften Unternehmen nachweisen kann, der hat auch an die Arbeitswelt hohe Ansprüche.

Für das Recruiting bedeutet dies, dass HR-Mitarbeiter Bewerber heute durchaus umwerben müssen. Die Zeiten des Fachkräftemangels führen dazu, dass Unternehmen ihre Benefits deutlich herausstellen müssen und Mitgliedern der Gen Y zeigen müssen, dass das eigene Unternehmen genau ihre passende Arbeitswelt widerspiegelt. Eine große Bedeutung kommt dabei dem Employer Branding zu. Eine attraktive Arbeitgebermarke mit gelebten Werten zieht Kandidaten der Gen Y an. Authentizität ist das oberste Gebot. Schließlich möchten sich Millennials mit ihrem Arbeitgeber zu 100% identifizieren.

Wie Unternehmen Millennials für sich gewinnen können

Man sagt Millennials gerne nach, dass Geld für sie in der Arbeit nicht alles ist, sondern dass das Streben nach einer sinnhaften Tätigkeit an oberster Stelle steht. Die Realität dürfte so aussehen, dass Geld nach wie vor ein wichtiger Faktor ist. Für die Gen Y muss in der Arbeitswelt das Gesamtpaket passen. Dazu gehören verschiedene Merkmale wie Bezahlung, eine erfüllende Tätigkeit und eine offene und wertschätzende Unternehmenskultur.

Zudem ist es für Unternehmen eine Herausforderung, die Mitarbeiter der Gen Y langfristig zu halten. Unternehmen gehen dabei durchaus neuartige Wege. Das kann ein Bleibebonus sein, der ausgezahlt wird, wenn ein Mitarbeiter für eine bestimmte Zeit beim Unternehmen bleibt.

Die richtige Führung für die Generation Y: Mitbestimmung statt Ansagen von oben

Selbstverwirklichung, Eigenverantwortung und Führung – wie passen diese Merkmale zusammen? Indem die Mitglieder der Gen Y aktiv mitgestalten und sich einbringen dürfen! Es ist also an der Zeit, partizipative Führung in den Vordergrund zu rücken. Hierarchische und autoritäre Führungsstile haben ausgedient. Heute geht es mehr denn je um die Einbeziehung und das gemeinsame Gestalten. Ansagen von oben funktionieren nicht mehr gut. Vielmehr ist individuelles Coaching gefragt. Unternehmen, die auf die Eigenverantwortung der Mitarbeiter setzen, haben die besten Chancen, Millennials für sich zu gewinnen.

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Informelles Lernen: Was es damit auf sich hat

Informelles Lernen: Was es damit auf sich hat

Informelles Lernen ist das Gegenteil von formellem oder institutionellem Lernen, also der Wissensvermittlung in Institutionen wie der Schule, einer Universität, während der Ausbildung oder in einer Weiterbildungseinrichtung. Beim informellen Lernen geht es um Vorgänge wie Training on the Job und das Lernen aus Eigeninitiative.

Veränderte Rahmenbedingungen erfordern eine neue Art des Lernens

Beide Arten des Lernens haben ihre Daseinsberechtigung. Doch gerade das informelle Lernen oder das Learning oder Training on the Job wird seit Jahren immer wichtiger. Man geht davon aus, dass bei Erwachsenen etwa 80 Prozent des Lernens auf informelle Art stattfinden.

Dass dieses ständige Lernen so wichtig ist, liegt daran, dass sich die Rahmenbedingungen heute viel schneller verändern als noch vor zehn oder 20 Jahren. Es ist heute wichtiger denn je, immer am Ball zu bleiben und neue Dinge zu lernen. Das gilt vor allem für Branchen mit einer rasanten Entwicklung wie der IT und der Software-Entwicklung und alle Bereiche, die sich mit künstlicher Intelligenz (KI) beschäftigen. Gerade bei KI kann eine Information, die vor einem halben Jahr publiziert wurde, heute bereits veraltet und redundant sein. Erfahre in diesen Beitrag, was es mit dem informellen Lernen auf sich hat, wie du davon profitieren kannst und welche Vor- und Nachteile sich daraus ergeben.

Definition des informellen Lernens

Um informelles Lernen geht es immer dann, wenn der Lerninhalt nicht an einen strukturierten und vorgegeben Lehrplan gekoppelt und nicht an feste räumliche oder zeitliche Vorgaben gebunden ist. Es geht um Lernen im praktischen Kontext. Das umfasst Lernen durch das praktische Ausprobieren (Learning by Doing, Training on the Job), Lernen am Modell, also durch Beobachtung, sowie Lernen durch Feedback und Reflexion. Für das informelle Lernen gibt es kein Zeugnis oder Zertifikat, sondern lediglich den persönlichen Zuwachs an Wissen.

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Welche Fertigkeiten können durch informelles Lernen erworben werden?

Im Prinzip lässt sich heute alles informell lernen, und die Möglichkeiten sind so vielfältig wie nie. Informelles Lernen umfasst etwa das Gespräch mit einem Kollegen aus einer anderen Abteilung, der etwas von seinem Wissen teilt. Das Lesen eines Artikels in einer Zeitschrift kann informelles Lernen sein, ebenso wie das Ansehen eines Video-Tutorials. Wenn du eine Anleitung oder ein Buch liest, lernst du informell. Auch der Besuch einer Messe oder eines Workshops zählt dazu.

Die 70-20-10-Regel und die Sache mit den Seminaren

Wenn es darum geht, das Wissen der Mitarbeiter zu fördern und neue Dinge zu lehren, sollten Personalverantwortliche nach der 70-20-10-Regel agieren. Aus Studien weiß man, dass Mitarbeiter zu 70 Prozent aus eigenen Erfahrungen lernen, die sie am Arbeitsplatz machen. 20 Prozent werden durch Interaktionen mit Kollegen gelernt und nur etwa 10 Prozent durch formelle Schulungen. Diese Werte zeigen, wie wichtig das informelle Lernen ist und wie gering der Beitrag von institutionellen Formen im Arbeitsalltag sein kann. Angesichts dessen stellt sich die Frage, ob klassische Seminare am Arbeitsplatz noch eine Bedeutung haben.

Die 70-20-10-Regel und die Sache mit den Seminaren

Wenn sich Seminare an eine klare Zielgruppe mit einem definierten Schulungsbedarf richten, haben Seminare weiterhin ihre Bedeutung. Oft gibt es bei Seminaren jedoch das Problem, dass die Weiterbildung im Gießkannenprinzip erfolgt und das Gelernte vom Mitarbeiter gar nicht direkt angewendet werden kann. Da Seminare mit hohen Kosten verbunden sind, sollten Personalverantwortliche immer die Kosten und den Nutzen im Blick haben. Zum Einstieg in ein neues Themengebiet eignen sich Seminare oder Schulungen immer gut.

Die Vorteile des informellen Lernens

Der größte Vorteil von informellem Lernen ist die Nähe zur Praxis. Schließlich lernen Mitarbeiter dabei genau das, was sie für ihre Tätigkeit brauchen. Es geht nicht um abstrakte Konzepte oder abgehobene Theorien, sondern darum, was für einen erfolgreichen Arbeitsalltag benötigt wird. Im Vertrieb lernt man zum Beispiel am besten, wenn man einem erfolgreichen Vertriebler über die Schulter schaut und sich ein paar Techniken abschaut oder Erfolgsfaktoren identifiziert. Im Handwerk lernt der Lehrling am besten, wenn er sich vom Meister mit dessen Erfahrung zeigen lässt, wie man ein bestimmtes Werkstück bearbeitet. Fakt ist: Man lernt dann am besten, wenn man das Gelernte direkt anwenden und konkrete Probleme lösen kann. Fehlt der Bezug zur täglichen Arbeit, dann wird das Gelernte oft schnell wieder vergessen.

Informelles Lernen ist kostenlos. Wenn Wissen innerhalb des Unternehmens weitergegeben wird, sind keine Trainer und teure Hotelübernachtungen zu bezahlen, und die Mitarbeiter fallen nicht tagelang aus. Denn die Einheiten sind in der Regel kurz und knackig und ergeben sich von selbst in der täglichen Arbeit.

Die Nachteile des informellen Lernens

Ein großer Nachteil ist, dass es bei der informellen Art des Lernens keine Zeugnisse oder Nachweise gibt. Wenn du zum Beispiel einen Arbeitgeberwechsel anstrebst, kannst du das, was du in deiner jetzigen Position informell gelernt hast, nicht nachweisen, sondern nur anhand von Beispielen belegen. Informelles Lernen steht unter keiner Kontrolle, wie sie in Schulen oder Universitäten der Fall ist. Die Qualität des Wissens wird nicht geprüft. Dabei kann es auch sein, dass falsche Informationen weitergegeben werden oder sich in einem Unternehmen suboptimale Vorgehensweisen etablieren.

Um informell zu lernen, braucht es Eigeninitiative. Manche Menschen lernen nur, wenn sie müssen, und es fällt ihnen schwer, aus eigenem Antrieb zu lernen. Oder sie trauen sich nicht, Kollegen zu fragen. Hier können Unternehmen aktiv werden, um eine Kultur der Offenheit zu schaffen und Mitarbeiter über das Konzept des informellen Lernens aufzuklären und es zu fördern. Beispiele dafür sind Brown-Bag-Sessions, also informelle Treffen zur Mittagszeit, in denen ein bestimmtes Thema näher beleuchtet wird.

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Destruktives Denken und wirksame Strategien gegen die negativen Gedanken

Destruktives Denken und wirksame Strategien gegen die negativen Gedanken

Aus der Hirnforschung weiß man, wie sehr unsere Gedanken uns bestimmen – ob wir es wollen oder nicht. Denk nur an das bekannte Beispiel mit dem rosa Elefanten. Wenn es deine einzige Aufgabe ist, nicht an einen rosa Elefanten zu denken: Woran wirst du denken? Eben: Dann wird ein kleiner, süßer, rosa Elefant in deinen Gedanken auf- und ablaufen.

Unsere Gedanken bestimmen, wer wir sind, und entscheiden sehr viel über den persönlichen Erfolg oder Misserfolg. Dabei hast du selbst in der Hand, ob du positiven Gedanken nachhängst oder dich dem destruktiven Denken verschreibst. Nur die wenigsten Menschen denken mit Absicht destruktiv oder tun dies, um sich selbst zu schaden. Doch leider passiert es vielen Menschen immer wieder, dass die Gedanken in die falsche Richtung arbeiten. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit dem destruktiven Denken und damit, wie du es am besten stoppst und auf positive Gedanken kommst.

Beispiele für destruktives Denken

Destruktives Denken ist eine Art zu denken, bei der sich der Geist vor allem mit negativen Gedanken beschäftigt. Beispiele dafür sind Gedanken und Sätze wie die folgenden:

– Mir gelingt einfach nichts.

– Ich kann arbeiten, wie ich will, und werde trotzdem nie Erfolg haben.

– Ich werde nie einen Job finden.

– Mein Chef hat es auf mich abgesehen.

– Es war klar, dass das wieder nur mir passiert.

– Immer sind die anderen besser als ich.

– Bestimmt versage ich morgen bei der Präsentation.

– Ich schaffe es nie, die Unterlagen bis zur Deadline abzuliefern.

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Destruktives Denken und seine Folgen

Keine Frage: Jeder hat mal einen schlechten Tag, und es gelingt nicht immer alles auf Anhieb. Fehler passieren jedem und sind menschlich. Doch beim destruktiven Denken geht es um eine innere Haltung. Wenn du dauerhaft negativen Gedanken nachhängst, fühlt sich das über kurz oder lang für dich an wie die Realität und wirkt sich auf dein Verhalten aus. Schließlich kann der menschliche Geist nicht bzw. nur schwer zwischen Realität und Denken unterscheiden. Mit destruktivem Denken kann sich daher regelrecht eine selbsterfüllende Prophezeiung einstellen. Wenn du denkst, dass du bei der Präsentation versagen wirst, wird dies dein Verhalten bestimmen und könnte am Ende so eintreten.

Negative Glaubenssätze: Die größten Fallen für destruktives Denken

Oft liegen dem eigenen destruktiven Denken persönliche, limitierende Glaubenssätze zugrunde. Sie stammen nicht selten aus der Kindheit. Wir tragen diese Glaubenssätze in uns, ohne uns ihrer bewusst zu sein, da sie ein Teil von uns sind. Auf Dauer können uns die Glaubenssätze innerlich schwächen und größeren Erfolg verhindern. Weil die Glaubenssätze tief in uns verankert sind, ist es nicht immer einfach, sie aufzuspüren.

Erste Hilfe bei destruktivem Denken 

Du kannst aktiv etwas gegen deine destruktiven Gedanken, Glaubenssätze und negativen Gedankenmuster tun und dein Verhalten ins Positive lenken. Du musst nicht dauerhaft in der Spirale der negativen Gedanken festhängen. Es folgen die wirksamsten Mittel, um gegen negative Gedanken zu arbeiten.

Kleb dir ein Stopp-Zeichen auf den Laptop

Wenn du merkst, dass du bei der Arbeit immer wieder in deinen destruktiven Gedankenkreislauf hineingerätst, kleb dir eine Art Stopp-Zeichen an eine gut sichtbare Stelle in deinem Büro oder direkt an deinen Laptop. Das kann dir helfen, die destruktiven Gedanken frühzeitig zu stoppen, ohne dich komplett von ihnen überrollen zu lassen.

Schreib dir einen Notfallplan

Wenn du merkst, dass du immer wieder in deine destruktiven Gedanken abdriftest, sorg vor und schreib dir auf, was du gut kannst oder was du alles erreicht hast. Diese Positivliste kannst du dir immer wieder durchlesen und programmierst dich so in eine positive Richtung, statt in deinem destruktiven Denken festzustecken.

Freund um Rat fragen

Sprich mit einem Freund

Wenn du merkst, dass du den Ausstieg aus deinem negativen Gedankenkarussell nicht alleine schaffst, ruf einen guten Freund an. Er kann dich bestimmt daran erinnern, welche Kräfte und Ressourcen in dir stecken, und dich auf andere Gedanken bringen.

Schreib positive Glaubenssätze auf

Es hat sich bewährt, in den eigenen Notfallplan positive Glaubenssätze aufzunehmen, die die destruktiven Gedanken ersetzen, wie:

– Ich weiß, dass ich das schaffe.

– Ich bin erfolgreich, wenn ich vor Menschen rede.

– Ich glaube an mich und bin der Aufgabe gewachsen.

– Ich verdiene den Respekt anderer.

– Ich trage alles in mir, um diese Herausforderung erfolgreich zu meistern.

Gegen destruktive Gedanken: Schreib positive Glaubenssätze auf

Denk an deine Vorbilder

Jeder hat Menschen, die ihn inspirieren und zu denen er – auf welche Art auch immer – aufschaut. Vielleicht hast du einen Chef, den nichts aus der Ruhe bringen kann, auch wenn es noch so hektisch ist. Oder es gibt jemanden in deiner Familie oder deinem Bekanntenkreis, den du bewunderst. Denk an diese Person und überleg dir: Wie würde sie reagieren? Würde sie den Kopf in den Sand stecken, oder wie würde sie die Situation ins Positive drehen?

Mach eine Zeitreise in deine erfolgreiche Zukunft

Wenn du nur an die anstehende Präsentation am nächsten Tag denken musst und Angst davor hast, dann mach eine Zeitreise in die Zukunft. Stell dir vor, wie du die Präsentation souverän gemeistert hast und wie stolz du am Ende bist, wenn du in die Gesichter der überzeugten Zuhörer schaust. Dieser Gedanke versetzt dich automatisch in eine positive Stimmung und setzt deine Ressourcen frei.

 

Hinweis: Jeder Mensch hat mal Phasen, in denen er lustlos ist oder sich destruktive Gedanken aufdrängen. Solche Phasen gehen in der Regel wieder vorbei. Solltest du aber dauerhaft unter Antriebslosigkeit, destruktiven Gedanken oder einem Gefühl der Ausweglosigkeit leiden, dann können das ernstzunehmende Warnzeichen sein, und du solltest dir professionelle Hilfe suchen.

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Büropflanzen für besseres Raumklima und Produktivität

Büropflanzen für besseres Raumklima und Produktivität

Grün ist die Farbe der Hoffnung und beruhigt Körper und Geist. Daher umgeben wir uns gerne mit Pflanzen. Sie können jeden Raum gemütlicher machen und auch das Büro in einen Wohlfühlort verwandeln. Doch nicht jeder hat einen grünen Daumen. So sieht man mancher Pflanze im Büro auf den ersten Blick an, dass sie ein vernachlässigtes Dasein fristet. Dabei sollten Pflanzen im Büro gehegt und gepflegt werden. Denn sie bringen nicht nur Wohlfühl-Atmosphäre in die geschäftige Bürowelt, sondern haben auch das Potenzial, die Produktivität am Arbeitsplatz zu steigern. Zu diesem Schluss kamen sogar wissenschaftliche Studien.

Die Vorteile von Büropflanzen im Überblick

Grünpflanzen im Büro haben zahlreiche Vorteile. Eine gut gepflegte Pflanze, die noch dazu in voller Blüte steht, wirkt sich unmittelbar auf das menschliche Wohlbefinden aus. Die gute Laune ist vorprogrammiert. Pflanzen verleihen jedem Raum ein natürliches Ambiente. Zudem verbessern sie die Luftqualität. Pflanzen können Staub und sogar schädliche Stoffe wie Benzol oder Formaldehyd aus der Büroluft filtern. Darüber hinaus verwandeln Pflanzen durch die Fotosynthese Kohlenstoffdioxid in Sauerstoff und Wasser und befeuchten dadurch die Luft.

Wenn es sich um ausreichend große Pflanzen handelt, können sie sogar den Lärm im Büro mindern und den Schallpegel dämpfen. Das ist vor allem in modernen Großraumbüros ein wichtiger Faktor. Denn Lärm kann erwiesenermaßen krank machen. Daher führt weniger Lärm zu weniger Stress und einer besseren Arbeitsleistung. Doch Pflanzen wirken sich nicht nur auf das persönliche Wohlbefinden aus, sondern können sogar die Arbeitsleistung steigern. Das konnte eine britisch-niederländische Studie nachweisen.

Mit Pflanzen arbeitet es sich wesentlich besser

Marlon Nieuwenhuis, Assistenzprofessorin für Psychologie, Gesundheit und Technologie an der Universität im niederländischen Twente, hat sich die Wirkung von Pflanzen im Büro näher angesehen und mit wissenschaftlichen Methoden untersucht. Dabei kam sie mit ihrem Team zu interessanten Ergebnissen[1].

Nieuwenhuis und ihre Kollegen nahmen sich zwei Bürostandorte vor: einen in den Niederlanden und einen in Großbritannien. Für den Versuch platzierten sie Büropflanzen in den Büros, so dass jeder Mitarbeiter von seinem Platz aus mindestens zwei Pflanzen sehen konnte. In der zweiten Phase der Studie entfernten die Wissenschaftler die Pflanzen wieder.

Anschließend wurden die Mitarbeiter zu verschiedenen Themen befragt, und das Ergebnis war eindeutig: Waren die Angestellten im Büro von Pflanzen umgeben, dann hatte das einen positiven Einfluss auf ihre Motivation und die Zufriedenheit, die sie während der Arbeit verspürten. Ganz automatisch arbeiteten sie effektiver und leisteten mehr. Nieuwenhuis konnte dies sogar quantifizieren und fand heraus, dass sich die Produktivität im Durchschnitt um 15 Prozent gesteigert hatte.

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Regelmäßige Pflege entscheidend

Damit Zimmerpflanzen ihre Vorteile entfalten und positiv wirken können, müssen sie gepflegt werden. Dazu gehört nicht viel, aber die Regelmäßigkeit ist entscheidend. Die Pflanzen müssen periodisch und richtig gegossen und von Zeit zu Zeit gedüngt werden. Zudem sollten verwelkte Blätter entfernt werden.

In einem Büro sollte klar geregelt sein, wer sich um die Pflanzen kümmert. Das können die Angestellten sein, die Tätigkeit kann aber auch vom Facility Management übernommen werden.

Die richtigen Pflanzen auswählen

Wichtig ist, dass Pflanzen ausgewählt werden, die für Büros geeignet sind. Wenn der Standort suboptimal ist, bringt auch die beste Pflege nichts. Manche Pflanzen sind zum Beispiel nicht für Innenräume geeignet und vertragen kein Kunstlicht. Andere benötigen einen eher dunkleren Standort und fühlen sich am Südfenster überhaupt nicht wohl. Glücklicherweise gibt es ein paar Büro-Allrounder, die mit überschaubarer Pflege in jedem Büro eine gute Figur machen und wie von selbst das Klima und die Atmosphäre verbessern. Die ideale Büropflanze sieht schick aus, ist pflegeleicht, verträgt es auch, wenn sie ein paar Tage nicht gegossen wird, und ist nicht anfällig gegenüber Schädlingen, Pilzen oder Fäule.

Die Grünlilie: Fast unkaputtbar

Die Grünlilie: Fast unkaputtbar

Die Grünlilie (Chlorophytum comosum) ist der Star in heimischen Büros und nahezu unkaputtbar. Man kennt die Pflanze, weil sie oft in einem Hängetopf dekorativ von der Decke hängt und schnell jede Menge Ableger produziert. Die Pflanze mit ihren hellen weiß-grünen Blättern kommt ursprünglich aus Afrika. Sie ist relativ anspruchslos, verträgt es kalt und warm, hell und dunkel, trocken und feucht. Nur zu viel direktes Sonnenlicht mag die Grünlilie nicht. Es kann dazu führen, dass die Blätter verbrennen. Zwar ist die Grünlilie nicht die Schönste unter den Grünpflanzen, besticht aber durch die vielen anderen Vorteile.

Die Efeutute will hoch hinaus

Efeutute

Die Efeutute (Epipremnum aureum) hat große Ambitionen und klettert an allem hoch, was ihr in die Quere kommt. Auch bei ihr handelt es sich um eine eher anspruchslose Pflanze, die nur hin und wieder mit etwas Wasser besprüht werden sollte. Interessant ist, dass die Efeutute ihre Blattzeichnung je nach Standort ändert. Steht sie in einer hellen Umgebung, dann färben sich ihre Blätter heller. Steht die Pflanze im Dunkeln, dann werden auch ihre Blätter dunkler.

Die Yucca-Palme:
Schön und pflegeleicht

Die Yucca-Palme: Schön und pflegeleicht

Die Yucca-Palme ist auch als Palmlilie bekannt und gehört zu den klassischen Topfpalmen. Die Pflanze ist robust und hält es auch aus, wenn sie während des Betriebsurlaubs mal nicht gegossen wird. Im Gegenteil: Zu viel Wasser schadet der Palme. Unter den richtigen Bedingungen kann eine Yucca-Palme bis zu 15 Meter groß werden.

Der Gummibaum:
Ein Dauerbrenner im Büro

Der Gummibaum: Ein Dauerbrenner unter den Büropflanzen

Der Gummibaum (Ficus elastica) ist ebenfalls sehr pflegeleicht. Seine großen, dunkelgrünen Blätter sind wahre Luftfilter. Der Nachteil der Blätter ist, dass sie durch die glatte Oberfläche relativ leicht verstauben. Daher muss ein Gummibaum regelmäßig abgestaubt und dabei am besten auch gleich gedüngt werden.

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1: The Relative Benefits of Green Versus Lean Office Space: Three Field Experiments, Journal of Experimental Psychology, Applied 20. 10.1037 / xap0000024, Nieuwenhuis, Marlon & Knight, Craig & Postmes, Tom & Haslam, S. (2014)