Die effektivsten Lernmethoden für Beruf und Alltag

Die effektivsten Lernmethoden für Beruf und Alltag

Du möchtest dich beruflich weiterbilden, eine neue Sprache lernen oder ein Fernstudium aufnehmen? Möglicherweise musst du dich aber auch im Job mit neuen Methoden und Systemen befassen? Hierbei kann einem ganz schön der Kopf rauchen. Es ist nicht nur eine Empfindungssache, sondern wissenschaftlich* längst bewiesen: Je älter wir sind, umso schwerer fällt uns das Lernen. Während Kinder und junge Erwachsene sich mühelos neues Wissen einprägen, müssen sich berufstätige Erwachsene mitunter ziemlich anstrengen.

Das bedeutet jedoch keineswegs, dass es unmöglich ist, als Erwachsener erfolgreich zu lernen! Wir möchten dir nachfolgend die sechs bestbewährten Lernmethoden vorstellen, mit denen du dir effektiv neues Wissen für deinen Beruf und Alltag aneignen kannst.

Lernmethode 1: Feynman Methode

Das Prinzip der Feynman Methode ist simpel und daher auch für berufstätige Erwachsene bestens geeignet. Statt den Lernstoff nur auswendig zu lernen, geht es bei dieser Lernmethode darum, dass du die Inhalte wirklich verstehst. Dies macht einen erheblichen Unterschied. Die Feynman Methode setzt sich aus vier Schritten zusammen:

1. Verschaffe dir einen Überblick über den Lernstoff. Dies gelingt am besten, indem du eine Hauptüberschrift wählst und verschiedene Unterpunkte notierst. Auch eine Mindmap kann für Erwachsene ein wertvolles Hilfsmittel sein.

2. Erkläre das Thema einer fachfremden Person mit deinen eigenen Worten. Verzichte auf Fachbegriffe und komplizierte Formulierungen. Im Idealfall sollte ein Kind deinen Ausführungen problemlos folgen können.

3. Notiere dir die Stellen, an denen du ins Stocken gerätst. Diese Wissenslücken kannst du anschließend mit Wissen auffüllen, indem du in Büchern oder im Internet recherchierst.

4. Sobald du deine Notizen ergänzt hast, hältst du erneut einen freien Vortrag ab. Sollten sich noch immer Wissenslücken zeigen, ergänzt du diese so lange, bis du nicht mehr ins Stocken gerätst.

Lernmethode 2: Active Recall

Active Recall - aktives Erinnern

Die Lernmethode Active Recall – aktives Erinnern – ist eine der bewährtesten Methoden für berufstätige Erwachsene, um effektiv zu lernen. Ob im Rahmen einer Weiterbildung oder im Beruf: Das aktive Erinnern ist immer dann die Methode der Wahl, wenn du dir schnell und nachhaltig neues Wissen einprägen möchtest. Hierzu ist es notwendig, dass du deine Notizen beiseitelegst und die zu erlernenden Inhalte frei aus dem Gedächtnis wiedergibst. Da du dich hierbei wesentlich mehr anstrengen musst, als wenn du nur Notizen machen würdest, ist der Lernerfolg umso größer.

Lernmethode 3: Spaced Repetition

Nachhaltig lernen und weniger vergessen: Dies verspricht die Spaced Repetition Lernmethode. Spaced Repetition bedeutet übersetzt „verteilte Wiederholung“. Bei dieser Methode geht es also darum, dass du den Lernstoff in festgelegten zeitlichen Intervallen, deren Abstände immer größer werden, wiederholst.

Die Spaced Repetition Lernmethode basiert auf den Erkenntnissen des deutschen Psychologen Hermann Ebbinghaus, der Anfang des 19. Jahrhunderts mithilfe von Selbstversuchen die These einer Vergessenskurve untermauerte. Demnach erinnern wir uns bereits 20 Minuten nach dem Lernen lediglich an 60 % des Inhalts, nach einem Tag nur noch an 34 %. Im Langzeitgedächtnis werden nur 15 % des Gelernten abgespeichert.

Spaced Repetition wird häufig durch das Lernen mit Karteikarten umgesetzt. Dies ist keineswegs nur eine Methode für Schüler, sondern ist auch für Erwachsene im Beruf bestens geeignet. Zunächst notierst du dir die wichtigsten Fakten auf Karteikarten, wobei bereits ein erster Lerneffekt eintritt. In einem ersten Durchgang legst du die Karten, die du nicht richtig beantworten konntest, beiseite. Wiederhole das Prozedere, bis du keine Fehler mehr machst. Dann nimmst du dir die Karteikarten alle paar Tage erneut zur Hand und gehst sie durch. Lasse dabei die Abstände immer länger werden.

Lernmethode 4: Die SQ3R Methode

Die SQ3R Lernmethode ist für berufstätige Erwachsene bestens geeignet, um sich neues Wissen nachhaltig und effektiv einzuprägen. Die Abkürzung SQ3R steht hierbei für Folgendes:

  • Survey

  • Question

  • Read

  • Recite

  • Review

Die Methode des Lesens in fünf Phasen funktioniert wie folgt: Im ersten Schritt überfliegst du einen Text und verschaffst dir somit einen groben Überblick (Survey). Anschließend formulierst du schriftlich konkrete textbezogene Fragen (Questions): Worum geht es? Wie hängen die Themen zusammen?

Erst im dritten Schritt liest du den Text gründlich und in Ruhe durch (Read). Behalte hierbei deine vorformulierten Fragen im Hinterkopf. Im vierten Schritt gibst du den Text in deinen eigenen Worten wieder (Recite). Gehe hierbei abschnittsweise vor. Zum Schluss setzt du das neu erlernte Wissen in einen größeren Kontext (Review): Auf welchem Wissen bauen die Inhalte auf? Welcher Zusammenhang ergibt sich für dich im Beruf und Alltag?

Lernmethode 5: Auditives Lernen im Job

Autiditives Lernen

Du bist einfach nicht der visuelle Lerntyp? Mindmaps und Co. erinnern dich doch ein wenig zu sehr an deine Schulzeit? Dann könnte das auditive Lernen eine effektive Strategie für dich sein, die du im Beruf bestens nutzen kannst. Dir auditiv Wissen anzueignen bedeutet, dass du dir deine Lerninhalte aufnimmst und sie immer wieder anhörst. Nahezu alle Handys verfügen heutzutage über eine Diktierfunktion. Selbstverständlich kannst du auch ein klassisches Diktiergerät oder eine App nutzen.

Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass du den Lernstoff genau so ausführlich und in exakt dem Tempo verinnerlichen kannst, wie es dir am leichtesten fällt. Weiterhin gestaltet sich das auditive Lernen flexibel, was im Job von großem Vorteil ist. Mit Kopfhörern kannst du jederzeit und überall lernen, sei es während der Bahnfahrt auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkaufen oder während der Mittagspause im Büro. Selbst wenn deine Aufmerksamkeit nicht voll und ganz der Aufnahme gilt, speichert dein Unterbewusstsein die Inhalte dennoch ab.

Du darfst übrigens ruhig kreativ werden: Statt den Inhalt monoton vorzulesen, kannst du den Lernstoff wahlweise singen, reimen oder als Gedicht verpacken. Was zunächst skurril klingt, sorgt dafür, dass du dir den Lernstoff besonders gut einprägst.

Lernmethode 6: Die Loci Methode

Die Loci Lernmethode war bereits im alten Griechenland bekannt. Sie basiert auf der Idee, Wissen mit Orten und Objekten zu verknüpfen. Du baust dir sozusagen eine Lernroute. Im ersten Schritt musst du dir eine markante Route aussuchen, die mit potenziellen Lernobjekten gespickt ist. Nehmen wir beispielsweise den Weg vom Büro zur Kaffeeküche. Jedes Objekt, das dir auf dem Weg begegnet (z. B. die Türklinke, die Zimmerpflanze, der Kühlschrank etc.), verknüpfst du mit einer bestimmten Information. Läufst du nun in Gedanken diesen Weg ab, erinnerst du dich an alle Fakten, die dort abgelegt sind. Diese Lernmethode ist besonders geeignet, wenn du dir Fakten in einer bestimmten Reihenfolge einprägen möchtest.

*Studie: Li-Hung Chang (Brown University, Providence) et al., Current Biology, 16.11.2014: „Age-Related Declines of Stability in Visual Perceptual Learning“

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Stress vor Deadlines – Das Parkinsonsche Gesetz

Stress vor Deadlines – Das Parkinsonsche Gesetz

Den halben Tag über hängst du in Meetings fest, die dir völlig sinnlos erscheinen und sich ewig ziehen und den Rest des Tages hältst du dich mit bürokratischen Hindernissen auf. Und während der Feierabend immer näher rückt, steigt dein Stresspegel, weil eine wichtige Deadline bevorsteht. Doch ohne es wirklich zu merken, hältst du dich mit Kleinigkeiten auf und die Fertigstellung deiner eigentlichen Aufgabe rückt in weite Ferne. Mit anderen Worten: Das Parkinsonsche Gesetz hat dich voll im Griff.

Hand aufs Herz – kommt dir diese Situation bekannt vor?

Das Parkinsonsche Gesetz – was ist das und wie funktioniert es?

Das Parkinsonsche Gesetz besagt, dass sich Arbeit genau so lang ausdehnt, wie auch Zeit für sie zur Verfügung steht, nicht aber so lang, wie ihre Komplexität es tatsächlich fordern würde. Das bedeutet z. B., dass du eine Arbeit, die du innerhalb von drei Tagen erledigen sollst, mit großer Wahrscheinlichkeit auch binnen drei Tagen erledigst, auch dann, wenn sie von ihrer Komplexität und ihrem Aufwand her bereits in nur drei Stunden erledigt wäre. Die Fertigstellung der Arbeit erfolgt erst zeitnah der Deadline, weil man entweder länger als nötig braucht, um die Arbeit zu erledigen oder aber weil man sich erst kurz vor dem Abgabetermin an die Arbeit macht. Dementsprechend liegt die Vermutung nahe, dass Abgabetermine nicht unbedingt zu einer höheren Produktivität führen.

Das Parkinsonsche Gesetz und sein Ursprung

Das Parkinsonsche Gesetz wurde vom britischen Marinehistoriker Cyril Northcote Parkinson aufgestellt. Dieses fand erstmals im Jahr 1955 in einem satirischen Essay für „The Economist“ Erwähnung. Ein paar Jahre darauf publizierte der Marinehistoriker ein Buch mit dem englischen Titel „Parkinson’s Law: The Pursuit of Progress“. Darin geht es um eine Frau, die eine Postkarte zu verschicken hat und dafür den ganzen Tag benötigt. Da sie für diese Aufgabe den ganzen Tag zur Verfügung hat, dauert es auch den gesamten Tag, bis sie ihre Aufgabe erfüllt. Der Tag füllt sich dann mit anderen Tätigkeiten oder Teiltätigkeiten der eigentlichen Aufgabe, die sich verhältnismäßig lang ausdehnen, bis der Tag schließlich endet. Zuerst nimmt sie sich eine Stunde Zeit, um eine passende Karte zu finden. Des Weiteren braucht sie eine halbe Stunde, um ihre Brille zu suchen. 90 Minuten nehmen das Schreiben der Karte ein. So ähnlich geht es dann weiter, bis der gesamte Tag vorüber ist.
Diese Erzählung soll verdeutlichen, wie sich die Erledigung der Aufgabe auf die zur Verfügung stehende Zeit ausdehnen kann – auch wenn sie eigentlich deutlich weniger Zeit in Anspruch nehmen würde.

Beispiele für das Parkinsonsche Gesetz aus unserem Berufsalltag

Bei Parkinsons Erzählung handelt es sich um Satire, die jedoch auf etwas Wichtiges hinweisen soll, vor allem was das Aufschieben in unserem täglichen Berufsalltag betrifft. Im Folgenden findest du ähnliche Beispiele aus der Arbeitswelt, in denen das Parkinsonsche Gesetz greift:

Arbeitszeit: Die Arbeitszeit ist bei einem festen Arbeitsvertrag immer gleich. Doch es ist nicht immer gleich viel zu tun. Dennoch wird auch an Tagen, an denen nicht viel zu tun ist, der Tag schön brav im Büro abgesessen und die Arbeit bis zum Feierabend ausgedehnt, auch wenn sie bereits deutlich früher fertiggestellt werden könnte.

Meetings: Jeder kennt es – ein Meeting zieht sich wie Kaugummi und die Ergebnisse am Ende des Meetings könnten auch in einem Bruchteil der Zeit zustande kommen. Dennoch wird das Meeting in die Länge gezogen, weil die Zeit, für die es angesetzt wurde, eingehalten wird, anstatt das Meeting vorzeitig zu beenden. Für viele sind Meetings heutzutage auch einfach nur ein Absitzen der Arbeitszeit.

Meetings können auch mal unproduktiv sein

Projekte: Bis kurz vor der Deadline wird die zur Verfügung stehende Zeit für Brainstorming, Diskussionen und Ausprobieren genutzt. Es steht ja viel Zeit bis zur geforderten Fertigstellung des Projekts zur Verfügung, warum sie nicht also so weit ausdehnen, wie möglich? Dabei könnte viel effizienter gearbeitet und die Arbeit weit vor der Deadline erledigt werden, anstatt sie bis kurz vor Schluss aufzuschieben.

Arbeit aufschieben: Warum machen wir das überhaupt?

Das Parkinsonsche Gesetz kann einem also schnell einen Strich durch die Rechnung machen. Besonders wenn wir uns ihm nicht bewusst sind, hat es uns schnell im Griff. Oftmals merken wir gar nicht, dass wir unsere Erledigungen aufschieben. Doch warum ist dem so? Warum prokrastinieren wir, also warum schieben wir Aufgaben, Erledigungen und Arbeit auf – so lange, bis sie kurz vor ihrer Deadline stehen?

Laut Studien neigen die meisten Menschen dazu, bei einer Aufgabe oder Erledigung den gesamten zur Verfügung stehenden Zeitrahmen auszunutzen und die Deadline wortwörtlich zu nehmen. Dabei bedenken sie nur selten, welcher Zeitaufwand zur Erfüllung der bestehenden Aufgabe in Wahrheit erforderlich wäre. Einige darunter sind auch sehr perfektionistisch. Sie arbeiten und feilen an ein und der selben Aufgabe, auch wenn sie bereits längst in hoher Qualität fertiggestellt ist, so lange, bis die Zeit dafür um ist. Menschen haben grundsätzlich oft das Gefühl, dass es nur logisch und vernünftig sei, die gesamte zur Verfügung stehende Zeit ausnutzen, unabhängig davon, ob die eigentliche Aufgabe tatsächlich eindeutig weniger Aufwand in Anspruch nehmen würde. Diese Herangehensweise führt natürlich zu Zeitverschwendung und Ineffizienz.

Natürlich wirkt es auf den ersten Blick auch vorteilhaft, wenn wir uns für eine Aufgabe Zeit lassen und sie bis zu ihrer Deadline aufschieben. Manchmal bekommen wir unerwartet externe Hilfe oder ein Problem löst sich fast wie von selbst. Gelassenheit und Geduld gelten schließlich auch als tugendhaft. Ein bewusstes Aufschieben kann in einigen Fällen durchaus sinnvoll sein, ist jedoch nicht zu vergleichen mit chronischer unbewusster Prokrastination. Viele Prokrastinierer tun sich schwer damit, Prioritäten zu setzen und haben Angst zu versagen. Dann schieben sie andere kleinere und deutlich leichtere Aufgaben vor, wie z. B. den täglichen Haushalt. Denn diese versprechen einen schnelleren Erfolg. Das Parkinsonsche Gesetz kann also mehrere Ursachen haben, doch wenn man es kennt und versteht und sich selbst zugesteht, dass man selbst bereits des Öfteren darauf reingefallen ist, können Wege gefunden werden, es zu umgehen.

So kannst du das Parkinsonsche Gesetz umgehen

Um dem Parkinsonschen Gesetz standzuhalten, gibt es mehrere Tipps und Tricks. Die einfachste Lösung ist, sich knappere Deadlines zu setzen. Das bedeutet, auch wenn von außen Abgabe- oder Erledigungstermine mit deutlich mehr Puffer gesetzt werden, kannst du dir selbst eigene Deadlines setzen, die knapper sind. Wenn du diese dann so ernst nimmst, als wären sie von außen angeordnet, wird es dir auch leicht fallen, sie wirklich einzuhalten. Dadurch lernst du auch Selbstdisziplin, das steigert dein Selbstvertrauen, deinen Selbstwert und du wirst dich gut fühlen, die Erledigungen bereits früher erfolgreich abgeschlossen zu haben. Außerdem sparst du dadurch natürlich kostbare Zeit und kannst der eigentlichen Deadline gelassen entgegenblicken, weil du deine Arbeit bereits erledigt hast.
Um das Parkinsonsche Gesetz auszutricksen, hilft auch das strategische Planen. Dadurch werden Erledigungen seltener aufgeschoben und es kann deutlich effizienter gearbeitet werden. Mit einer bewussten und gezielten Planung kannst du dir deine kostbare zur Verfügung stehende Zeit besser einteilen und einschätzen, wie viel Zeit deine jeweiligen Aufgaben in Anspruch nehmen.

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Fazit

Das Parkinsonsche Gesetz kann uns ganz schön zum Verhängnis werden, wenn wir uns ihm nicht bewusst sind. Doch wenn wir es kennen, bewusst unserer Arbeit nachgehen und planen, können wir ihm trotzen und deutlich effizienter arbeiten, sowie kostbare Zeit sparen. Es ist ratsam, sich eigene knappere Deadlines zu setzen und sich selbst einzugestehen und zu schalten, wenn man merkt, dass man wieder einmal prokrastiniert. Es ist möglich, mehr aus seiner verfügbaren Zeit herauszuholen und sich nicht selbst zum Opfer des Parkinsonschen Gesetzes zu machen, wenn man bewusst agiert und tätig wird. So wird die Fertigstellung von abzuleistenden Aufgaben deutlich schneller erfolgen und das bei selbiger Qualität. Dies steigert auch das Selbstvertrauen und die allgemeine Zufriedenheit.

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Servant Leadership: Führen als Dienst am Mitarbeiter

Servant Leadership: Führen als Dienst am Mitarbeiter

Ein Team von Mitarbeitern zu führen, ist eine hoch komplexe Angelegenheit, die man nicht mal eben im Vorbeigehen regeln kann. Es braucht viel mehr Einsatz und Zeit, als man vielleicht denken würde. Dabei ist es nicht immer einfach für Vorgesetzte, den richtigen Umgang mit den Mitarbeitern zu finden, da jeder andere Ansprüche an den Job hat und jeder Charakter anders ist. Der Schlüssel ist eine permanente Kommunikation, die auch dann nicht abreißt, wenn es stürmisch auf See wird. Wichtig ist es, einen guten „Draht“ zu jedem einzelnen zu haben und diesen auch konsequent zu pflegen und weiter zu entwickeln. Das Prinzip des Servant Leadership kehrt die Rollen um. Aus dem Chef wird quasi ein Mitarbeiter auf Augenhöhe. Ein Management, das Führung versprechen soll und sich auf die gleiche Stufe der Mitarbeiter stellt. Kann das wirklich gut gehen?

Was steckt hinter dem Begriff „Servant Leadership“?

Mit Servant Leaedership ist gemeint, dass Vorgesetzte aus dem Management aktiv im Tagesgeschäft mitarbeiten und sich auf eine Stufe mit den Angestellten stellen. Sie sind dabei näher am Mitarbeiter und erfahren so auch mehr über sie, was wiederum für ein engeres Miteinander sorgt. Die Verantwortlichkeit und Verantwortung steigen und erzeugen positive Effekte bei allen Beteiligten.

Kompetenzen und Kernaufgaben eines Servant Leader

Oft werden Chefs in der Führung von Mitarbeitern nicht als solche angesehen, weil ihnen die Kompetenzen abgesprochen werden. In der Regel hat dann jeder Chef verloren, wenn sein Team nicht hinter ihm steht. Ein Fußball-Trainer hat auch keine Chance, wenn seine Mannschaft nicht an ihn und seine Konzepte glaubt. Ein Chef muss sich also echten Respekt verschaffen, indem er nicht nur halbwegs kompetent wirkt, sondern es auch ist. Dafür sollte er mehr können und wissen als alle anderen. In der Regel ist dies aber gar nicht der Fall. Manchmal sind die Mitarbeiter sogar kompetenter als der Vorgesetzte.

Das Prinzip des Servant Leadership dreht dieses klassische Rollenmuster der Management Führung um – Führen als Dienst am Mitarbeiter sozusagen. Es geht also darum, näher an seinem Team dran zu sein, sich mit eigenen Konzepten zurückzuhalten und aktiv nach Ideen aus dem Team heraus zu fragen. Sich also fast so zu verhalten, als wäre man noch in der Ausbildung und möchte möglichst alles über das jeweilige Projekt erfahren. Auch wo mögliche Probleme gesehen werden und wie sie vielleicht schnell und effizient gelöst werden könnten.

Das hat für den Chef den Vorteil, Verantwortung abgeben zu können. Mehrere Schultern können diese besser tragen, mehrere Augen sehen mehr als nur zwei, und mehrere Mitarbeiter bieten viele Lösungen an. Sie entlasten die Führung quasi, da man ihnen einfach mehr zutraut. Das stärkt das Selbstbewusstsein eines jeden Einzelnen und das gesamte Team bekommt dadurch einen ganz neuen Blick auf seinen Chef. Allerdings muss dieses Team das so auch wollen, sonst könnten sie es als „schwache“ Führung interpretieren.

Es gibt natürlich immer Kollegen, die gerne angesagt bekommen möchten, wie sie was zu tun haben, anstatt selbst zu denken und dann in Eigenregie danach zu handeln. Wenn das Management seinen Mitarbeitern mehr Freiheiten und mehr Verantwortung lässt, führt das im besten Fall dazu, dass jeder einzelne aus dem Team extrem motiviert ist, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Sie haben dabei ein bisschen das Gefühl, selbst eine Art Co-Chef zu sein oder zu werden.

Bessere Zusammenarbeit durch Zusammenhalt

Servant Leadership vs. klassische Führung

Für beide Stilarten der Führung gibt es Vor- und Nachteile. Man kann nicht pauschal sagen, welche Führungsart besser oder schlechter ist. Es kommt auf das Team an. Man muss sehen, welche Menschen da sind und welche Art von Leadership sie für ihre Arbeit brauchen. Auch die Arbeitsbedingungen sind nie optimal für alle und sollten durch regen Austausch ständig verbessert werden. Ein guter Chef muss das sehen, erkennen und dementsprechend handeln. Schätzt er sein Team falsch ein, kann er sie entweder unter- oder überfordern. Beides wäre fatal für jedes Unternehmen. Vom Betriebsklima mal ganz zu schweigen.

Was bringt Servant Leadership?

Nehmen wir mal an, der Manager wendet das Servant Leadership Prinzip nicht an und stellt direkt klar, dass nur er weiß wo es lang geht und dass nur er das auch bestimmt. Solange er gute und solide Ergebnisse liefert, stellt es kein Problem dar. Läuft aber etwas schief oder nicht so wie vorab angekündigt, hat dieser Vorgesetzte ein großes Problem. Er steht dann ganz alleine da.

Würde er sich von Anfang an in den Dienst seiner Mitarbeiter bzw. auf ihre Stufe stellen, hätte er bei Ungereimtheiten loyale Mitarbeiter um sich, die für ihn auch noch im stärksten Sturm hart am Wind segeln und versuchen, Lösungen für das Problem zu kreieren. Sie würden dann gemeinsam als Team agieren, in dem die Mitarbeiter einzig allein der Sache dienen. Es kann viel bringen mit den richtigen Mitarbeitern, die dazu passen und auch bereit sind, diesen Weg gemeinsam zu gehen. Dann wird der Chef zum Helfer und darf seinen Mitarbeitern dazu dienen, sich selbst (noch mehr) zu entfalten.

… wenn Vorgesetzte aus dem Management dienen …

Wenn ein Vorgesetzter aus dem gehobenen Management anfängt, die Rollen zu vertauschen und sich quasi unter das Team mogelt, verlässt er ganz bewusst die Ebene im gehobenen Management. Dabei muss er äußerst geschickt und sensibel vorgehen und sich beim „Dienen“ auch nicht zu klein machen. Dabei kann es sehr hilfreich sein, wenn der Vorgesetzte schon vorher ein sehr gutes Verhältnis zu seinen Mitarbeitern hatte.

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Fazit

Mit etwas psychologischem Geschick in der Führung kann das Prinzip Servant Leadership für Vorgesetzte und seine Angestellten eine echte „Zugewinngemeinschaft“ sein oder werden. Hierzu müssen ein paar Spielregeln beachtet und eine angemessene Kommunikation und Wertschätzung auf Augenhöhe stattfinden. Dann kann diese neue Art der Führung sowohl das Team als auch das Management bereichern!

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Schwuppdizität – warum der Computer wieder mal lahmt

Schwuppdizität – warum der Computer wieder mal lahmt

Du kennst das Problem: Die Webseite braucht länger als üblich, um zu laden; der Login ins Firmennetzwerk hakt; der Kopiervorgang dauert ewig und die Anwendung rechnet sich ’nen Wolf. Überhaupt scheint der ganze Computer gerade im Schneckentempo zu laufen.

Als Cloudservice-Hoster und Systemhaus wissen wir, dass dafür nicht immer die Technik für langsame Geschwindigkeit verantwortlich sein muss. Manchmal scheint der Computer nur langsam zu sein, obwohl er das objektiv betrachtet nicht ist. Weil das viel häufiger vorkommt, als die meisten Leute glauben, gibt es für dieses Phänomen den nicht ganz ernst gemeinten Begriff Schwuppdizität.

Schwuppdi … was?

Wenn eine afrikanische Schwalbe mit einer Geschwindigkeit von 37,5 Schwuppdiwupp fliegt, ist sie dann schneller als eine europäische Schwalbe mit 28,4 Affenzahn? Ok, das war eine Fangfrage, die höchstens König Arthur aus Monty Pythons „Ritter der Kokosnuss“ beantworten könnte. Wir werden uns mit weniger genauen Definitionen dieser Geschwindigkeitsangaben zufriedengeben müssen.

Bekanntermaßen sind weder Schwuppdiwupp noch Affenzahn Maßeinheiten, sondern nur umgangssprachliche Begriffe für „schnell“. Dem entsprechend ist Schwuppdizität keine technische Eigenschaft und entspricht keiner messbaren Geschwindigkeit. Der Begriff geht auf Carsten Meyer [*] zurück, einem Redakteur des Technikmagazins „c’t“. Er meinte damit die subjektiv wahrgenommene Geschwindigkeit von Computern und Programmen. Diese stimmt oft nicht mit der tatsächlichen Performance von Hardware und Software überein.

Von lahmen Gurken und gestressten Hirnen

Es ist früh morgens. Für die Kinder musst du noch schnell eine Hausarbeit ausdrucken, eine Excel-Tabelle ins Firmennetz hochladen oder den neuesten Beitrag für deinen Blog einstellen. Klar! Ausgerechnet jetzt muss dir die Technik in die Quere kommen! Wieder einmal schlurft die alte Rechengurke dösig vor sich hin, der Server deines Webhosters humpelt am Krückstock und das Firmennetzwerk kommt auch nicht in die Gänge.

Zeitdruck und Stress verursachen Änderungen in unserem Gehirn. Beispielsweise bewirkt das Stresshormon Noradrenalin eine eingeengte Wahrnehmung, bei der das aktuelle Problem in den Vordergrund rückt und alles andere beiseitegeschoben wird. Wir starren ungeduldig auf den Fortschrittsbalken und nehmen nur noch wahr, wie langsam dieser vorwärts kriecht.

Die Psychologie hinter der Schwuppdizität

Auch wenn Schwuppdizität kein echtes Fachwort ist, steckt mehr als nur Nerd-Humor dahinter. Im Bereich Design von Webseiten, Apps und Benutzerschnittstellen gibt es den Begriff „perceived performance“ („wahrgenommene Geschwindigkeit“), der im Wesentlichen das gleiche bedeutet. Dabei gibt es interessante psychologische Effekte.
Ein Beispiel:

Zwei Webseiten werden gleichzeitig aufgerufen und benötigen gleich lang, um vollständig geladen zu sein. Webseite A baut den Inhalt im Hintergrund auf und zeigt dem Benutzer während dessen nur ein leeres Browserfenster an. Webseite B zeigt sofort die einfach dazustellenden Elemente wie Überschriften und Textblöcke an und füllt die verbleibenden Bereiche anschließend mit Bildern und anderen Inhalten.

Obwohl beide Seiten genau gleich schnell laden, würden die meisten Menschen Stein und Bein schwören, dass Seite B mehr Schwuppdizität hat – also schneller lädt. Das gilt auch, wenn Seite B eine Ladeanzeige wie eine drehende Sanduhr oder einen flüssig aktualisierenden Fortschrittsbalken darstellt.

Wichtig ist also nicht, wie schnell ein Programm bereit ist, sondern wie schnell es dem Benutzer irgendeine Rückmeldung liefert. Was für eine Rückmeldung das genau ist, ist nebensächlich, wichtig ist nur, dass der User merkt, dass das Programm etwas tut.

Es gibt aber auch noch weitere Effekte: Wenn wir Hardware und Software als veraltet wahrnehmen, scheinen sie oft langsamer zu sein, als sie tatsächlich sind und der günstige Webhoster „muss“ ja langsam sein. Manchmal stehen auch Erwartungen an die falsche Komponente im Vordergrund. Jetzt hast du dir schon einen neuen, schnellen Rechner gekauft und die Webseiten laden immer noch nicht zügig. Selbst der zackigste Computer kann keine langsame Internetverbindung ausgleichen.

Objektive Performance vs. subjektive Schwuppdizität

Spätestens nach dem letzten Abschnitt wird mancher Leser aufgebracht protestieren. Um das klarzustellen: Nein, wir geben nicht den Usern die Schuld oder behaupten, dass schlechte Performance nur Einbildung sei. Natürlich gibt es auch technische Probleme für eine niedrige Geschwindigkeit der Soft- und Hardware – sogar sehr viele. Um nur einige Gründe für schlechte Schwuppdizität zu nennen:

  • Systemdienste und andere Hintergrundprogramme lasten den Prozessor aus.

  • Fragmentierte Festplatten verlangsamen das Laden und Speichern von Dateien.

  • Ein überhitzter Prozessor regelt seine Taktgeschwindigkeit herunter.

  • Das Mobilfunknetz ist überlastet.

  • Die Technik bei Internetprovidern, Firmennetzen oder Webhostern ist gestört.

  • … und viele weitere.

Es ist nur so, dass sich die Performance von Hardware und Software ohne richtige Messung der Geschwindigkeit kaum feststellen lässt.

Mehr Schwuppdizität – Was kannst du selbst tun?

Ganz gleich, ob es die Technik oder ein psychischer Effekt ist, Ungeduld macht alles nur noch schlimmer. Frage dich zunächst, ob die Geschwindigkeit so schlecht ist, dass du bereits wärst, Geld für neue Hardware, besseres Hosting oder ähnliches auszugeben, um die Performance zu verbessern. In vielen Fällen zeigt sich dadurch schon, dass die Schwuppdizität doch hinnehmbar ist.

Ansonsten kannst du Folgendes probieren, um wieder mehr Schwuppdizität zu erreichen, respektive festzustellen, wo das Problem liegt:

  • Internetverbindung trennen und neu aufbauen.

  • Andere Webseiten laden und schauen, ob die ebenfalls langsam sind.

  • Anwendung oder den ganzen Computer neu starten.

  • Webseite mit einem anderen Browser öffnen und die Geschwindigkeit vergleichen.

  • Hektisch ratternde Festplatten und laute Lüfter deuten auf Auslastungen durch Hintergrundprogramme oder andere Anwendungen hin.

  • Wenn möglich etwas warten. Manchmal kränkelt die Performance nur vorübergehend und bessert sich nach ein paar Minuten, Stunden oder Tagen von selbst.

Falls du trotz alldem zu dem Schluss kommst, dass es der Technik des Anbieters an Schwuppdizität mangelt, kannst und solltest du dich natürlich an unseren technischen Support wenden. Beschreibe dabei möglichst präzise, welches Problem du wahrnimmst. Mit ungenauen Angaben wie „Ich weiß nicht, irgendwie ist die Webseite gerade langsam“, können selbst unsere Techniker nicht viel anfangen. Statt mit gefühlten Umständen zu argumentieren, könntest du beispielsweise mit einer Stoppuhr arbeiten. Wenn du Vergleichswerte nennen kannst, hat der Techniker gleich eine Zahl, mit der er arbeiten kann. Zum Beispiel: „Mein Rechner fährt sonst immer in 10 Sekunden hoch. Gestern und heute brauchte er ganze 2 Minuten.“ oder „Die Warenwirtschaft meiner Kollegin braucht 30 Sekunden zum Starten. Bei mir dauert das seit dem letzten Update 3,5 Minuten.“

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Fazit

Ok, Schwuppdizität ist kein wissenschaftlich gesicherter Fachbegriff. Aber es ist ebenso wenig eine Ausrede fauler Techniker, die den Kunden simpel abspeisen wollen. Die Gründe für eine langsame Geschwindigkeit von Computern und Software sind vielfältig und oft schwer zu erkennen. Manchmal ist die Technik schuld an mieser Performance, oft ist es aber auch ein Effekt unserer menschlichen Wahrnehmung.

Wenn die Kiste das nächste Mal nicht so schwuppt, wie sie soll, denke an den faszinierenden Effekt der Schwuppdizität. Überprüfe, wo das Problem liegen mag, versuche verschiedene Lösungsansätze und wenn das alles nicht hilft, ist unser Support selbstverständlich immer für dich da.

*Quelle: Computer-Magazin c’t (Heise Verlag, Ausgabe 8/2008, Seite 100)

Gemeinsam erfolgreich: 8 Tipps für ein besseres Arbeitsklima

Gemeinsam erfolgreich: 8 Tipps für ein besseres Arbeitsklima

Seit einigen Jahren wird viel über die Schwierigkeiten gesprochen, Mitarbeiter in Unternehmen zu halten. Einer der häufigsten Gründe für eine hohe Fluktuationsrate der Angestellten ist ein schlechtes Arbeitsklima. Warum? Nun ja, möchtest du in einer Umgebung bleiben, in der ständig eine schlechte Stimmung herrscht, du oder deine Leistungen nicht geschätzt werden, in der die kollegiale Zusammenarbeit als Team abgelehnt wird, in der die Kommunikation mangelhaft ist, in der zwischenmenschliche Beziehungen kaum vorhanden sind und in der du dich ungerecht behandelt fühlst? Wohl kaum.

Was macht ein positives Arbeitsklima aus?

Du bist sicherlich schon einmal an einen neuen Arbeitsplatz angekommen und hast ein bestimmtes „Klima“ wahrgenommen. Dieses Gefühl, dass etwas Seltsames in der Luft liegt und nur das Nötigste gesprochen wird. Oder doch eher der Ort, an dem du dich wie zu Hause fühlst und an dem jeder frei seine Ideen äußern kann.
Beim Vergleich der beiden Szenarien wird deutlich, dass das zweite Beispiel mehr mit einem gesunden Arbeitsumfeld zu tun hat.

Was sind die Merkmale eines angenehmen Betriebsklimas?

Es gibt keine Formel, die definiert, ob ein Betriebsklima gesund ist oder nicht. Es gibt jedoch einige Faktoren, die dir dabei helfen können, zu erkennen, wie das Umfeld in deinem Unternehmen ist.

Ein gesundes Arbeitsklima hat:

• glückliche Menschen
• Toleranz
• Produktivität
• Respekt
• Fairness
• Zusammenarbeit
• Engagement
• Freude
• Motivation

Frollege - wenn aus Kollegen Freunde werden

Kurz gesagt, ein gesundes Arbeitsumfeld ist eine Gemeinschaft. Sie entsteht nicht von heute auf morgen, sondern bedarf der Anstrengung, des Engagements, der Zusammenarbeit und vor allem des Vertrauens. Es ist wichtig zu betonen, dass die Rolle der Führung entscheidend ist, um ein angenehmes und unbeschwertes Betriebsklima zu schaffen.

Wie kannst du die Stimmung verbessern?

An dieser Stelle wird deutlich, dass der Aufbau eines gesunden Umfelds die Schaffung einer Kultur der Zusammenarbeit erfordert. Also keine Angst: Ein gesundes und effizientes Arbeitsklima ist in jedem Unternehmen möglich.

Interesse an deinen Kollegen zeigen

Freundliche Kollegen und gute Beziehungen zu den Mitarbeitern spielen eine ausschlaggebende Rolle für eine angemessene Stimmung am Arbeitsplatz und ein positives Arbeitsklima. Versuche also, die Mittagspausen und andere soziale Momente optimal zu nutzen. Du bist das Arbeitsumfeld des jeweils anderen, und Offenheit zwischen euch trägt wesentlich zum Wohlbefinden bei. Schließlich verbringst du die meiste Zeit auf der Arbeit und arbeitest gemeinsam mit deinen Kollegen als Team. Schaffe eine Kultur, in der es eine Selbstverständlichkeit ist, sich jeden Tag bei der ersten Begegnung zu begrüßen und ab und zu einen kleinen Plausch zu halten.

Regelmäßiges Feedback am Arbeitsplatz

Vorgesetzte spielen oft eine Schlüsselrolle bei der Erteilung von Feedback, aber auch Lob und konstruktive Kritik unter Kollegen sind in einer Organisation unerlässlich. Regelmäßige Rückmeldungen sind wichtig, damit du dich gesehen und anerkannt fühlst. Versuche, deine Kollegen zu ermutigen, zu schätzen und zu unterstützen. Zweifellos werdet ihr euch als Team kontinuierlich weiterentwickeln.

Fairer Umgang mit Konflikten

Konflikte oder Meinungsverschiedenheiten unter den Kollegen sind nichts Schlechtes. Sie können sogar Innovationen fördern und zu besseren Ergebnissen beitragen. Es ist auf jeden Fall vorteilhafter für das Arbeitsklima, die Probleme respektvoll zu klären, als sie unter einen Teppich zu kehren. Jeder hat unterschiedliche Schmerzgrenzen, wenn es darum geht, wie laut man in der Büroumgebung telefonieren kann oder wie sauber der Personalkühlschrank sein sollte. Daher treten leicht Reibungen auf. Dennoch solltest du deine Emotionen zügeln und die anderen immer so behandeln, wie du selbst behandelt werden möchtest. Gemeinsam als Team kann eine faire Abstimmung stattfinden, um bestimmte Regeln und Grenzen festzulegen. Wenn zum Beispiel ein Mitarbeiter von Parfüm Kopfschmerzen bekommt, kann sich die Gruppe vielleicht darauf einigen, kein Parfüm auf der Arbeit zu tragen.

In interne Kommunikation investieren

Für ein angenehmes Arbeitsklima ist eine optimale interne Kommunikation unerlässlich. Lege deine Karten offen auf den Tisch und lasse deine Kollegen auch an deinen Schwierigkeiten teilhaben. Dein Team kann dir Unterstützung bieten und Lösungsansätze vorschlagen. Außerdem sollten sich deine Mitarbeiter nicht davor scheuen, auch dich um Hilfe oder Rat zu bitten. Schließlich arbeitest du mit ihnen für ein und dasselbe Unternehmen und ihr solltet die Stimmung in dem Team stärken und fördern.

Hebe deine Kommunikation auf ein neues Level

In infra-struktur hast du sowohl die interne als auch die externe Kommunikation in einem System vereint. Dank lückenloser Historie weiß jeder was wann mit welchem Kunden oder Kollegen vereinbart wurde. Dein digitaler Arbeitsplatz hilft dir auch, dich und dein Team einfach zu organisieren.

Work-Life-Balance schaffen

Versuche, die Organisation, die Arbeitszeiten und die Routinen an das Alltagsleben außerhalb des Unternehmens anzupassen: Kinderbetreuung, Pflege von Angerhörigen und andere Dinge, die unser Wohlbefinden beeinflussen. Wer gerne zur Arbeit geht, fühlt sich wertgeschätzt, anerkannt und belohnt. Es gibt keine Anzeichen von Angst, Beherrschung, Belästigung und Einschüchterung. Aufgrund eines angenehmen Betriebsklimas gedeihen Kreativität, Produktivität und innovatives Denken und Mitarbeiter übernehmen Verantwortung für ihr eigenes Handeln und ihre Entscheidungen.

Organisation sozialer Aktivitäten zur Verbesserung des Zusammenhalts

Organisiere soziale Aktivitäten nach der Arbeit oder Firmenevents, die den Mitarbeitern helfen, mehr Seiten voneinander kennenzulernen und eine stärkere Bindung als Team aufzubauen. Gerade in schwierigen Zeiten müssen du und deine Kollegen die Last erleichtern und gemeinsam lachen. Ein herzliches und warmherziges Miteinander ist nicht nur wichtig für das Wohlbefinden, sondern auch für Kreativität und Produktivität.

Vorteile anbieten

Jeder Berufstätige möchte anerkannt werden, und Leistungen sind eine Möglichkeit, dies zu erreichen. Aber Vorsicht, Anerkennung ist nicht nur monetär. Dein Unternehmen kann weitere Vorteile, Anreize und Belohnungen anbieten, die über den finanziellen Aspekt hinausgehen (der natürlich auch wichtig ist). Das können beispielsweise Rabattpartnerschaften in Fitnessstudio sein, Rabattkarten für Restaurants oder Zuschüsse zur Altersvorsorge.
Ermittle, welche Leistungen die Mitarbeiter deines Unternehmens erwarten. Viele Firmen sind der Meinung, dass eine Verbesserung der Arbeitsleistung hohe Investitionen erfordert. Manchmal erwartet der Arbeitnehmer aber auch nur einen freien Tag in seinem Geburtstagsmonat.
Denk daran, dass es kein Geheimrezept gibt. Die wichtigste Anleitung besteht darin, Menschen zu verbinden, Kommunikation zu schätzen, Vertrauen, Transparenz und Respekt zu fördern. Wenn dies in der Praxis umgesetzt wird, ist es sehr wahrscheinlich, dass dein Unternehmen ein gesundes Betriebsklima hat.

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Fazit

Ein negatives Betriebsklima kann die Produktivität bremsen und dazu führen, dass die Mitarbeiter demotiviert sind und schließlich irgendwann den Arbeitsplatz verlassen. Andererseits wird sehr häufig festgestellt, dass schlechte Arbeitsbedingungen auch langfristige Gesundheitsprobleme wie Stress, Angstzustände und Depressionen verursachen können. Solltest du jedoch in einem positiven, motivierenden und stimulierenden Umfeld arbeiten, bist du wahrscheinlich produktiver und trägst ganz selbstverständlich zur positiven Entwicklung des Teams und des Unternehmens bei. Wenn jeder Mitarbeiter mit positiver Energie aufgeladen ist, ist die Ansteckung mit einer guten Stimmung unvermeidlich. Positivität ist schließlich genauso ansteckend wie Negativität.

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