Mehr Selbstkontrolle und Ausdauer durch den Batman-Effekt

Mehr Selbstkontrolle und Ausdauer durch den Batman-Effekt

Im Berufsleben stößt du immer wieder auf Aufgaben, die dir den Arbeitsalltag schwer machen können. Wenn es darum geht, die richtigen Entscheidungen zu treffen, um ein Problem zu bewältigen, kommst du als Arbeitnehmer manchmal schnell an deine Grenzen. Wird mein Chef zufrieden mit der von mir erarbeiteten Lösung sein? Schaffe ich die Aufgaben in dem vorgegebenen Zeitrahmen? Das sind nur zwei von vielen Fragen, die du dir stellst, wenn es im Job mal wieder stressig wird. Doch wie kannst du effektiv deine Motivation und dein Durchhaltevermögen steigern, um deinen Vorgesetzten von deinen Problemlösungs-Skills zu überzeugen? Forscher* haben herausgefunden, dass die eigene Wahrnehmung, also die Perspektive, von der du dich selbst betrachtest, dabei eine große Rolle spielt. Wer seine eigene Person bei der Bewältigung einer Aufgabe ausklammert, und ähnlich wie Batman in eine Rolle schlüpft, wird selbstbewusster und hat mehr Erfolg. Wieso du produktiver bist und bessere Entscheidungen triffst, wenn du dich selbst aus dem Zentrum nimmst, erfährst du in diesem Artikel.

So funktioniert der Batman-Effekt

Der so genannte Batman-Effekt ist kein pseudowissenschaftlicher Begriff, sondern von renommierten Psychologinnen und Psychologen* erwiesen worden. Zwar wurde das Experiment nicht mit erwachsenen Berufstätigen, sondern mit Kindern im Kindergartenalter durchgeführt, aber die Ergebnisse lassen sich durchaus auf ältere Personen übertragen. Die Durchführung des Versuchs war ebenso simpel wie aufschlussreich:

Die Kinder wurden in verschiedene Gruppen eingeteilt und mussten eine langweilige aber hartnäckige Aufgabe lösen, so wie du es aus deinem Berufsalltag kennst. Kinder, die in der Ich-Perspektive arbeiteten und sich selbst reflektieren mussten („Bin ich ein guter Helfer?“) arbeiteten am ineffizientesten und hatten eine schlechtere Selbstkontrolle. Etwas besser sah es bei der Gruppe aus, die in der dritten Person von sich selbst sprechen mussten. Die Änderung der Perspektive brachte bereits einen deutlichen Motivationsschub. Die meiste Ausdauer hatten jedoch die Kinder, die während der Aufgabenbewältigung ein Batman-Kostüm trugen und immer wieder fragen mussten „Ist Batman ein guter Helfer?“ Alle drei Gruppen hatten jederzeit die Möglichkeit, sich mit Computerspielen abzulenken, wobei die Batman-Gruppe diese Möglichkeit am wenigsten nutzte und sich auf die Aufgabe konzentrierte, ganz so wie Batman es tun würde.

Im Büro kannst du dich zwar schlecht als Superheld verkleiden, aber dennoch können dir die Erkenntnisse dieser Studie im Arbeitsalltag weiterhelfen.

Das bringt dir der Batman-Effekt im Berufsleben

 Du fragst dich jetzt, wie du diesen psychologischen Effekt im Arbeitsleben für dich nutzen kannst? Das ist gar nicht so schwer. Beim Batman-Effekt geht es hauptsächlich darum, die Eigenwahrnehmung zu verändern und eine andere Perspektive einzunehmen. Löst du Aufgaben stets aus der starren Ich-Perspektive, machst du dich selbst für deine Fehler und dein Scheitern verantwortlich. Zudem bist du leichter abzulenken, da du deinen eigenen Interessen nachgehen möchtest. Deine Selbstkontrolle ist ausbaufähig. Um den Batman-Effekt für dich zu nutzen, musst du dich von deiner alltäglichen Rolle im Berufsleben distanzieren. Ein schwarzer Umhang oder gar ein Kostüm ist dafür nicht nötig. Mit der Frage „Was würde Batman jetzt tun?“ kommst du hingegen schon deutlich weiter. Die Schwierigkeit bei der Problemlösung im Job ist, nicht immer wieder im alten Arbeitstrott zu versinken. Die Ausdauer, eine Aufgabe schnell und effizient zu lösen, wird durch alltägliche Situationen beeinflusst. Die Lieblingskollegin möchte kurz einen Kaffee in der Kantine trinken gehen, der Kollege fragt dich nach einer Zigarettenpause. Hier gilt es, einfach mal selbstbewusst nein zu sagen, und sich seiner Aufgabe zu widmen. Mit dem Batman-Effekt gelingt dies deutlich leichter. Betrachtest du dein Verhalten im Job von außen, bist du automatisch selbstkritischer und triffst zielsichere Entscheidungen. Eine zusätzliche Pause wird dich nämlich mit Sicherheit nicht voranbringen. Deine Selbstkontrolle steigt merklich, wenn du dein Verhalten und deine Leistung aus der Perspektive eines Dritten betrachtest.

Selbstbewusstsein und Motivation: Nutze diese psychologischen Tricks für mehr Erfolg im Job

Neben dem Batman-Effekt gibt es noch weitere psychologische Kniffe, um deine Motivation, Außenwirkung und Leistung im Job zu verbessern. Dafür müssen nicht immer teure Trainings und Weiterbildungen von Nöten sein. Neben dem (Anti)Helden Batman gibt es noch weitere Figuren, die dich zu mehr Selbstbewusstsein und Arbeitseifer motivieren können. Die Wissenschaftler* Carney, Cuddy und Yap von der Universität Missouri sprechen zum Beispiel vom Superhero-Effekt, der ebenfalls leistungssteigernd wirken soll. Ganz nach dem Vorbild von Superman soll es tatsächlich etwas bringen, sich vor schwierigen Aufgaben in die Superhelden-Pose zu begeben und eine Weile darin zu verharren. Wichtig sind dabei die selbstbewussten Merkmale dieser Pose, also eine gerade Haltung, eine geschwellte Brust sowie eine angespannte Armmuskulatur. Diese Position wird von den Wissenschaftlern „High Power“ genannt und soll das Testosteron-Level steigern und den Spiegel des Stresshormons Cortisol senken. Darüber hinaus tragen selbstbewusste Posen zu einer positiveren Außenwirkung und mehr Motivation bei. Eine dauerhafte Helden-Pose ist dabei gar nicht unbedingt notwendig. Wichtig ist lediglich, dass die Körperhaltung offen und anderen Menschen zugewandt ist.

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Fazit

Selbstbewusst wirken und weiter kommen mit dem Batman-Effekt

Die Eigenschaften, die du von Batman oder Superman kennst, sind also durchaus hilfreich, um im Job positiver zu wirken und weiterzukommen. Vor schwierigen Entscheidungen und Aufgaben verfallen wir oft in gewohnte Muster, die nicht gerade fördernd für unseren Erfolg sind. Das Einnehmen einer neuen Perspektive kann dir dabei helfen, negative Verhaltensmuster (wie z. B. zu viele Pausen oder Ablenkungen) zu durchbrechen. Wer sein eigenes Arbeitsverhalten von außen betrachtet, kann dadurch mehr Motivation erlangen, um seine eigene Leistung zu steigern. Nimmst du zusätzlich noch eine offene Haltung ein, überträgst du diese positiven Effekte auf deine Kolleginnen und Kollegen und strahlst Selbstbewusstsein aus. Wenn du im Job weiterkommen willst, solltest du also ruhig hin und wieder auf die Superhelden-Effekte vertrauen. Ein Versuch ist es zumindest wert 🙂

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Mehr Erfolg im Job durch das richtige Hobby

Mehr Erfolg im Job durch das richtige Hobby

Vorbei sind die Zeiten, in denen allein ein qualifizierter Abschluss den Erfolg einer Karriere beeinflusste. Immer mehr Arbeitgeber achten bei der Auswahl ihrer Mitarbeiter darauf, dass diese auch abseits des Büroalltags „erfolgreich“ sind. Nicht ohne Grund, denn gerade in der Freizeit lassen sich zusätzliche Fähigkeiten entwickeln, die weder ein Studium noch eine Ausbildung vermitteln kann. Was es damit auf sich hat und welche das im Besonderen sind, erfährst du in diesem Artikel.

Hard Skills vs. Soft Skills: Was steckt dahinter?

Bevor wir uns eingehend mit Freizeitaktivitäten beschäftigen, die förderliche Fähigkeiten versprechen, lohnt es sich einen genaueren Blick auf die Materie zu werfen. Oft werden diese Kompetenzen als „Skills“ bezeichnet. In diesem Kontext fallen oft die Begriffe „Hard Skills“ und „Soft Skills“. Doch was genau verbirgt sich hinter diesen Begrifflichkeiten? Hard Skills sind objektiv messbare und belegbare Fertigkeiten, wie die fachlichen Kenntnisse und die jeweiligen Qualifikationen. Soft Skills hingegen sind subjektive Fähigkeiten. Die genaue Liste der Kompetenzen ist lang und reicht von Flexibilität bis hin zu Selbstbewusstsein. Es handelt sich also im Allgemeinen um persönliche Stärken.

Diese Hobbys wirken sich erfolgreich auf deinen Job aus

Die oben beschriebenen Soft Skills kannst du dir mit dem richtigen Hobby aneignen. Denn je nach Art und Weise des Zeitvertreibs werden die entsprechenden Skills gefördert. Das zeigt sich auch im Berufsleben. Anhand von Beispielen zeigen wir, von welchen Fähigkeiten deine Karriere profitieren kann.

Sport

Beim Sport handelt es sich um eine der liebsten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen. Dabei fördert dieses Hobby nicht nur das Aussehen und stärkt den Körper, es sorgt auch noch für eine Verbesserung verschiedener Soft Skills. Unabhängig von der Sportart muss man schließlich mit Kritik und Konflikten umgehen können. Wer zusätzlich auf Wettkämpfen aktiv ist, der zeigt damit seine Zuverlässigkeit und sein hohes Maß an Initiative. Nicht ganz überraschend sorgt Mannschaftssport für eine Verbesserung der Teamfähigkeit.

Kochen

Selbst das Kochen kann Kompetenzen erweitern, die im Job gut ankommen. Dabei sollte man das Hobby keinesfalls belächeln, denn Kochen erfordert ein hohes Maß an unterschiedlichen Fähigkeiten. Wer gerne und oft kocht, ist es gewohnt, sich auf neue Situationen schnell einzulassen. Das steigert die Belastbarkeit und Flexibilität. Außerdem setzt Kochen eine gewisse Planung voraus und stärkt damit die Selbstständigkeit.

Soziales Engagement

Auch die Freiwilligenarbeit lässt sich erfolgreich für den Beruf nutzen. Schließlich fördert ein soziales Engagement das Einfühlungsvermögen. Zudem muss, wer sich neben dem Beruf engagiert, über eine ausgeprägte Belastbarkeit verfügen. Beides Kompetenzen, die mehr Erfolg bei der Jobsuche versprechen. Da soziales Engagement Interaktion mit anderen Menschen voraussetzt, steigert dies auch die Kommunikations- und Teamfähigkeit.

Lesen

Lesen bildet. Das ist bekannt und bringt für sich schon viele Vorteile. Dabei prägt das Lesen aber auch Kompetenzen, die später den Erfolg im Beruf positiv beeinflussen können. Denn wer viel liest, schärft damit sein analytisches Denken. Durch das zusätzlich erworbene Wissen um vielfältige Themen wird auch die Kommunikationsfähigkeit verbessert.

Fremdsprachen

Das Erlernen von fremden Sprachen eignet sich immer als perfekte Ergänzung im Lebenslauf. Schließlich gibt es wenige Berufe, die auf Sprachtalente gänzlich verzichten können. Unabhängig davon steigert man damit aber auch seine Soft Skills. Immerhin ist für das Erlernen einer Fremdsprache ein hohes Maß an Eigeninitiative und Selbstständigkeit erforderlich. Beide Attribute sind bei vielen Jobs durchaus gefragt.

Musik

Auch das Musizieren hat seinen Platz unter den „förderlichen“ Hobbys gefunden. Nicht ohne Grund, denn ein Musikinstrument zu erlernen, fördert verschiedene Kompetenzbereiche. So erfordert das Erlernen Selbstständigkeit und Eigeninitiative. Wer zusätzlich in einer Band spielt, kann außerdem mit Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit glänzen.

Dein Hobby ist nicht dabei?

Wenn sich deine Freizeitbeschäftigung jetzt nicht in dieser Aufzählung befindet, ist das kein Grund Trübsal zu blasen oder sich eine andere Leidenschaft zu suchen. Denn die Aufzählung ist nicht abschließend. Durch nahezu jede Freizeitaktivität lassen sich Kompetenzen erwerben, mit denen du im Beruf glänzen kannst. Zudem hat jedes Steckenpferd einen entscheidenden Vorteil. Wenn du nämlich mit deinem Hobby vermehrt Erfolge verzeichnest, egal welcher Art, wirkt sich das positiv auf dein Selbstvertrauen aus. Ein gesteigertes Selbstbewusstsein ist in jedem Job nützlich. Weiterhin wirkt sich jede Art von Freizeitaktivität positiv auf deine „Work-Life-Balance“ aus. Durch deine Hobbys bist du also leistungsfähiger. Denn wer regelmäßig erfolgreich von der Arbeit „abschaltet“, ist auf lange Sicht gesehen produktiver.

Mit den richtigen Hobbys den Lebenslauf „pushen“

Wie du siehst, kannst du mit den richtigen wichtige Soft Skills maßgeblich deine Karriere verbessern. Damit sollte man keinesfalls hinterm Berg halten, sondern auch so im Lebenslauf präsentieren. Schließlich gilt es, dein Gegenüber von deinen gewinnbringenden Zusatzkompetenzen zu überzeugen. Beachte dabei jedoch, dass nur Freizeitaktivitäten in den Lebenslauf gehören, die auch für die jeweilige Stelle relevant sind. Im Idealfall verweist du dabei im Anschreiben auf deine Hobbys, um bereits erworbene Fähigkeiten zu unterstreichen. Hier ein einfaches Beispiel: „Durch mein jahrelanges soziales Engagement verfüge ich über einen sicheren Umgang mit Menschen“.

Diese Angaben solltest du lieber vermeiden

Allerdings sind nicht alle Aktivitäten erwähnenswert. Ein paar Dinge solltest du lieber für dich behalten. So solltest du eine übermäßige Aufzählung von Hobbys vermeiden, sondern dich nur auf die beschränken, die ein „Benefit“ garantieren. Erwähne am besten nur die, die einen konkreten Vorteil oder im direkten Bezug zu deiner Tätigkeit stehen. Wenn du in deinem Hobby besonders erfolgreich bist, ist das auch eine Erwähnung wert, sollte aber keinesfalls in Prahlerei ausarten. Grundsätzlich vorsichtig solltest du bei „extremen“ Aktivitäten wie beispielsweise Bungeespringen sein. Häufig sind diese negativ vorbelastet und sorgen für ein gewisses Misstrauen.

Bei „extremen“ Aktivitäten wie beispielsweise Bungeespringen sein
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Fazit

Hobbys sind nicht nur für die Ausgestaltung der Freizeit und zur Entspannung wichtig. Mit den richtigen Freizeitaktivitäten lassen sich Fähigkeiten entwickeln, die im Beruf nützlich sein können. Erfolgreich in Szene gesetzt, können diese dabei deine Karriere fördern.

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Falls du grad an dem Thema Lebenslauf sitzt, könnte das nützlich sein

Ketchup-Prinzip: Mit Geduld erfolgreich im Job

Ketchup-Prinzip: Mit Geduld erfolgreich im Job

Manch einer hat es schon erlebt: unzählige Bewerbungen wurden geschrieben, unzählige Projekte abgeschlossen, viel Arbeit investiert – doch der Erfolg im Job bleibt aus. Dann jedoch, von einem Tag auf den anderen, scheint der Bann wie gebrochen und alles läuft wie von selbst. Dieses Phänomen hat einen Namen: das Ketchup-Prinzip oder der Ketchup-Effekt.

Was ist der Ketchup-Effekt?

Zusammengefasst:

  • Lange passiert nichts

  • Man investiert viel Arbeit

  • Man probiert unterschiedliche Strategien

  • Plötzlich kommt alles auf einmal

  • Zum Teil kommt sogar mehr, als man wollte

Als Ketchup-Effekt oder Ketchup-Prinzip bezeichnet man die Beobachtung, dass oftmals nichts vorangeht, sich dann aber plötzlich der Knoten löst und der Erfolg massenhaft eintritt. Ähnlich wie bei einer Flasche Ketchup, bei der man zunächst alles Mögliche versucht, um an den Inhalt zu gelangen: drücken, schütteln, klopfen.

der Ketchup-Effekt

Aber nichts scheint zu funktionieren. Und dann plötzlich – war es eine geglückte Bewegung oder Zufall? – kommt ein ganzer Schwall auf einmal aus der Flasche und es fließt von da an wie von selbst. Zum Teil kommt dann sogar mehr, als man eigentlich wollte.

Das ganze ist eine schöne Allegorie auf den Arbeitsalltag und den Erfolg im Beruf. Sei es in den Anfängen, wenn du unzählige Bewerbungen schreibst und keine positive Rückmeldung erhältst, dann aber auf einmal eine Einladung zum Vorstellungsgespräch oder ein Jobangebot nach dem anderen. Oder in Projekten, in denen ewig kein Fortschritt zu vermerken ist, dann aber alles scheinbar wie von Zauberhand gelingt und sich die Dinge überschlagen. Das kann auch die berufliche Karriere betreffen. Häufig strampelst du dich auf einer Position über Jahre hinweg ab, und scheinst nicht voranzukommen. Dann kommt der Erfolg ganz plötzlich und du erhältst Aufstiegschancen von mehreren Seiten.

Dies kann dann jedoch nicht nur zu einem Erfolg im Job führen, sondern auch überfordern. Ähnlich, wie zu viel Ketchup auf dem Teller, den man nicht braucht und nur die Gefahr des Kleckerns birgt, kann auch ein plötzlicher, unerwarteter Erfolg ins Negative ausschlagen, zum Beispiel durch zu viele Angebote, zwischen denen du dich nicht entscheiden kannst oder die du nicht intensiv genug prüfen kannst.

Welche Lehre lässt sich aus dem Ketchup-Effekt ableiten?

 Zunächst ist anzumerken, dass es sich bei dem Ketchup-Effekt nicht um einen wissenschaftlich untersuchten Effekt handelt. Vielmehr ist es ein Bildnis, das dir helfen kann, klarer zu sehen und dich zu motivieren, um langfristig Erfolg im Job zu haben. Denn wie auch das Klopfen und Schütteln Einfluss auf den Ketchup in der Flasche hat, so haben auch die beruflichen Anstrengungen einen Effekt, der sich jedoch häufig unbewusst und nur ungesehen ausbreitet.

Folgende Schlüsse kannst du daraus ziehen:

  • Durchhalten

  • Langfristig denken

  • Strategien ändern

  • Die Hoffnung nicht aufgeben

  • Sich auf ein Übermaß einstellen

Beispielsweise brauchen Bewerbungsprozesse häufig Zeit. Wenn du keine Rückmeldung auf eine Bewerbung bekommst, kann das auch bedeuten, dass erst der Eingang aller Bewerbungen abgewartet wird und dann alle ausführlich geprüft werden. Oder du änderst eine Kleinigkeit am Anschreiben oder Lebenslauf und plötzlich wirkt die Bewerbung ganz anders. In manchen Branchen gibt es auch zeitliche Phasen, in denen einfach mehr eingestellt wird. Manchmal ist es nur eine Frage des Timings, so dass dann nach dem Ketchup-Prinzip ein Job den nächsten jagt. Hier heißt es, Geduld zu bewahren, um nicht die falsche Entscheidung zu treffen. Denn bei der ersten Rückmeldung ist kaum absehbar, wie viele noch folgen werden. Schlägst du nach einer langen Durststrecke gleich beim ersten Angebot zu, kann dies langfristige Folgen auf deinen Beruf haben. Hier solltest du auf dein Bauchgefühl hören und falls nötig um ein wenig Bedenkzeit bitten.

Auch bei dem Bemühen um eine Beförderung werden deine Bemühungen vielleicht gesehen, aber es ist keine entsprechende Stelle frei. Oder du musst deine Strategie ändern, damit die gleichen Bemühungen besser wahrgenommen werden können. Im Verkauf läuft es häufig ähnlich: ein Produkt oder eine Marke muss erst mal durch vielfältige Maßnahmen auf vielen Ebenen bekannt gemacht werden. Wenn es dann überzeugt, verbreitet sich die Empfehlung wie von selbst.

Wie kannst du das Ketchup-Prinzip für den Alltag im Beruf nutzen?

Die Ableitungen aus dem Ketchup-Prinzip lassen sich im Alltag nutzen, um Erfolg im Beruf voranzutreiben. Folgende Ideen, Gedanken und Strategien können dir dabei helfen:

1. Verschiedene Strategien testen

Wie bei Ketchup hat es einen Effekt, verschiedene Strategien auszuprobieren, auch wenn du den Effekt nicht gleich auf den ersten Blick siehst.

2. Nicht zu schnell aufgeben

Gerade im Job solltest du Erfolg langfristig planen und optimistisch bleiben. Denn wie bei der Ketchupflasche tritt der Erfolg meist nicht sofort ein. Jede einzelne Maßnahme bewirkt eine kleine, manchmal unsichtbare Bewegung, die am Ende zu dem gewünschten Ergebnis führt.

3. Es langsam angehen lassen

Wenn der gewünschte Effekt nicht sofort eintritt, solltest du nicht zwingend noch mehr Energie in die Handlung stecken. Dies kann dazu führen, dass du dich verausgabst und am Ende gar nichts kommt, oder so viel, dass es zu viel ist. Also erst mal Ruhe bewahren und abwarten, dann läuft es manchmal zwar langsam, aber ohne große Anstrengung investieren zu müssen.

4. Vorsicht vor dem negativen Ketchup-Prinzip

Das Ketchup-Prinzip kann auch negativ ausgelegt werden. Zum einen verursachen es viele Angestellte selbst: sie schieben Arbeit so lange auf, bis sehr viel Druck entsteht, der Berg an Arbeit zu viel wird und sie von diesem übermannt werden. Auf der anderen Seite kann das Ergebnis, welches in einem Schwall und auf einmal kommt, überfordern. Wenn du beispielsweise lange versucht hast ein Produkt bekannt zu machen, dann der Knoten platzt, du jedoch die geforderte Menge in der kurzen Zeit nicht liefern kannst. Daher solltest du das Ketchup-Prinzip bei allen Maßnahmen immer im Hinterkopf haben.

Ist Sitzen das neue Rauchen?

Ist Sitzen das neue Rauchen?

Warum ist das Sitzen das neue Rauchen?

Der Lebensstil und die Arbeitsweise der Menschen haben sich in den letzten 50 Jahren stark verändert, vor allem durch den täglichen Gebrauch von Computern und die Entwicklung sitzender Tätigkeiten. So verbringen sie durchschnittlich fast 60 % der wachen Zeit im Sitzen, bei Büroangestellten sind es sogar 75 %. Frühstücken, Autofahren, Arbeit im Büro, Fernsehen, etc… alles Gründe, die dich dazu bringen, für kurze oder lange Zeit zu sitzen. Doch warum vergleichen immer häufiger die Medien das Sitzen ausgerechnet mit Rauchen?

Die Auswirkungen des langen Sitzens

Auch wenn die Formulierung etwas übertrieben ist, stimmt es, dass langes Sitzen auf Dauer nicht gesund ist. Für eine Person, die mehrmals am Tag an die frische Luft geht, um ihre Zigarette zu rauchen, besteht die gleiche Lebenserwartung wie die eines Nichtrauchers, der stundenlang im Büro in der gleichen Position ausharrt. Oftmals leiden Menschen, die überwiegend im Sitzen arbeiten, an den schweren Konsequenzen des langen Sitzens und haben deswegen häufiger gesundheitliche Beschwerden. Aus diesem Grund wird auch das Sitzen als das neue Rauchen bezeichnet.

Die unzureichende Durchblutung und ihre Folgen

Tatsächlich wird von mehr Fällen von Krampfadern, steifen Nackengelenken und Taubheitsgefühlen bei Beschäftigten im Büro berichtet als bei Personen, die körperlich anstrengendere Tätigkeiten ausüben. Beim Sitzen befinden sich die Muskeln im Rumpf, im Nacken und in den Schultern in einer festen Position. Durch Beibehaltung dieser Pose werden die Blutgefäße in den Muskeln zusammengedrückt, was die Blutzufuhr zu den arbeitenden Muskeln beeinträchtigt.

Nackenschmerzen vom Sitzen

Eine unzureichende Blutversorgung beschleunigt das Auftreten von Ermüdungserscheinungen und macht die Muskeln anfällig für Verletzungen. Außerdem führt sie zu einem lokalen Blutstau. Der Druck auf die Unterseite der Oberschenkel, wenn der Sitz zu hoch ist, kann diese Situation noch verschlimmern und zu geschwollenen und tauben Beinen und früher oder später zu Krampfadern führen. Diese verminderte Blutzufuhr erklärt, warum ein Büroangestellter oder ein Berufskraftfahrer, der während seiner Arbeit überwiegend sitzt, sich am Ende des Tages müde oder manchmal auch krank fühlt.
Zusätzlich können Krankheitsbilder wie zum Beispiel Diabetes in Folge von Fettleibigkeit und mangelnder Bewegung dazukommen. Letztendlich belegt eine Studie im „American Journal of Epidemiology“, dass die Sterberate der Beschäftigten im Büro, die lange sitzen, um etwa 20 % steigt und sie schneller dazu neigen, krank zu werden *[1].

Wechselhaltungen im Büroalltag

Stell dir vor, du könntest nach Belieben zwischen einer sitzenden und einer stehenden Position wechseln. Zweifellos würde die Arbeit im Büro unter diesen Umständen dann ein geringeres Risiko für deine Gesundheit darstellen. Die Stehposition bietet viele Vorteile wie Bewegungsfreiheit und einen größeren Arbeitsbereich. Wenn du im Stehen arbeitest, beanspruchst du alle deine Muskeln und reduzierst die Ermüdung und Schläfrigkeit, die durch Druckpunkte beim Sitzen verursacht werden. Doch wie kannst du diesen Lösungsansatz praktisch umsetzen?

Der höhenverstellbare Schreibtisch und Bürostuhl

Ein manuell oder elektrisch höhenverstellbarer Schreibtisch eignet sich ideal, um verschiedene gesunde Haltungen im Büroalltag einzunehmen. Du kannst während der Arbeit deine Position problemlos vom Sitzen ins Stehen wechseln. In der Ergonomie gibt es das Konzept der „durchschnittlichen“ Person nicht. Es ist einfach nicht möglich, jedem Menschen im Unternehmen einen Stuhl anzubieten, der speziell auf seine aktuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Eine sehr empfehlenswerte Lösung besteht darin, den Arbeitnehmern vollständig verstellbare Stühle anzubieten, die für eine Vielzahl von Körpertypen geeignet sind. Der Stuhl sollte mit Hebeln ausgestattet sein, die eine einfache Einstellung der Sitzhöhe und -neigung sowie der Höhe und des Winkels der Rückenlehne ermöglichen.

Durch ergonomische Arbeitsplätze wird die Gesundheit und gleichzeitig die Motivation der Mitarbeiter gefördert

Auf eine richtige Sitzhaltung achten

Für jedes wichtige Gelenk wie Hüfte, Knie und Ellbogen gibt es einen bestimmten Bereich, in dem jeder gesunde Mensch eine bequeme Position finden kann. Diese Positionen dürfen weder den Blutkreislauf oder die Atmung beeinträchtigen noch die Muskelbewegung oder die normale Funktion der inneren Organe behindern. Die Variation dieser Haltungen ist der Kern einer guten Sitzhaltung. Anstatt mit dem Bürostuhl zum Drucker zu rollen, solltest du aufstehen, deine Beine und Arme schütteln und die Papiere holen. Oder beim Kopieren mehrerer Dokumente könntest du ein paar kurze Dehnübungen machen. Schließlich reichen schon fünf Minuten Bewegung aus, um den Stoffwechsel wieder in Gang zu bringen.

Spaziergang in der Mittagspause

Nutze deine Pause

Wenn du schon die meiste Zeit auf der Arbeit im Sitzen verbringst, solltest du wenigstens deine Pause nutzen und dir einen kleinen Spaziergang gönnen. Diese Art der Pausengestaltung ist wohltuend und gesund, da dein Herz, Lunge und Muskeln aktiviert werden und die frische Luft dir einen klaren Kopf verschafft.

Ernähre dich ausgewogen und trinke ausreichend Wasser

Eine gesunde Ernährung und ein aktives Leben, kombiniert mit einer positiven Einstellung, können, das Risiko von Herzerkrankungen und bestimmten Krebsarten reduzieren.

Anstatt also während der Arbeit zum Donut zu greifen, sollte man lieber einen frischen Apfel zu sich nehmen, sodass in Kombination mit den Folgen des langen Sitzens das Risiko, schneller krank zu werden, nicht weiter steigt.

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Fazit

Wie das Rauchen kann auch das lange Sitzen dazu führen, dass du krank wirst. Es gibt einige Hilfsmittel und Tipps, die dir dabei helfen, den Büroalltag so zu gestalten, dass auf Dauer keine gesundheitlichen Probleme gefördert werden. Sich das Rauchen abzugewöhnen, ist eine prekäre Herausforderung, doch sich die wechselnden Körperhaltungen auf der Arbeit zur Gewohnheit zu machen, sollte kein allzu großes Problem darstellen.

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Alle Teile der Kommunikation in einem System

Alle Teile der Kommunikation in einem System

Seit über 140 Jahren gibt es das Familien-Unternehmen Willner Fahrradzentrum GmbH bereits – das spricht für sich! Das Team um Geschäftsführer Martin Willner bietet neben höchster Qualität und bester Beratung auch einen erstklassigen Werkstatt-Service. Ganz nach dem Motto „Ab dem ersten Meter für Sie da!“ wird im Fahrradzentrum Willner das Thema Kundenservice und Beratung groß geschrieben. In einem solch großen Geschäft mit 50 Mitarbeiter sind Organisation und Professionalität besonders wichtig.

„Als Fachhändler müssen wir aus ‚grünen Bananen‘ reife wohlschmeckende Bananen machen. Will heissen: über das Produkt sind wir als stationärer Händler leicht austauschbar. Die Mission muss sein, unseren Produkten einen individuellen Zusatznutzen zu verleihen. Kompetente Beratung und professioneller Werkstattservice ist unerlässlich“

Martin Willner

Geschäftsführer

Empfehlungen für infra-struktur

Vor allem die positiven Erfahrungen seiner ERFA-Kollegen, die schon eine Weile damit gearbeitet haben, führte Martin Willner zu der Entscheidung, infra-struktur ins Unternehmen einzuführen. „Vor allem das Zusammenspiel von ZEG-Warenwirtschaft und infra-struktur haben meine Kollegen als besonders vorteilhaft erachtet. Auch die Anbindung der Telefonanlage, so dass man alle Teile der Kommunikation in einem System hat, ist ein Pluspunkt.“

Das Team vom Fahrradzentrum Willner arbeitet seit knapp einem Jahr mit infra-struktur und betrachtet die Software mittlerweile als Arbeitssystem. „Die Kunden- und Lieferantendaten werden in infra-struktur synchronisiert. Wenn Telefon und E-Mail zusammenspielen und das Ganze dann auch noch angereichert wird mit Kundendaten, erleichtert es uns das Arbeiten schon enorm“, erzählt Martin Willner.

 

Professionalität im Fachhandel

Auch die Kunden spüren bereits eine positive Veränderung. „Als Fachhändler muss Professionalität so gelebt und auch organisatorisch umgesetzt werden, dass das nach außen hin spürbar ist. Der Kunde nimmt das schon wahr.“

Diese Professionalität muss bereits im Beratungsgespräch stattfinden, schließlich ist dies der Kernpunkt eines Fachhändlers. Wenn der Verkäufer nur durch einen Blick in die Historie schon im Vorfeld weiß, was der Kunde bereits gekauft hat, kann die Beratung besser auf den Kunden abgestimmt und dadurch für beide Seiten erfolgreich werden

Fachliche Beratung im Fahrradzentrum Willner

Auch am Telefon ist die Kundenhistorie sehr hilfreich. „Wenn Kunden anrufen, erkennt man nicht nur anhand der Nummer, wer das ist, sondern sieht im Idealfall gleich, welche Aufträge mit dem Kunden gelaufen oder aktuell offen sind. Man kann aus der infra-struktur einfach mehr Informationen ziehen und nutzen.“

Mit Anrufverwaltung zum besseren Service

Guter Service fängt schon am Telefon an, weiß Martin Willner: „Das Telefon ist ja wichtig, hat aber manchmal den Gleichzeitigkeits-Effekt. Man hat hier den Kunden im Geschäft und muss aber gleichzeitig telefonieren. Da muss man sich entscheiden und lässt das Telefon klingeln. Aber die Kunden am Telefon haben ja auch ein Anliegen, dem man nach gehen muss. Es sollte kein Anruf ins Leere laufen. Mit der Anrufverwaltung der infra-struktur kann man beiden gerecht werden. Selbst wenn das Geschäft bereits geschlossen ist, kann ich noch zurückrufen. Das weiß der Kunde sehr zu schätzen. Das ist Service. (…) Das Telefonaufkommen reicht im normalen Tagesgeschäft nicht aus, um eine Person nur mit dem Anrufmanagement auszulasten. Mit infra-struktur können neben dem Telefon weitere Arbeitsgebiete bearbeitet werden, was auch wirtschaftlich dafür spricht.“

Die Mitarbeiter arbeiten hauptsächlich im Unternehmensstandort in Ingolstadt, können aber je nach Abteilung auch im Homeoffice arbeiten, wenn es mal erforderlich ist. Vor allem wenn man unterwegs ist (z.B. auf Messen), ist die Arbeit an dem browserbasierten Arbeitssystem infra-struktur sehr vorteilhaft, da es ortsunabhängig genutzt werden kann. „Es ist von überall aufrufbar, im Verhältnis zum installieren Programm. Das muss man einfach abwägen.“

Fazit

„Ich hab die Entscheidung für infra-struktur bisher nicht bereut. Auch das Feedback meiner Belegschaft ist durchwegs gut. Die Vorschläge zu Funktionserweiterungen zeigen, dass das System angekommen und angenommen ist. Wir sind organisierter geworden und unser Informationsgrad hat sich verbessert.“

Projektsteckbrief

Unternehmen

Fahrradzentrum Willner GmbH
Friedrichshofener Straße 1e
85049 Ingolstadt

www.willner-fahrrad.de

Birkenstock GmbH

Ansprechpartner: Martin Willner

Branche: Fahrradeinzelhandel
Anzahl Mitarbeiter: 50
infra-struktur Anwender: 20

Projektziele
Professionalität sichern
Informationsgrad steigern

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