Vorbei sind die Zeiten, in denen allein ein qualifizierter Abschluss den Erfolg einer Karriere beeinflusste. Immer mehr Arbeitgeber achten bei der Auswahl ihrer Mitarbeiter darauf, dass diese auch abseits des Büroalltags „erfolgreich“ sind. Nicht ohne Grund, denn gerade in der Freizeit lassen sich zusätzliche Fähigkeiten entwickeln, die weder ein Studium noch eine Ausbildung vermitteln kann. Was es damit auf sich hat und welche das im Besonderen sind, erfährst du in diesem Artikel.

Hard Skills vs. Soft Skills: Was steckt dahinter?

Bevor wir uns eingehend mit Freizeitaktivitäten beschäftigen, die förderliche Fähigkeiten versprechen, lohnt es sich einen genaueren Blick auf die Materie zu werfen. Oft werden diese Kompetenzen als „Skills“ bezeichnet. In diesem Kontext fallen oft die Begriffe „Hard Skills“ und „Soft Skills“. Doch was genau verbirgt sich hinter diesen Begrifflichkeiten? Hard Skills sind objektiv messbare und belegbare Fertigkeiten, wie die fachlichen Kenntnisse und die jeweiligen Qualifikationen. Soft Skills hingegen sind subjektive Fähigkeiten. Die genaue Liste der Kompetenzen ist lang und reicht von Flexibilität bis hin zu Selbstbewusstsein. Es handelt sich also im Allgemeinen um persönliche Stärken.

Diese Hobbys wirken sich erfolgreich auf deinen Job aus

Die oben beschriebenen Soft Skills kannst du dir mit dem richtigen Hobby aneignen. Denn je nach Art und Weise des Zeitvertreibs werden die entsprechenden Skills gefördert. Das zeigt sich auch im Berufsleben. Anhand von Beispielen zeigen wir, von welchen Fähigkeiten deine Karriere profitieren kann.

Sport

Beim Sport handelt es sich um eine der liebsten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen. Dabei fördert dieses Hobby nicht nur das Aussehen und stärkt den Körper, es sorgt auch noch für eine Verbesserung verschiedener Soft Skills. Unabhängig von der Sportart muss man schließlich mit Kritik und Konflikten umgehen können. Wer zusätzlich auf Wettkämpfen aktiv ist, der zeigt damit seine Zuverlässigkeit und sein hohes Maß an Initiative. Nicht ganz überraschend sorgt Mannschaftssport für eine Verbesserung der Teamfähigkeit.

Kochen

Selbst das Kochen kann Kompetenzen erweitern, die im Job gut ankommen. Dabei sollte man das Hobby keinesfalls belächeln, denn Kochen erfordert ein hohes Maß an unterschiedlichen Fähigkeiten. Wer gerne und oft kocht, ist es gewohnt, sich auf neue Situationen schnell einzulassen. Das steigert die Belastbarkeit und Flexibilität. Außerdem setzt Kochen eine gewisse Planung voraus und stärkt damit die Selbstständigkeit.

Soziales Engagement

Auch die Freiwilligenarbeit lässt sich erfolgreich für den Beruf nutzen. Schließlich fördert ein soziales Engagement das Einfühlungsvermögen. Zudem muss, wer sich neben dem Beruf engagiert, über eine ausgeprägte Belastbarkeit verfügen. Beides Kompetenzen, die mehr Erfolg bei der Jobsuche versprechen. Da soziales Engagement Interaktion mit anderen Menschen voraussetzt, steigert dies auch die Kommunikations- und Teamfähigkeit.

Lesen

Lesen bildet. Das ist bekannt und bringt für sich schon viele Vorteile. Dabei prägt das Lesen aber auch Kompetenzen, die später den Erfolg im Beruf positiv beeinflussen können. Denn wer viel liest, schärft damit sein analytisches Denken. Durch das zusätzlich erworbene Wissen um vielfältige Themen wird auch die Kommunikationsfähigkeit verbessert.

Fremdsprachen

Das Erlernen von fremden Sprachen eignet sich immer als perfekte Ergänzung im Lebenslauf. Schließlich gibt es wenige Berufe, die auf Sprachtalente gänzlich verzichten können. Unabhängig davon steigert man damit aber auch seine Soft Skills. Immerhin ist für das Erlernen einer Fremdsprache ein hohes Maß an Eigeninitiative und Selbstständigkeit erforderlich. Beide Attribute sind bei vielen Jobs durchaus gefragt.

Musik

Auch das Musizieren hat seinen Platz unter den „förderlichen“ Hobbys gefunden. Nicht ohne Grund, denn ein Musikinstrument zu erlernen, fördert verschiedene Kompetenzbereiche. So erfordert das Erlernen Selbstständigkeit und Eigeninitiative. Wer zusätzlich in einer Band spielt, kann außerdem mit Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit glänzen.

Dein Hobby ist nicht dabei?

Wenn sich deine Freizeitbeschäftigung jetzt nicht in dieser Aufzählung befindet, ist das kein Grund Trübsal zu blasen oder sich eine andere Leidenschaft zu suchen. Denn die Aufzählung ist nicht abschließend. Durch nahezu jede Freizeitaktivität lassen sich Kompetenzen erwerben, mit denen du im Beruf glänzen kannst. Zudem hat jedes Steckenpferd einen entscheidenden Vorteil. Wenn du nämlich mit deinem Hobby vermehrt Erfolge verzeichnest, egal welcher Art, wirkt sich das positiv auf dein Selbstvertrauen aus. Ein gesteigertes Selbstbewusstsein ist in jedem Job nützlich. Weiterhin wirkt sich jede Art von Freizeitaktivität positiv auf deine „Work-Life-Balance“ aus. Durch deine Hobbys bist du also leistungsfähiger. Denn wer regelmäßig erfolgreich von der Arbeit „abschaltet“, ist auf lange Sicht gesehen produktiver.

Mit den richtigen Hobbys den Lebenslauf „pushen“

Wie du siehst, kannst du mit den richtigen wichtige Soft Skills maßgeblich deine Karriere verbessern. Damit sollte man keinesfalls hinterm Berg halten, sondern auch so im Lebenslauf präsentieren. Schließlich gilt es, dein Gegenüber von deinen gewinnbringenden Zusatzkompetenzen zu überzeugen. Beachte dabei jedoch, dass nur Freizeitaktivitäten in den Lebenslauf gehören, die auch für die jeweilige Stelle relevant sind. Im Idealfall verweist du dabei im Anschreiben auf deine Hobbys, um bereits erworbene Fähigkeiten zu unterstreichen. Hier ein einfaches Beispiel: „Durch mein jahrelanges soziales Engagement verfüge ich über einen sicheren Umgang mit Menschen“.

Diese Angaben solltest du lieber vermeiden

Allerdings sind nicht alle Aktivitäten erwähnenswert. Ein paar Dinge solltest du lieber für dich behalten. So solltest du eine übermäßige Aufzählung von Hobbys vermeiden, sondern dich nur auf die beschränken, die ein „Benefit“ garantieren. Erwähne am besten nur die, die einen konkreten Vorteil oder im direkten Bezug zu deiner Tätigkeit stehen. Wenn du in deinem Hobby besonders erfolgreich bist, ist das auch eine Erwähnung wert, sollte aber keinesfalls in Prahlerei ausarten. Grundsätzlich vorsichtig solltest du bei „extremen“ Aktivitäten wie beispielsweise Bungeespringen sein. Häufig sind diese negativ vorbelastet und sorgen für ein gewisses Misstrauen.

Bei „extremen“ Aktivitäten wie beispielsweise Bungeespringen sein
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Fazit

Hobbys sind nicht nur für die Ausgestaltung der Freizeit und zur Entspannung wichtig. Mit den richtigen Freizeitaktivitäten lassen sich Fähigkeiten entwickeln, die im Beruf nützlich sein können. Erfolgreich in Szene gesetzt, können diese dabei deine Karriere fördern.

A

Falls du grad an dem Thema Lebenslauf sitzt, könnte das nützlich sein

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