Technische Voraussetzungen für unsere Cloudtelefonie
Unsere Telefonanlage basiert auf STARFACE und wird in unserem eigenen Rechenzentrum betrieben. Damit Tischtelefone, DECT-Systeme und STARFACE Apps zuverlässig funktionieren, müssen die folgenden Anforderungen im Kundennetz erfüllt sein.
Darum kümmert sich Ihr EDV-Betreuer
Am besten nehmen Sie Ihren Ansprechpartner für IT direkt mit ins Boot und leiten ihm diese Seite weiter.
1. Kompatible Endgeräte
Empfohlene Tisch-, Konferenz- und Spezialtelefone
Die folgenden Modelle werden unterstützt und unterstützen gleichzeitig auch verschlüsselte Telefonie:
- Gigaset: P810 IP Pro, P810B IP Pro, P820 IP PRO, P825 IP PRO, P850W IP PRO, P855BW IP PRO
- snom: D715, D717, D735, D785, D810W, D812, D815W, D815WB, D862, D865, D385
- Yealink: CP925, CP965, T31, T46U, T53W, T54W, T57W, T58W, T73U, T73W, T74U, T74W, T85W, T87W, VP59
Empfohlene DECT-Systeme
Cloud-fähige, verschlüsselte Basisstationen:
- Gigaset PRO: N610 PRO, N670 PRO, N870 PRO
- snom: M400, M900
- Yealink: W70B, W75 Mini MC
Aktuelle Mobilteile:
- Gigaset PRO: SL800H, S700H, R700H
- snom: M25, M65, M70, M80, M85, M90
- Yealink: W73H, W74H, W78H, W59R Pro
Analoge Adapter und Gateways
- Grandstream HT802, HT812 und HT814: aktuell, ausschließlich für Faxbetrieb vorgesehen; nicht für Türsprechstellen, Alarmanlagen, Modems oder Aufzüge.
Der Einsatz weiterer Modelle muss vorab projektbezogen abgestimmt werden.
2. Kompatible SIP-Provider
Ihr Telefonie Provider wie z.B. die Telekom muss es unterstützen, dass Ihre Rufnummer in einer Cloud-Telefonanlage registriert werden darf. Gerade ältere Anschlüsse können manchmal nur hinter einem bestimmten DSL-Anschluss genutzt werden.
Die sollten Sie mit Ihrem Provider abklären oder fragen Sie uns vorab.
Sollte der Provider dies nicht können, lassen sich Ihre Rufnummern zu einem reinen Trunk-Provider portieren und da genutzt werden. Oftmals ist dies sogar noch günstiger.
3. Firewall- und Portfreigaben
Grundsatz für das Kundennetz
Die Endgeräte und Apps bauen die Verbindungen zur Telefonanlage in der Cloud auf. Deshalb ist am Kundenstandort normalerweise keine Portweiterleitung vom Internet in das lokale Netz erforderlich. Freizugeben sind ausgehende Verbindungen von den Telefon- und Client-Geräten/Netzen zum bereitgestellten Telefonanlagen-Ziel zugehöriger Rückverkehr muss ebenfalls zugelassen werden.
Hardwaretelefone und DECT-Basisstationen
| Zweck | Protokoll / Port | Erforderlichkeit | Hinweis |
|---|---|---|---|
| SIP | UDP/TCP 5060 | erforderlich | Unverschlüsselte Signalisierung; nur verwenden, wenn erforderlich. |
| SIP über TLS | TCP 5061 | erforderlich | Verschlüsselte Signalisierung für kompatible Geräte. UDP 5061 nur freigeben, wenn das konkrete Gerät dies verlangt. |
| RTP-Audio | UDP 10000–20000 und UDP 1025–65535 | erforderlich | Gemäß STARFACE-Portübersicht zwischen Endgerät und STARFACE; auf STARFACE-Ziel und Telefonnetz begrenzen. |
| Provisionierung / Telefonmenü | TCP 50080 | modellabhängig | Für manuelle bzw. One-Touch-Provisionierung und Telefonmenüs. |
| Verschlüsselte Provisionierung | TCP 50081 | modellabhängig | Nur für Geräte und Verfahren, die diesen Port verwenden. |
| DNS | UDP/TCP 53 | erforderlich | Üblicherweise zum lokalen DNS-Resolver. |
| Zeitabgleich | UDP 123 | empfohlen | Üblicherweise zum lokalen NTP-Dienst. |
STARFACE Desktop- und Mobile-Apps
| Zweck | Protokoll / Port | Erforderlichkeit | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Grundfunktionen / Adressbuch | TCP 443 | erforderlich | HTTPS zur STARFACE. |
| SIP | UDP 5060 | erforderlich | Entfällt bei ausschließlicher Nutzung von SIP über TLS. |
| SIP über TLS | TCP 5061 | erforderlich | Verschlüsselte Signalisierung. |
| XMPP-Anmeldung | TCP 5222 | erforderlich | Anmeldung und Präsenzfunktionen. |
| gRPC-Anmeldung | TCP 9092 | ab STARFACE 10 erforderlich | Für die Anmeldung aktueller Apps. |
| RTP-Audio | UDP 10000–20000 und UDP 1025–65535 | erforderlich | Gemäß STARFACE-Portübersicht bidirektional. |
| RTSP-Kamera | UDP 554 / TCP 8554 | optional | Nur für Kamerastreams in der Windows-App. |
Zusätzlich müssen für Updates beziehungsweise mobile Push-Funktionen folgende Ziele über HTTPS erreichbar sein:
- www.starface-cdn.de
- push-cluster.starface.de
Herstellerdienste für Zero-Touch-Provisionierung können weitere Ziele benötigen. Diese werden nur für die tatsächlich eingesetzten Modelle freigegeben. Für Yealink nennt STARFACE unter anderem dm.yealink.com, api-dm.yealink.com, rps.yealink.com, rpscloud.yealink.com und pscloud.yealink.com sowie zusätzliche herstellerspezifische Ports.
4. Erforderliche Router-, NAT- und Firewall-Einstellungen
STARFACE nennt für Endgeräte hinter NAT folgende Werte:
| Einstellung | Sollwert |
|---|---|
| TCP Aging | 600 Sekunden |
| UDP Aging / UDP-NAT Timeout / Connection Tracking | 600 Sekunden |
| Bestandsdauer eines UDP-Eintrags in der NAT-Tabelle | mindestens 61 Minuten |
Autoprovisionierte Telefone senden standardmäßig alle 60 Sekunden Keep-alive-Pakete und registrieren sich etwa alle 60 Minuten neu. Zu kurze NAT-Laufzeiten führen typischerweise dazu, dass Telefone nach einiger Zeit nicht mehr erreichbar sind.
Folgende Funktionen sind für den Verkehr zur Telefonanlage zu deaktivieren oder durch eine gezielte Ausnahme zu umgehen:
- SIP ALG
- SIP Inspection
- H.323 Helper
- VoIP-bezogene UTM-/Application-Inspection
- TLS-/HTTPS-Inspection für STARFACE- und Provisionierungsziele
Bei mehreren Internetzugängen muss Telefonieverkehr während einer Sitzung immer denselben WAN-Pfad verwenden. Lastverteilung, asymmetrisches Routing oder ein Wechsel der öffentlichen Absender-IP während einer Sitzung kann Registrierung und Sprachübertragung unterbrechen.
Fragen? Dann rufen Sie uns an!
0 29 41 – 27 26 30